Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 76 (25.9.1925)
- Date
- 1925-09-25
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 650 JUEDISCHE RUNDSCHAU gefunden werden, die eines alten stolzen Volkes nicht würdig sind. Ein Grübler war er von früher Jugend an und ein Sucher, ein Wissensbcgicrigcr. Bei dem als Ketzer verschrienen Lehrer Hirsche] stillt er den Wissenshunger und lernte fremde Sprachen, fremde Dichter. Bei dem Turmwächtcr Gcrson wurde er mit der Mystik und den Erlösungs- 1 räumen eines gequälten Volkes vertraut. Die christliche Schmicdctochtcr Monica aber, die ihn verlockt hat, und seine Geliebte wurde, zeigte ihm die andere Welt, die Welt der Macht und Kraft, die Welt, die gleich ohne Bedenken zugreift, um die Früchte des Lebens zu genießen. Das Ghctto- Icbcu wird ihm verhallt. Als er, um eine drohende „G'scirah" von seinem Volke abzuwenden, seine Geliebte Monica /i.m Schloßherrn führt, lernt er den Sinn des Kommentars kennen, „Gott dienen mit dem ganzen Herzen" heiße, „ihm dienen sowohl mit dem guten wie auch mit dem bösen Trieb". Die Juden von Prag sind gerettet, er aber kehrt seiner Heimat den Rücken, flicht mit Monica. Von dieser später verlassen, nur weil der Landsknecht, den sie auf ihrer Wanderung traf, stärker ist, geht Reubcui in die weite Welt, nach Arabien, nach. Palästina, um nach vierzehn Jahren als reifer, schicksalserprobtcr Manu zurückzukehren, und als glühender Patriot, der seinem Volke helfen will, als Lebensreformer, als weltlicher Staatsmann, hohen Zielen zustrebend. „Stadion" ist er nicht, will auch nicht Erlöser sein, wie c* sich die Mystiker vorstellen. Aber alle sehen in ihm den Erlöser, wie es in den Huchem geschrieben steht. Unverstanden und einsam bleibt er. Unverstanden vor allem von seinem treuesten Jünger Solomo Molcho, der ihm zum Verhängnis wurde. * Der Hauptakzent des Urod'schcn Buches liegt in dem tiefen inneren Widerspruch zwischen der Welt Rcubcnis und der Welt Molchos. Der Marannc und Hofmann Molcho kennt nur die Freude des Zurückkchrcns in den Schoß der Judcuheit, er ist Apologet. Ucbcrtreibcr, Verherrlichen In dem Sar Rcubcni sieht er den Erlöser, der den Triumpf der jüdischen Idee der jüdischen Welt des Buches, des Geistes bringen wird. Nichts M reformbedürftig. Molcho* Wunsch i.-t nur, seine Ergebenheit dem jüdischen Volke mit dem Märtyrertod auf dem Scheiterhaufen zu dokumentieren. Rcubcni aber hat von dem Kult des Leidens, des Opfers genug. Er ist nicht deswegen in die Welt ausgezogen, um ein neues Beispiel des Miirtyrortudes zu geben. Hat ihn denn nicht seinerzeit das, was Molcho verherrlicht, veranlaßt. Prag zu entfliehen? Rcubcni treibt Politik auf weite Sicht, er will weltlicher Staatsmann, nüchterner Diplomat sein, er fühlt die Gefahr der Schwärmer. Seine Ziele sind anderer Art. Ein neues Volk will er schaffen, ein starkes und mächtige*. Rcubcni wehrt sich gegen die Schar der Schwärmer und Mystiker, die ihn umgibt. Lange Zeit weist er jede Gemeinschaft, jede Zusammenkunft mit ihr zurück. „Ich habe für Euch keine Botschaft", wiederholt er immer und immer denen, die in ihm den mystischen Erlöser wähnen. Er führt lange politische Gespräche mit den Staatsmännern, mit den Kardinälen und dem Papst, aber wenn er mit den Juden von Venedig und Rom zusammenkommt, ist er einsilbig, geht auf Gespräche nicht ein. und nicht politische Vorsicht allein zwingt ihn dazu, sondern die ungeheure Kluft, die er zwischen sich und den Schwärmern fühlt. Am bittersten wehrt er sich gegen Molcho."* Je"mefir"er Hin "aber'von sich'abstößt, desto mehr glaubt Molcho;.n die Sendung Rcubcnis und sieht in der Ahwehr des Meisters nur einen Ansporn, durch neue Läuterungen, durch neue Wunder an Opfer seiner würdig zu werden, rüeser heldenhafte jtngJing Molcho, dieser Stürmer und gewaltige Redner, der nicht schnell genug Opfer werden kann, der nur wünscht, für den Glauben Israels den Märtyrertod zu erleiden, wie rührend ist er in seiner Ahnungslosigkcit! Und diese Ahnungslosigkcit läßt Rcubcni die ganze Größe seiner Einsamkeit fühlen. Denn Solomo Molcho ist wieder das alte Prag und er, Reubcui, will doch von der Goluspsychologic nichts mehr wissen, abwenden will er sich von diesem Kult des Leidens. Das will er, aber kann er das auch wirklich? Ist an ihm, an dem Renaissancemenschen, nicht vieles von jener alten Welt hnfien geblieben? Denn seht, Molcho bleibt doch der Sieger. Der Zauber, der von diesem Mamillen ausgeht, gewinnt doch schließlich Macht über Rcubcni Er kann diesem Zauber nicht wiederstchen, er kam den Geist von Prag •ni'ht abschütteln, der tief verborgen in seiner Seele lebt. Wenn er mit Messer Nicolo Maccbiavclli während seine? Aufenthalts, in Rom politische Gespräche führt, erschrickt er vor dem grausamen politischen Zynismus des italienischen Staatsmannes. Im Vergleich zu ihm ist Rcubcni Pazifist und mit Moralbcgriffcn stark belastet. Di.' Kluft, die ihn von einem Maccbiavclli trennt, ist eine \iel viel größere als die, dis er zwischen sich und seinem Schüler Molcho spürt. MacchitHtlli würde schon wissen, wie min si:h tines überspannten, schwärmerischen, «lern Idealismus verfallen.n Anhänger entledigt, Rcubcni aber wird es nicht imstande sein. Und erschütternd ist der innere Kampf, den er gegen seinen geliebten Schüler führt und dem er schließlich erliegt. Den letzten Gang, den l otlesgang nach der Reichsstadt Rcgvn.-.hurc. zum Kaiser Karl macht er nicht als Führer, sondern als Geführter. Er weiß, daß es nichts Unsinnigeres geben konnte, als sich in diese Löwengrube zu begeben. Allein er fo!gt dem Rat Molchos. Und nun liegen sie beide als Gefangene in Ketten geschmiedet, des Todes harrend, im Lager Karls. Während Molcho, glücklich, morgen für den Glauben feines Volkes sterben zu können, dem süßen ruhigen Schlaf des Opferfreudigen sich hingibt, sinnt Rcubcni über seine Niederlage nach, über den Zusammensturz, all seiner Pläne und Hoffnungen und über den großen Wurf, den er zu machen gewagt hat. Betrübt, in tiefster Resignation sinnt er über sein Bemühen nnch. aus diesem Volke der. Gedemütigten, der Leidenden, ein Macht- und Tatvolk zu machen, und darüber, daß sein Ruf unerhört blieb. Statt Taten nur Mystiker und Märtyrer. So und nicht anders ist seine Sendung ausgeartet. Der Dichter Alkobcz schlägt sich durch weite Länder durch, schleicht sich an die Lager heran, wo die beiden Gefangenen schmachten und bringt ihnen die frohe Botschaft, daß Josef Caro das große Werk, den Schulchan Aruch fertiggeschrieben hat. „In Liebe zu Dir und zu Molcho", schreibt Caro daran — und nichts anderes steht vor seiner Seele. Zwölf Schiffe mit jüdischen Kriegern, in Italien und Portugal angeworben, wollte Rcubcni nach Chabor bringen, und das Ende ist wieder ein Gesetzbuch, der „Schulchan Aruch", in dem zu lesen ist: „Am Morgen erhebe sich der Fromme wie ein Löwe zum Dienste des Herrn, voll Feuer und Kraft, als wollte er die Morgenröte wecken". * So also erscheint vor uns in Broda Buche der Sar Rellin ni als tragischer Held, bedeutend seinem Schicksal und Wesen nach und G-^cnsatz zu dem harmonischen Solomo Molcho. Dieser will nur schneller Opfer werden, stranlciidcn Gesichtes schreitet er dem Scheiterhaufen entgegen. Pcuheui aber nimmt die Last des Lugs und Trugs auf sieh, tun seinem Volke zu dienen. Mis einem Abenteurer, au>. einem Operettenlnflcn Krieger i,t eine heldenhafte tragische Figur geworden. Und wir haben beim Lesen des Buches d:»s Gefühl, daß die Auffassung Rcubcnis b~i "<-hI der inneren Wahrheit entspricht. Es ist Brod gelungen, in eine rätselhafte Seele einzudringen und uns einen Helden zu zeigen dort, wo wir einen grotesken Phantasten zu sehen gewohnt waren. Dafür wissen wir dem Piager Dichter Dank. Berliner Zionistische Vereinigung Kongrefjvcranstaltung: Mittwoch, den 30. September, abends 61/* Uhr im grofeen Saal der Sophiensäle, Sophicnslr. 17/16 (Bhf. Börse) veranstaltet von den Gruppen Nord und Ost. Thema: ü. KOBOreß Referenten: DBuszacnrcEd« Solowclischlk, WcBtsch Alle Mitglieder der B. Z. V. sind eingeladen. Zur Deckung der Unkosten wird ein Beitrag von Mk. —.50 erhoben. Wie England Indien aufgab Mau hat sich in den letzten Jahren gewöhnt, sich ein wenig mit dem Problem Indie-i zu befassen. Ls hat zwar seit den lagen der Ostindicn-Compaguii- - (deren Wahlspruch „Ls ist int Handelsverkehr besser, mit zahlungsfähigen Ungläubigen, als mit rechtgläubigen B.inkerottieien zu 'tun zu haben" Sinn und Wesen dieser ersten englischen Niederlassung in Indien ganz eindeutig zeichnet) — es hat zwar seit den Tagen der Ostindien^ iompaguic mannigfaltige Anlässe gegeben, sich für das ..Wunderland" zu interessieren, aber erst in den letzten Jahren, kurz vor dem Kriege begann dieses Interesse im europäischen Durchschnittsmenschen aki/t zu werden. . Durch die glänzend organisierte Exploiticning des vom Nobelprciskomitcc entdeckten Poeten, Aesthcten und, sagen wir. auch Politikers Rabindranath Tliakur. dessen sich der europäische Buchhandel in unvergleichlicher Weise bemächtigte, geriet Indien unversehens in Mode. Ls ist aber bei der Betrachtung eines kulturell-politischen Problems -- \ittd solches ist ja Indien, sieht man von seiner wirtschaftlichen Seite ab ~ außerordentlich schädlich, es durch die Brille eines ästhetisierenden, über oder außerhalb der Gesellschaft des Landes stehenden Mannes zu betrachten. Iis kann doch kein Zweifel bestehen, daß R. Th., wie groß auch sein Wert als Dichter sein mag, keineswegs als Repräsentant der indisdien (icscllschaft, Keineswegs als Sprachrohr ihrer Leiden, ihrer Sehnsüchte und ihres politischen Willens gelten kann. Umsoweniger als er einer kleinen, unbedeutenden, christianisierenden Sekte, die zu politischen und kulturellen Kompromissen sehr geneigt ist, angehört. Aber c-, war verständlich, daß gerade er dem europäischen Geschmack verdaulich wurde, wo die wirklichen Vertreter des großen indischen Geistes dei europäischen Publikum stets unbegreiflich, unbehaglich e schienen. Nun ist aber dieses gewaltige Indien, das sich auf seine Vergangenheit zu besinnen beginnt, durchaus keine literarische Angelegenheit, durchaus kein Land, das auf di Frlösung durch die Prinzipien der Brahma-Samäj, oder durch die eurasisclter I heosophen wartet. Nein; die Entwicklung Indiens, die wir in den letzten Jahren staunend wahrnahmen, geht andere Wege, die dem Orientalen tvpisclten Wege der Sclbstbcfreiung durch Selbstbesinnung und "immer schärfere Akzentuierung der geistigen Inhalte seiner Sendung. „Es ist wahr, der Materialismus des Westens hat in gewissem Umfang von unseren Seelen Besitz ergriffen und wir haben von unserer geistigen Kraft verloren — aber .unter der rauhen Hand der Regierung hat sich unsere Aufmerksamkeit aufs Neue den geistigen lYtn^cti zugewandt. Was ist Asahayoga (Non-Coopcration) anderes als das erste Kapitel im Buche der Vergeistigung?" schrieb die Gandhi nahestehende Zeitung „Svaraj" (zitiert in Glascnapps vorzüglichem Buch „Hinduismus"). Das Geistige, Ethos und Moral, werden zum ersten Mal Warfen im politischen Kampf. Nicht uferlose Schwärmerei, nicht feines Acsthctcntum, das dem Menschen wieder bewußt gewordene ewige Gesetz in seiner Bru„t \\j die Waffe, unter der sich das junge Indien dem curonäWi Exponenten entgegenstellt. ' bCllc" Wie ist es zu diesem Höhepunkt, wie ist es überh. zur Notwendigkeit dieses Kampfes gekommen? Oft ' berufener, öfter noch von unberufener Seite wurde clic r"" dem Titel „AI. CarShill: Verlorene Herrsch; (Wie England Indien aufgab)" bei Kurt V o w i n k e 1 \'rr Berlin-Grunewald, erschienenen Buch, das, von allein <V;, bgesehen, ein stilistisches Meisterwerk ersten Ran;-es" Mit überlegener, oft spöttischer und skeptischer Objekt wird hier höchst eindringlich ein Bild der Fundiernng und schlicßlichcn Zersetzung der englischen Herrschaft In iiui; gegeben. Weit ausholend, von den ersten Anfängen'^ Ostindischen Handclskompagnic ausgehend, werden Lieht- 1^ Schattenscitcn der englischen Verwaltung dargestellt; objr^,' werden sie dargestellt, wobei natürlich nicht an die Ohjcktivii'' des Außenstehenden, sondern an die relative, des m\\ £ Dingen sehr Verknüpften, der aber trotzdem ein ungewöhr.l'o'n großes Maß von Ehrlichkeit mit sich bringt, gedacht \\j-n Für Carthill ist das Ergebnis seiner Untersuchung von herein feststehend: England verliert Indien. \\, Ursachen dazu liegen seiner Ansicht nach weniger hty„ indischen Gegenspieler selbst, als in dein natuilichen Gcgn,^';, des Okzientalru zum Orientalen und besonders in den "li.iraü« entspringenden Fehlern der Verwaltung. Den zweiten Teil des Itcn Satzes „East is cast and west ist west and rmtr the twain shall meet". ahnt er vielleicht, aber er ist ih,„ nicht von ausschlaggebender Bedeutung, so (laß in diesen» Pim,',,: seiner Untersuchung, die ohne die Erkenntnis, daß Ost vind West eben nicht zu vereinen sind, in falsche Bahnen;'cr.'itea muß, seine Objektivität versagt. Er bleibt eben \Vcilic; Mitglied der Hcrrcnrasse, der die Dinge nie aus den Au^« des Eingeborenen sehen kann. „Nur die Anerkennung de: Tatsachen", sagt der obenerwähnte Indologc Glasenapp, ..bieteuns einen Schlüssel für das Verständnis des indischen (Üm-, cpur,'». vollP' aktiv» , l-Fr.c ist 1; desh' pfä: sch'l aiif/i' •' der i i i.. wied« { Haler; bWth' auf < fehle: Seite richti. der uns, wenn wir von einseitig europäisch ausgehen, dauernd verschlossen bleiben wird. „So selbstverständlich, daß er die indische Nationalhewegiing gewaltigen Gegner der englischen Herrschaft anerkenn?, ih: aber nicht gerecht werden kann und wenn er gelegentlich einer Notiz üker die schon bei Lebzeiten legendäre Persönlichkeit Ghandis den Seitenhieh nicht unterdrücken kann, der Mahatma ursprünglich Geldvcrleiher war. ist dic'Yc-. * ärgerung wohl zu \erstehen, sie ist aber kleinlich. D.ir.r, £ aber wird „Carthills" Blick wieder nüchtern: er erkenn'{ | daß der Kon flickt begann, „als sie" (die Briten) „anfingen! '' ihre eigene Kultur einzuführen. „Hier ist der Ausgangspunkt j der nationalistischen Bewegung Indiens zu suchen, die hier, u-r bei allen Völkern des Ostens, die letzte, moili-rn.tr Reaktion auf die Aktion Europas darstellt. „Die Reaktiv geht meist in den Bahnen der Aktion," heißt es irgendwo; auf iiiisem Fall übertragen: Kampf gegen Europa mit europäischen Waffen, die dem Volkscharakter augepaßt werde:. Wie Japan, das kriegerische Japan der Samurai, die modern; Kriegstechnik übernahm, so übernahmen die unterdrückter. Völker des Ostens Wesen und Begriff des ihnen bis dahin unbekannten Nationalismus nkz.idr-ntalcr Kategorie. Dieser rirop.uYch-iudische Nationalitätsbegriff war ein Ergebnis, das die englische Bürokratie in Indien keineswegs erwartet hatte. Der endgültigen Erledigung des englischen Einflusses, d;e für Carthill bereits gegeben ist, ging dessen schrittweise aber unaufhaltsame Zersetzung voran. Der indische Geist, der bis zu einem gewissen Zeitpunkt primär bestrebt war, trauszendantale Werte zu realisieren, begann mählich auch recht innerwcltlichc Werte, politische Werte in seinen Krr» zu ziehen, (wohl, weil auch sie letzten Ende:? eines metaphysischen Untergrundes nie und nimmer entbehrten.) „Bande Mataram", (Ich grüße die Mutter), wird zum Gruß, zum patriotischen Hymnus, die schreckliche Göttin Durga. die liebliehe l.akshmi wird zur Mutier Indiens, die in baldiger Zukunft als Räjaräjcsshvari über die Feinde siegen wird, (eine übrigens überaus interessante rcligionspsvcliologische Erscheinung dieses Jahrhunderts), und die immanente Religiosität der östlichen Seele wird zu einer Religiosität des Kampfes um die Befreiung. Machtlos stand England dieser Entwicklung gegenüber. Verfehlte Versuche, unabwendbare, zwangsläufige Ereignisse durch Gewalt m erdrücken (es sei nur au das Blutbad von Amrilsar oder an die Einkerkerung des Mahatma erinnert), Vcrwaltungs„rcformcu" und andere aus der Furcht, die Vorherrschaft in Asien zu verlieren, geborene Manifestationen der Unzulänglichkeit konnten die elementare Bewegung wohl hemmen nicht aber töten. Persönlichkeiten, wie sie kein anderes Volk in diesen Tagen kennt, Peisöiilichkeiten von rcslloM-r Hingabc an die Z'1^ Sache, wie Gandhi (auf manche Parallele unseres Gordos zum Mahatma sei nebenbei hingewiesen!) traten auf und - „mit der künftigen Geschichte Indiens wird England nichts mehr zu schaffen haben." Dieses Buch, aus dem dieser Satz genommen i*t. das Buch des Mannes, der sieh Carthill nennt, ist ein lehrreiches Buch, Fs ist aber auch, bedenkt man. daß der Auw? ein Engländer in der höchsten sozialen wie politischen Position war. ein unerhört freimütiges Dokument. Wenn man nun noch erfährt, daß dieser Carthill kein Anderer war als der jung>'" verstorbene Lord Curzon, um die Jahrhundertwende Vizekönig von Indien, dann wird man diesen überaus skep!>^ betrachteten Abschnitt englischer Geschichte, in dem S.it/e vorkommen wie „Es ist eine altgewohnte Politik England«- seine Freunde, seinen Feinden aufzuopfern", mit besonderes anteilnchmendcn Interesse lesen. Eugen Hoc Hieb I burh-, ■ Verb: :.; einte« *.<V: lu 1 <l haltet. Prof« Kln^ AbCH' (; j New» 1 Iritis*! Verla I Orani | b\ Anfiii Förth rr.ögli arbeitj K. J.' , Der lese High ComnisMoicr im Rolhsehild-Sospüi! Jerusalem. (P.C.) Am 10. September besuch'.'* neue High Commissloncr mit seiner Gemahlin in Begibt des Major Brook das Rothschild Hospital. Die Gä«tc 'u'.:rd^ von Miß Szold, der Vorsitzenden der al idassah-Orgar.i"-*,-i'"" Dr. Salkind, dem leitenden Arzt und Miß Kaplan, der Leiter " der Schwesternschule, empfangen. Colone! Kisch strlüc rii: Beamten vor. Lord und Ladv Plumcr besuchten alle V" teilungen des Hospitals, auch'das Röntgcn-institut und d: Laoratoricn. VertrauenslsyS® d©s E£@r@ra-'KsuGfiaaSE?! W@ransfalf©t-KaarofibsaEsiniluitgen, s®K^of & Zentral© ysnoeli^ei^ €Hi@ ^©sgfetiascli@tiafesp©eid©^l tu-w' ['iri.niii.iiüi.v.i ff,;:^;j' „.:■ ' TT.. ::T~Tiar~r;.r::.; ~~ -r.v —r~:zZZJ land,' disch( den r.iuui i des 1,: tembi 1 Frau; Her C | £CSCh ( straß 1 zeit: t"ff V1 peger; "■' ' L i Dr. - einen; pend' stand ' KE Ii Zenti1 A eine P^nr; Harzf. (iiiidN 1) Pole: ~, ..D IJiC \ vcrpflj Sic h. welch. pewiä Pr. v* :im i: j-'e:. V Uidc