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Esra · 1919-01-01 · Heft 8 · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Esra
Volume
1 (1919-1920)
Issue
Heft 8
Date
1919-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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stisch sind folgende Ausführungen, die Herr Abraham Katzenelson im »Hapoel Hazair« unter der Überschrift »Zur Frage der jüdischen Armee« veröffentlicht. »»Die tschecho-slowakischen Soldaten, die polnischen usw. haben fünf Jahre lang an den Schlachten teilgenommen und stehen auch jetzt noch in den vordersten Reihen unter den schwierigsten Bedingungen. Und wir? Wir, die wir so dringend eine Zentralisierung unserer realen Kräfte gegenüber den verschiedenen Schwierigkeiten benötigen, wir sehen bei uns nur Demobilisation an Stelle von Mobilisation. Wir beschäftigen uns nicht mit der Frage der Existenz und des Niveaus unserer Regimenter, sondern mit der Frage der demobilisierten Soldaten. Unser Volk macht es umgekehrt wie die anderen Nationen: Jene stützen sich auf ihre Kraft, wir auf unsere Schwäche.«« Dr. Katzenelson schlägt vor: 1. Den Ruf nach neuen Freiwilligen zu erlassen zwecks Ausfüllung der entstandenen Lücken. 2. In den existierenden Regimentern systematisch eine jüdische Atmosphäre zu schaffen. »»Es ist nicht genug, für diesen Zweck die alten Kokarden durch eine Menorah zu ersetzen und den alten Namen durch eine neue Bezeichnung. Hier kommt es auf die nationale Atmosphäre an. Es ist notwendig, daß unsere neuen Regimenter »Judäer« sind nicht nur dem Namen nach, sondern auch dem Geiste nach.«« Diesen Ausführungen trat in der nächsten Nummer des »Hapoel Hazair« Herr Nathan Chafschi mit einer scharfen Erwiderung entgegen. Derselbe erklärt sich als extremer Gegner eines jeden Militarismus. Das Judentum in Palästina könne seine Zukunft nur auf Arbeit und Frieden bauen, und wir hätten die Pflicht, rechtzeitig den Warnungsruf zu erlassen: Nicht das ist der Weg! An dem Tage, wo wir zu der erschreckenden Überzeugung kommen werden, daß ein Volk ohne die gepanzerte Faust keine Existenzberechtigung hat, werden wir erklären : Lieber wollen wir untergehen, als unsere Hände mit Blut beflecken! « Zu diesen Ausführungen nimmt die Redaktion des »Hapoel Hazair« mit folgenden Worten Stellung : » Die Auflassung unseres Kollegen Chafschi über den Militarismus ist gewiß berechtigt. Aber sobald sie in eine verzerrte Lebensformel und ein totes Dogma verwandelt wird, ist sie für unser Volksleben völlig wertlos. Eine solche Auffassung kann 243

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