Esra
- Journal
- Esra
- Volume
- 1 (1919-1920)
- Issue
- Heft 8
- Date
- 1919-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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,Gutec der Natur (das blieb dem Autor vorbehalten) und bekämpften nicht -Ihr ,Böses* — sie waren nichts (!) als starke positive Kraftnaturen, und all ihr Prophetismus war nur der organische Ausfluß dieser Kraft«.— Wozu also sich den Kopf zerbrechen über das Geheimnis des Prophetismus? Hier haben wir die erleuchtende Lösung: der Ursprung des Prophetismus liegt im Kraftüberschuß. Eine Meine Frage: Die Propheten verkörpern nicht das »Gute* in der Natur, nicht das in ihr liegende sittliche Prinzip — wie ist die Vermessenheit eines Autors zu deuten, der versichert, nicht aus dem Gebot der Stunde heraus zu »überbrücken« und »an» einanderzufügen«, sondern in der Erkenntnis, daß das tiefste Gesetz der Welt es verlangt? — >Achad Haaras kritische Aufsätze ,Am Scheidewege* sind in zwei Bänden deutsch im Jüdischen Verlag, Berlin, erschienen. Der zweite Band gelangt erst während des Krieges zur Ausgabe, konnte demnach (demnach!). bisher noch nicht in die zionistische Theorie verarbeitet werden.« — Demnach! Wir hören die Strafpredigt: Man predigte die Renaissance der hebräischen Sprache — auf deutsch. O Prediger! wann wird mit dem Ernstmachen endlich einmal ernst gemacht (Seite 17) werden? So die zionistische Jugend aufhört, vierteilige Kritiken des Zionismus zu schreiben und statt dessen sich hinsetzt, hebräisch zu lernen — dann wird ihr bald die Lust vergehen, die Lehren Achad Haams >in die zionistische Theorie« zu verarbeiten. — Dann erst, nicht früher, werden sie an die Lösung der Rätsel der Prophetie schreiten dürfen. — »Gegen solche Ängstlichkeit und Behutsamkeit setze ich (ich!) die Freiheit des Gedankens. Ich, der ich (Er, der er) ... usw.« »Unbeschwert durch Tradition (wahrhaftig!)' und Behäbigkeit und im Gefühle der Vollkraft meines jüdischen Wollens (überprophetischer Kraftüberschuß?), das antiautoritär ist gegen jede Autorität, die nicht Gott ist, prüfe ich (ich!) restlos alles von neuem und schneide unbarmherzig heraus (,Denn wir dienen dem gütigen Ausgleich . .O gütiger Chirurg!), was mir (mir!) entbehrlich oder gefährlich erscheint.«— — »Der Wille, der mich dazu trieb (nämlich Forderungen auf Forderungen zu türmen), blieb bis zur Stunde ungebrochen; ihm aber ging eine Selbsterkenntnis und Selbstbesinnung parallel, die 230