Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 66 (21.8.1925)
- Date
- 1925-08-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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nsa Emzcte&TTtntcr 0^5 G3ldmszk~ -ic—jr i! ~AJ! > ■ v\ i L±J Vl-J v. r i n cp^n , (io0 und Verlag W 15. Mcinekeatraße 10. Erscheint £j piensUÄ «nd FreiUg. Bciugsprcis bei der Expedition | Anzeigen-Verwaltung >3{licb 1.85 GoldWk« Vierteljährlich 5.25 Goldmark. | Jüdisch«RundschauG.m.b.H., BerlinW15. Meinekeslr. 10 '°lbo«»«'«°u WMti"1 " 6mr «Imcl»cn Under b«r.d,n.L g Telephon: Amt Bismarck 7165-70. aaCM-.^aai.m in r,r .. i ,w-m'*.i'.' " "-Y|ii-JP-riiT'JiH t; / B UV -»4 inn <Ä/%r? 8 Anl*iienPr*1,,82««P«1'-Nooi>«r«Jllex«a«0.<0G^M.SUU«nS«tocl>«0,20G.-M. DCriin, ZI. VUI« 1925 | Anx.lji.n.clilufl« Di«n.t.fi und FreU.fi o«ehmltUtf 4 Uhr. Telephon: Bismark 7165-70. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392. Ffif Oeatrrrdchi PottiParlcaairnarat Wien. Konto Nr. 116030. FOrTacliachonlowakclt Potlnparkaiisenamt Vrut. Konto Nr. .VJ4NX Für Polani Po»Uj>arka«»ena«il Warachao. Konto Nr. 190708. Redaktionsschluß Sonntag and Mittwoch nachmittag. rrsin frhx 'x § xxx.Jaixrg. :f noitigw1"^ erstrebt fOr das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich - rechtlich gesichorten Heimstätte In Palästina. „Baseler Programm.** TT% o& /f»/f ne k^mm mm® dies E^onn^iresses r Die Eröffnungssitzung j Von unserem Berichterstatter. ] Wien, 18. August.!:ffl festlich geschmückten Saal des Konzerthauses wurde i Kongreß Dienstag, den 18. August, 7 Uhr abend eröffnet. "Exekutive, die geführt von Dr. Weizmann und Herrn 0]Ov', die Estrade betrat, wurde von der Versammlung \iclit cndcr.wollendcn enthusiastischen Kundgebungen bc- , [)\c Exekutive, d.is Aktions-Comite und die Ehren- . nehmen auf dem Podium Platz, die Diplomatcnlogen -cfiillt. Interessant sind die besonderen Ovationen, die die '■■der der einzelnen Länder erhalten. Polen wird bc- :>r5 von den polnischen Delegierten akklamicrt. Die i'afchoslowakci erhält besonderen Applaus, offenbar i ::nkbare Erinnening an den ungestörten Verlauf der Karls-;'f Kongresse. Das vollzählige Erscheinen des diploma- Corps ist auch eine bemerkenswerte Reaktion auf die <;c des Wiener Pöbels..; \«it drei Hammerschlägen eröffnet Dr. Wcizmann den -:rrß. Wcizmanns Rede;dieser Stunde ernster Sammlung vor neuer Arbeit an uns teuren Werke heiße ich alle Delegierten und Gäste!:s herzlichste willkommen. Es ist mir eine Ehre, als Prä- -: der Zionistischen Organisation die Regierung der j b I i k Oester reich zu begrüßen. Wir danken ihnen, Bundesminister, aufrichtig für die Gastfreundschaft, die Regierung unserer Weltorganisation in dieser schönen gewährt, mit der sich für uns große unvergängliche Er- -,n» verbindet. Von hier hat Theodor Herzl seinen Ruf \ jüdische Volk ergehen lassen. Von hier zog die pro ■ -:hc Botschaft seines „Judenstaats" zu den versprengten -cn, hier wirkte er schaffend und leidend zugleich in der;cn Eile gedrängter Jahre, und es ist hier, wo ein;;uer Stein, aber umweht von Unsterblichkeit, Kunde gibt ■ einer einzigartigen Sendung und viel zu frühen Voll-; „Line Sache des Friedens und der menschlichen Gesittung" :e Theodor Herzl unser Werk zu nennen, und so empfand In diesem Geiste sind wir hierhergekommen, und wir . sicher, daß die Bevölkerung und die Regierung dieses ' •'S das ja die Bedeutung friedvoller und freundlicher internier Bande kennt, diesen Geist und, was aus ihm an :m und Leistung entspringt, zu würdigen wissen wird, 'i'aufrichtiger Herzlichkeit begrüßen wir die Vertreter der ^litischcn Kultusgcmcindc Wien und der fh-jüdischen Gemeinde dieser Stadt, denen wir unsere •'"fliehen Grüße entbieten. ist mir eine Auszeichnung, auch die Vertreter der auswärtigen Regierungen rnmen zu heißen, vor allem den Vertreter Groß- "•anniens (Stürmischer, lang anhaltender Beifall) als ""•xcn Macht, die das Mandat des Völkerbundes für die Mitling Palästinas auf sich genommen hat. Es ist nicht w Erfüllung meiner Pflicht, wenn ich bei dieser Gc- |(';| im Namen der Jewish Ageney den Repräsentanten ^»d.itarmacht bitte, den Ausdruck unserer Dankbarkeit •Alling entgegenzunehmen. 'Wir sind uns voll bewußt '[*' dauernden Verpflichtung gegenüber Großbritannien ^ben Vertrauen in die Fortdauer seines guten Willens. . Cr erhabenen Aufgabe, "welche Großbritannien in Pa- 3 übernommen hat, kann es unserer loyalen und harmo- Mitarbeit in vollem Ausmaße unserer Kräfte gewiß , ^ir wissen voll zu würdigen, daß die Mandatarmacht Ucbcrnahme des Mandats zugleich eine große Vereng auf sich genommen hat. Wir sind uns aber auch ■> yoll bewußt, daß diese Aufgabe in steigendem Maße .' 'J'c Aufbauarbeit erleichtert wird, die in Pa- . 1Intcr den Auspizien der Jcwish Agcncy vor sich geht. . ^' Jahr wächst Umfang und Größe der jüdischen ,5 in Palästina und wir bezweifeln nicht, daß die -!3rmncht durch eine großzügige Intcquetation des Man- .^raur antworten wird. Wir sind überzeugt, daß die .'^'K des jüdisch-nationalen Heims nicht nur den Beginn ^:icn glücklicheren Aera im Leben des jüdischen Volkes ,;v1 Jet, sondern auch zur Ehre der Mandatar- \-1 "nd zum Vorteile der Menschheit. beitragen wird. . '^ großer Genugtuung heiße ich auch die Vertreter der cn atcn willkommen: ihre Exzellenzen die Herren Ge-;c Konsuln: den Vertreter der Republik Ar genrv. s- Exz. den Gesandten des Königs der Belgier, (Jen Gesandten des Königs von Bulgarien, den; ir des Königs von Dänemark, S. Exz. d. a. o. Ges. Min. der Republik Frankreich (Großer Beifall), j s 'r' o. Ges. u. bcv. Min. der Republik Griechcn- ''f 1 da- °- Ges. ubcv- M'ndes Königsrcichs der 'Vn ,ndc. s- Ex7da- °- Oes. u. bcv. Min. der Rcd r°o n (Großer Beifall), S. Exz. d. a. o. Ges. u. bcv. .^publik Portugal, S.-Exz. den Vertreter des Jesu-" Reiches, S. Exz. d. a. o. Ges. u. bev. •*air- 1 £s v- Rumänien, den Vertreter der Tschechoi. GVSc"cn Republik (Großer Beifall), b. Exz. d. ^tp*" Und ocv- M'n- Sr. Maj. d. Königs der Serben,;«{S n u"d Slovcncn, den Vertreter der United i. den r America (Stürmischer, langanhajtcndcr Bci- ^cncralkommissär des Völkerbundes in Oester- DaßclT,n Dr, Zimmermann, s UfV,r 80 v»c,e Rcgicrunffcn als unsere Oäste feiern dtn LUns neben der hohen Ehre auch ein Zeichen n £knd, den unsere Bewegung — achtundzwanzig >' ihren bescheidenen Anfängen — gewonnen hat. q * die erste, vielleicht nicht zu große, aber doch ^"PPc der Pioniere festen?aiÜ im Lande der Verheißung und Bestimmung gefaßt. Schon ist der Kern einer Gemeinschaft geformt. Und wenn wir uns auch nicht so überheben wollen, daß wir Distanz und Proportion aus den Augen verlieren — schon sind wir — und Sic, hochgeehrte Vertreter von Regierungen, bekunden es durch ihre Anwesenheit, ein werdendes Glied der Völkerfamllic, dessen Heimstätte durch den Bund der Nationen betreut wird, der Völkcrfamilic, in die wir nach harter, langer Unterbrechung friedvoll und würdig in hoffentlich nicht zu langer Zeit einziehen wollen. Schon war es uns vergönnt, und vor kurzem erst, in Vorausahnung dieses Glücksgcfühls auszukosten, das so einfach und doch für uns fast wie ein Wunder ist, das Gefühl, ein Volk zu sein. . Für einige Tage waren die, denen es vergönnt war, der Eröffnung der hebräischen Universität auf dem Berg Skopus beizuwohnen, die geadelt war durch die. geistige Führerschaft des großen Staatsmannes und großen Freundes unseres Volkes, Lord Bai four (Stürmischer F'.oif;dl)( durch die Teilnahme einer erlesenen Vertretcrschalt der Kulturnationcn der Welt an dem .schönsten Werk der Schöpferkraft eines Volkes, seiner geistigen 1 lochstätte, — für einige Tage waren wir die beglückten Vorläufer einer Generation, die nach uns kommen wird. Sic wird als sicheres Bewußtsein, als natürliche Kraft in sich tragen, w.is für uns noch immer Ziel idealen Strebens ist, wenn es auch schon unter unseren Augen und unter unserer Arbeit Gestalt annimmt. Geehrter Kongreß! Wir werden uns Rechenschaft zu geben haben darüber, war» wir in den zwei Jahren seit unserem letzten Kongreß erstrebt, geschaffen und erfahren haben. Und noch mehr werden wir uns zu sagen haben und einander zu beraten haben über das, was vor uns liegt. In der Ucbereinstimmuug oder in freimütigem Willerstreit der Meinungen wird wahrscheinlich mehr als von Errungenschaften und Erfolgen die Rede sein von Verantwortung, Mühen, Sorgen und auch von Fehlschlagen da und dort. Denn es ist ein Unternehmen . von vielverschlungenen Schwierigkeiten, schwer wie nur irgend eines war, vor das Not und Hoffnung, Wagemut und Enthusiasmus Menschen gestellt hat. Eben darum ziemt es sich vielleicht in dieser Stunde m unvoreingenommener Rückschau uns selbst zu bezeugen, daß unsere Hingabc des Besten, das wir in uns tragen, nicht ungesegnet geblieben ist. Es waren zwei Jahre einer deutlichen Befestigung im Lande und einer stetig gesteigerten Ausdehnung unseres Wcrtbestandes 3n Menschen, Dingen und bewegenden Kräften. Der Redner schildert sodann die Entwicklung der letzten zwei Jahre in Palästina, die verstärkte Einwanderung und Arbeit der Pioniere, die wachsende Entwicklung der uiUionalcii Fonds, und schließt mit den Worten: So können wir auf die vergangenen beiden Jahre nicht ohne Genugtuung zurückblicken, wenngleich unser Verlangen nach großer und schneller Leistung, wenngleich Selbstkritik und Kritik der anderen uns leicht bewahren werden vor jeder Selbstzufriedenheit. Was aber geschaffen wurde, die bisherige Leistung ist aus dem Zusammenwirken ^zweier Faktoren erwachsen: Der Zionistischen Bewegung, deren stärkster und klarster Ausdruck unsere Zionistische Organisation ist, und des schöpferischen Jischuw in Ercz Israel. Der Kongreß wird der Organisation neue Kraft und neue Impulse zu geben haben, diese Organisation, die Großes geleistet hat und noch zu großen Leistungen berufen ist. Der Kongreß wird auch dem Jischuw zu geben haben, was ihm gebührt: rückhaltlose Stütze und Vertrauen, das Vertrauen einer Organisation, die sein Werk liebevoll miterlebt und seinen Arbeitsanteil zu würdigen weiß. Ich erkläre den 14. Zionistcnkongreß für eröffnet. (Tosender Beifall.) # Hierauf erteilt Dr. Wcizmann das Wort an Nahum Sokolow Sokolow gibt in gedrängter Kürze in hebräischer Sprache wiederholt von Beifall unterbrochen, eine Würdigung des Kongresses. Dem M. Kongreß soll der Stempel der Verwirklichung aufgedrückt sein. Er ist der erste nach dem bedeutenden Aufschwung der Einwanderung nach Erez Israel, der „Kongreß der Alijah". Wir kommen zu diesem Kongreß mit einer auf das Doppelte vermehrten Judenzahl in Ere/.-Israel gegenüber der Zahl nach dem Kriege — ein Zuwachs, dessen qualitativer Wert den quantitativen um vieles übertrifft. Wir treten vor den Kongreß mit neuen landwirtschaftlichen Positionen, Moschawim und Kwuzoth, mit ihrem fortwirkenden und sich weit verzweigenden nach neuen Wegen suchendem Leben; mit dem kolossalen Wachstum von Tcl-Awiw, mit Hadar Hakarmcl und anderen neueren Vorsfädtcn und Anfängen von Gartenstädten, mit landwirtschaftlichen Versuchsstationen und mit Aufforstungsarbeit, die ungezählte neue Schößlinge in die magere Erde pflanzt. Der Mittelstand, der einen so breiten Raum in der neuen Alijah einnimmt und der sich nicht nur mit den bisher im Aufbauwerk tätigen Kräften vereinigen und in alle Wirtschaftszweige des Jischuw sich einfügen soll, soll auch neue Arbeitsformen schaffen. Wir kommen mit Neuschönfungcn, die der jüdische Arbeiter mit Hilfe des Kcrcn Hajcssod im Emck und in allen Teilen des Landes hervorgebracht hat, mit dem Erzichuugswcrk, den Bausteinen unseres nationalen Baues, dem Aufschwung unserer Sprache, der einzigen Festung zur Sicherung des nationalen Nachwuchses, die erweitert und ausgebaut werden muß; mit dem Technikum und mit de«- Universität1 Die starke Vertretung unserer palästinensischen Freunde, die wir in noch nie dagewesener Zahl auf diesem Kongreß zu begrüßen das Glück haben, ist ein Spiegel des Fortschritts im Aufbau unseres Landes. Die große Zahl unserer Freunde aus Amerika, die am Kongreß teilnehmen, ist ein deutliches Zeichen für die Beteiligung unseres gesamten Volkes am Aufbau unseres nationalen Heims. Innerhalb der leidenden Menschheit, die nach Aufbau des Zerstörten und nach Erneuerung ihres Lebens strebt, steht das jüdische Volk, das lebt und einen Weg zeigt, den Weg der Gerechtigkeit, des Friedens und der heroischen Arbeit. Erfüllt vom Geist der Bibel, dem Zeugnis seiner Geburt, ausgerüstet mit Pflug und Mauerkelle, gestützt auf sein historisches Recht steigt es herab in das fordantnl, um Sümpfe trocken zu legen und steigt herauf auf den Skopusberg, um seinem Geiste eine Festung zu erbauen. Alles was es schafft und erneuert, ist die Verwirklichung der Idee der Gerechtigkeit und des Friedens, Form und Inhalt seiner Lebensanschauung. Die Erlösung eines Volkes ist kein politischer oder territorialer und kein mechanischer Prozeß, sie ist etwas Erhabenes, ein Heiligtum. Die Auferstehung in Erc/.-Isracl ist in erster Linie von der Wiederbelebung und von der Erneuerung des Volkes abhängig. Und diese beginnt mit der sittlichen Erneuerung der Eiuzelpersönlichkcilen. Der Zionismus ist seinem innerstem Wesen nach eine sittliche Bewegung, eine geistige Bewegung, für den Einzelnen und für das Volk. Viele große und schwierige Fragen harren ihrer Beantwortung durch den Kongreß. Die Ansichten über Taktik und Details sind verschieden. Der Zionismus hat längst aufgehört, eine romantische Sehnsucht zu sein, die weder Grenzen noch Hindernisse kennt. Er ist eine Aufbaubewegung geworden mit bestimmt uinrissencn, wohlbegründeten und in einem hohen Ziel gipfelnden Schaffen. Wir sind sicher, daß der 14. Kongreß, der Alijahkongreß, mithelfen wird, zur Verstärkung der Einwanderung nach Ercz-Israel und erhebend wirken wird auf den Geist der Zionistischen Organisation- und des jüdischen Volkes. (Stürmischer Beifall.) Es folgen die Begrünungen Zunächst erhält das Wort der Bundesminister R e s c h der in Vertretung des verhinderten 'Bundeskanzlers Ramek dem .Kongreß die besten Wünsche der österreichischen. Re gierung überbringt. Sodann spricht Dr. Pick als Präsident der Isr. Kultus-Gemeinde, David Jellin 'als Präsident de* Waad leumi und Dr. Jakob Ehrlich als Präsident der Zionistischen Landcs-Organisation Oesterreichs. Dr. Ehrlich betont, die auswärtigen Delegierten und Gäste mögen sich kein falsches Bild von Wien machen, das eine alte Kulturstadt ist und nicht nach dem Geschrei einiger irregeleiteter Leute auf der Straße beurteilt werden darf. ' Hierauf erteilt Dr. Wcizmann das Wort dem Präsidenten des A.-C, Oberr abbin er Dr. Chajc» der, lebhaft akklamicrt, das Wort nimmt zu einem groß an-' gelegten Vortrag über „ZionismusalsWeltproble m". Wien, 19. August. (Telegramm der „Jüdischen Rundscha u".) Zum Präsidenten des Kongresses wurde Nahum Sokolow gewählt. Zu Vizepräsidenten: Ussischkin, Rabbi Mcir Berlin, Dr. Arthur Hantke, Stephan S. Wise, Dr. Levitc, Farbstein, Dr. Klumel. Zu Schriftführern: Dr. Ehrlich, Dr. Steiger, David Ycllin. Hierauf tritt der Kongreß in die Verhandlungen ein. Dr. Wcizmann und Sokolow erstatten die politischen Referatc. - Wcizmann betont, daß der Kongreß die A g c n c y- Politik fortsetzen müsse. In der Nachmittags-Sitzung begründet Dr. H a I p e r n die bekannten Thesen des Wirtschaftsrates. Sodann legt Dr. Ruppin den Plan einer großen Anleihe vor. Gleichzeitig kündigt er die Nicdcrlegung seines Amtes an. Er ist Gegenstand herzlicher Ovationen der Linken und der ' deutschen Landsmannschaft. Es folgen die Referate von Kaplansky und S 0 s k f n. Donnerstag beginnt die Generaldebatte. Koagreßvfracstallongcn Sonntag, den 16. d. M., wurde die Palästina- Ausstellung eröffnet. Es wurden dabei die üblichen Reden gehalten, und zwar sprachen Dr. Chajcs, Dr. Wcizmann, Dr. Soskin (für das Ausstcliungskonutcc). Dr. II a 1 p c r n (Wirtschaitsrat) und Dr. A r I o s 0 r 0 f t (Arbeiterorganisation). Hierauf folgte ein Rundgang durch die Ausstellung. Ucbcr die Ausstellung selbst wird zu sprechen noch Gelegenheit sein. Montag, den 17. d. M., fand ein feierlicher Begrüßungsabend der österreichischen Landcscrganisation statt. Der Andrang war sehr groß. Die Versammlung, bei der Wcizmann und Sokolow redeten, nahm einen festlichen und würdigen Verlauf.