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Esra · 1919-01-01 · Heft 8 · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Esra
Volume
1 (1919-1920)
Issue
Heft 8
Date
1919-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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'V Und ich will eure Pfühle zerreißen und mein Volk aus eurer Hand erretten, daß ihr sie nicht mehr fangen sollt; ihr sollt erfahren, daß ich der Herr bin. Darum, daß ihr das Herz der Gerechten fälschlich betrübt, die ich nicht betrübt habe und habt gestärkt die Hände der Gottlosen, daß sie sich von ihrem bösen Wesen nicht bekehren, damit sie lebendig möchten bleiben. M E I R WIENER IST DIES NOCH ZIONISMUS? (Notizen und Zitate.) »Und auch ist die Axt an den Stamm der Baume bereits angelegt und darum jeder Baum, der nicht gute Frucht trägt, wird umgehauen und ins Feuer geschmissen.« Warum sich die jüdische Jugend von der zionistischen Partei zurückzieht und zu ihrer Bekämpfung rüstet? Weil sie gewohnt war, in der Verwirklichung des Zionismus die Erfüllung des Geistes zu erhoffen — jetzt aber ahmt der Parteizionismus, der »offizielle«, die Grimassen europäisch-politischer Ideale nach: in dieser Verzerrung kann die Jugend ihre Ideale nicht wiedererkennen. Von der einen Seite Nationalismus in der anrüchigsten Bedeutung, zionistisches Junkertum, oberflächlicher Materialismus und Scharfmacherei; von der anderen Seite, scharfsinnige Klügelei, Spitzfindigkeit und reaktionäre Apologetik des Mammondienstes. Die alten Speichellecker, früher eifrige Patrioten ihres Vaterlandes, die dem »Puritzleben« Ma-jufis sangen, dienern und kriechen jetzt vor dem neuen Herrn, singen jetzt dem Sieger Hymnen und tanzen gottesdienstliche Reigen um das goldene Kalb. Zionismus war revolutionär, hat es mit einer Welt von Lachern und Spöttern aufgenommen. Wehe, daß die Spötter sich zum Zionismus bekehrten. I. Das Judentum im Lichte der modernen zionistischen Theorien. — »Jude-Sein bedeutet nicht ein religiöses ethisches Bekenntnis.« — »Unsere Religion ist tolerant gegenüber ketzerischen Ideen, streng aber in ihrer Forderung der Gesetzesbefolgung, tolerant 226

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