Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 63 (11.8.1925)
- Date
- 1925-08-11
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 544 JUEDISCHE RUNDSCHAU gut und modern eingerichteten jüdischen Hotels. Ohne diese st eine Touristik fast ausgeschlossen. Es braucht nicht erst, resagt zu werden, daH die Touristik eine der wichtigsten Ernährungsqucilcn für den bereits existierenden Jischuw und ein wichtiger Hebel für seine Erweiterung ist. Um diesem Mangel abzuhelfen, wurdq von der Kchiliath Zion eine Tochtergesellschaft zwecks Hotclbau Ins Leben gerufen. — Dies« Gesellschaft hat mit Beteiligung von privatem Kapital einen Platz an der Ecke der King-Gcorgc und Bcn-Jchuda- Straßc in Jerusalem gekauft und baut dort ein großes, für 200 Zimmer berechnetes Hotel. In dieses Unternehmen sind zirka SO 000 £ investiert worden. Die Tätigkeit der Palesliae Building Co. LtdMeshek" Die „Mcshek" Palestine Building Co. Ltd. wurde in Ercz-lsracl am 12. November 1923 als eine Gesellschaft m. b. H. gegründet. Ihre Legalisierung wurde in der offiziellen Zeitung der E. J. Regierung Nr. 1)0 vom 1. Januar 1025 veröffentlicht. Die Zentrale befindet sich in Tel-Awiw, außerdem sind Abteilungen in Berlin, als europäische Zentralstelle, Warschau, Kowuo. Riga, sowie Veitictungcn f.isl in allen wichtigen europäischen jüdischen Zentren. Die Leitung der Zentrale in Paliistina liegt in den Händen der Herren Markus Sachs, Ing. Efraim Kuccnock, Architekt Sajomon Gcpstein und Joseph Adler. Leiter der Berliner Abteilung ist Dr. Julius Brutzkus, der Warschauer stehen die Herren Isaak Kahanow und Dr. Klumel als Direktoren der Gesell*luft vor. Das Gründungskapital der Gesellschaft „Mcshek" besteht aus £ 22000.—, welches in der nächsten Zeit auf £ 50 000.— erweitert werden wird. Der „Mcshek" hat den gesamten Apparat der P. L. D. C. im Auslände übernommen und erweitert, so daß er zur Zeit als alleinige Vertretung die Böden der P. L. D. C. im Auslände verkauft und die Forderungen derselben einzieht. Der „Mcshek" wurde von Zionismen gegründet und unterstellt sich freiwillig der Kontrolle der Zionistischen Organisation. Die Tätigkeit der Ges. „Mcshek" umfaßt im Laufe der anderthalben Jahre folgende Arbeitsgebiete: 1. Boden kauf und Verkauf. Die Gesellschaft „Mcshek" kauft selber keinen Boden in E. J., sondern übernimmt nur denjenigen, welchen die P. L. D. C kauft und w e 1 c h c n d e r J. N. F. nichtfürsich beansprucht. In dieser Beziehung arbeitet der „Mc.-.hek" Hand in Hand mit der American Zion Commonwealth und dem I. N. F. Dadurch ist es möglich geworden, den Bodenkauf der P. L. D. C. weit über die Kaufmöglichkeiten des J. N. I'. auszudehnen. Währemi man - Moll auf die Mittel de* J.N.F. angewiesen — nur ca. <>5 0()0i> Dunam E. J. Bodms hätte kaufen können, hat der „Mcshek" außerdem, zusammen mit der ..Kehiliath Zion", mehr wie das I>op|):lte dieser Hache in jüdische Hände gebracht. Der „Mcshek" hat bei der P. L. D. C. folgende Böden gekauft: 1. 16 000 Dunam Afulch (gemeinsamer Kauf mit „Kehiliath Zion) 2. 1000O „ Shunam bei Merchawiah 3. 26000 „ Ch«.-,bag-Chartije-Sheik Abrcig 4. : 4H „ Pardeß-Bodcn bei Pctach-Tikwah b. 4 400 „ Boden am Kishon Ferner wurden In der letzten Zeit noch ca. 60 000 Dunam im Emck Jcsrecl gekauft, davon ca. 40 000 unter Beteiligung verschiedener Gesellschaften sowie der Kchiliath Zion und des j. n. r. Was städtischen Boden anbetrifft, hasich die Gcsellschaf. „Mcshek" auf diejenigen Käufe beschränkt, zu denen sie von ihren im Auslande wohnenden Klienten gedrängt wurde. So kaufte sie in Tel-Awiw 56 Dunam Boden (Rosch Tel-Awiw) und ca. 350 Dunam in Haifa. Sc. -t begnügte sich die Gesellschaft „Mcshek" bloß mit dem Verkauf derjenigen Böden in Jerusalem (Rcchawiai und in Haifa (am Hadar-lfakarmcl, sowie am Karmcl-hanuarawjmerkazi), welche ihr von der P. L. D. C. zum Verkauf übergeben wurden. — Diese ca. oQ0 Parzellen wurden meistens in Polen Deutschland, Litauen und Lettland verkauft. 2. Amelioration. Aufgabe der Ges. „Meshek" i>t es, den gekauften Boden ru sanieren, von Sümpfen zu befreien, We^e zu bauen, die Wasserversorgung zu regeln und den so ameliorierten Boden mit einem festen Programme dem Käufer zu übergeben. — Die Ausgaben für die Amelioration sind bereits im Preise enthalten. Die Hauptaufmcrksnmkeit der Gesellschaft richtet sich im jetzigen Momente auf die Arbeit in a) Afuleh, wo nach einem von Architekten Kaufmann angelegen Plane die zentrale Stadt de« Emek Jesrecl gebaut wird. Der Boden von Afulch wurde in landwirtschaftlichen und städtischen gcieilf. Dm landwirtschaftlichen, (6500 Dunam) hat die Ges. „Meshek" nach Amelioration an Gi'uppen von polnischen und deutschen Juden unter günstigen Zahlungsbedingungen verkauft. Unter den Betriff dor Amchorntion Tillen die Wasserversorgung, Sanierung und Wege, welche den Boden mit der Bahnstation Afuleh und der dort im Entstehen begriffenen jüdischen Stadt verbinden sollen. Zehn Prozent dieses Boden« wurde zum städtischen Boden einbezogen und für Wohnungen, Ställe «. '. . . tige Wirtschaftsgebäude der landwirtschaftlichen Siedler bestimmt. Ganz ...u in Palästina ist der planmäßige Bau einer jüdischen Stadt auf einem Punkte wie Afulch, welcher dank seiner geographischen Lage in der Mitte des Emck, am Knoienpunkte zweier Bahniinirn, im Mittelpunkte des gesamten jüdischen Jisehuws im Emck, für eine moderne Stadt prädestiniert ist. Es .ist ein Experiment, welches darauf ausgeht, eine Stadt in rein jüdischer Umgebung und ausschließlich auf ein jüdisches landwirtschaftliches Hinterland gestützt, zu bauen und dadurch dem jüdischen Rauer jener Gegend und dem zukünftigen Städter gesunde normale Verdienstmöglichkeiten im gegenseitigen ökonomiscr?n Verkehr zu schaffen. Die Gesellschaft „Meshek". welche 2650 Dunam von der Gesamtfläche der Stadt Afuleh (53O0 Dunam) besitzt, hat daher zusammen mit der Ges. „Kchiliath Zion" ein Aufbau-Programm entworfen, welches die Investierung erfordert. Um zu sehen, ob für den Bau einer Stadt in diesem Punkte cfn Interesse vorhanden ist, hat der „Mcshek" beschlossen, 200 Parzellen mit der Bedingung zu verkaufen, daß die Käufer sich verpflichten, im Laute der nächsten sechs Monate an» den Bau eines Hause» oder irgend eines Unternehmens heranzutreten. Das Experiment gelang, man mußte 2(':0 Parzellen verkaufen, deren Abnehmer sich verpflichteten, im Laufe der näch- Sien sechs Monate zu b.uun. -- Die lies. „Mcshek" erhielt 60 Aufträge auf Bau von Häusern, außerdem wird cii. großes Hotel, eine MüljJc, ebige Fabriken für Baumaterialien und einige Warenlager m den nächsten Monaten gebaut. Um diese Arbeiten zu beschleunigen, hat es die Ge*. „Mcshek" auf sich genommen. denjenigen, welche sofort vi t.c.» B.iu herantreten, einen Bau-Kredit zu verschaffen. b) Sh u n c in, 3'i km von Afuleh. Diesen Boden hat der „Mcshek" aineüorL-rt an einige Gruppen j,-........er Juden verkauft. Die Amclior.wion umfaßt Sanierung, Vcibindung durch eine Ciausse« mit Afuleh und eine zentrale Wasserver» »orcLT^äctcIlc. Die PgrzcLation ist btend.g;, der Bebauungsplan bc. : .;/t, die Ame|ior»tiQHS'Arbeiten im vollen Qange. c) Chasbag-'Chartijc-Sheik-Abrcigh (zus. 26O0w Dunam) hat eine durch Rabbi Taub aus labfonowa geführte Cliassidimgrupnc zur Kultivierung und Errichtung eines Moshaw-Owdim übernommen. — Dic^e Gruppe besorgt im Wege einer Ausnahme die Sanierung des bou-n:. und die restliche Amelioration mit eigenen Kräften. Diese Gruppe hat für die landwirtschaftliche Besiedlung E. J. eine ungeheure Bedeutung, schon weil sie beweist, daß die Kreise der jüdischen Kleinbürger zur Chaluziulh reif sind. Es ist dies ein Verdienst der polnischen „Mcshck"-Abtciluiig, die Kreise der Chassidim für die Palästina-Arbeit gewonnen zu haben. 3. Bautätigkeit. Außer der Bautätigkeit in Afulch, hat „Mcshek" für seine Klienten 12 Häuser in Tel-Awiw und 2 in Haifa gebaut, und für die Bauenden Kredit verschafft. In den letzten Tagen hat die Gesellschaft „Mcshek" mit den Bevollmächtigten der polnischen Gruppen, welche Boden in der Gebelia (.Süden Jaffas) gekauft haben, einen Vertrag wegen Vermessung des Bodens abgeschlossen. — Verhandlungen wegen Errichtung von Wegen, Wasserversorgung und Baues der ersten 100 Häuser sind im Wege. ~ 4. Pardcs-Pflanzung. SchiieC!i:h tritt die Gcsel'schaft „Mcshex" in der nächsten Zeit daran, inren Boden bei Pctaclifikwnh auf eigene Rechnung, sowie auf Rechnung ihrer Auftraggeber mit Orangen zu hepihnzeu. Die Pflanzungen, sowie che Was'iilnstil!ii:ninp.sarbeiten werden auf rein geschäftlicher Basis durch die besten Spezialisten L. J. ausgeführt werden. Als Prinzip für aile vorn „Meshek" übernommenen Ar-" beiten und Aufträge auf allen Gebieten &ein<r Tätigkeit gilt die jt'.Jischc Arbeit, wobei wir uns Mühe geben, die Käufer unserer Bou..; h.i <Ier Amelioration derselben zu br.-chäfügen. Wir verfolgen dabei den Zweck, die meistens aus kleinbürgerlichen Kru..cn stainiiUMiih n Käufer an ha<te phy?i.;clic Atbeit zu gewöhnen und durch Gewährung von Verdic'nstmoglichkcitcn ihre Besiedlung zu erleichtern. -- Die Bauarbeiten hat der „Mesock" bis heute di-ni „Solcl-Boneh" übergeben. Die 7-.!'.I der Klienten, für welche die Gesellschaft „Mcshek** Boden kauft oder denen sie Boden verkauft, Häuser baut, Kredite verschafft oder deren Auf1 rage er besorgt, erreicht die Zahl von 120(3. ~. Ls Sind Juden, denvi Vermögen zwischen 500—2000 C schwankt, in manchen Fällen auch diesen Betrag übersteigt. Dieses Vermögen unserer Klienten verstärkt aucn den Wert der Böden und das Kapital des „Meshek", bilden eine starke Kreditbasis für seine Kolonisntionsiätij;krif. Die l-nerp.ic der Juden, welche inr Schicksal mit unserer Bcsirdiungst;itii,'kcit verbinden wollen, ihr Glauben an den Erfolg ihrer Bemühungen sind Momente von noch unschätzbarem Werte. Auf diese materielle und moralische Kraft gestützt, wird der „Mcshek" versuchen, das Vertrauen der jüdischen und zionisti:c:..:i Ocffentlichkcit, sowie deren Un.cistützung für seine Kolonisr.tionstätigkcit zu gewinnen. Bericht des Jcwlsh Colonla! Trust Das Direktorium des Jcwish Colonial Trust legte dem Aufsichtsrat der Bank in d^r Sitzung vom 10. Juli folgenden Geschäftsbericht für das Jahr 1024 vor: Aus der Abrechnung des J. C. T. für das a:n 31. Dezember 1024 zu Lude gegangene Geschäftsjahr ergibt sich daß der Reingewinn für diese Periode £ 1j.Q'JO.OS.Oj betragen hat. gegen £ lj.K.S.01.07 im Jahre W2\ Hierzu ist zu bemerken, daß in dem Gewinn für das Jahr 1923 £ 7,'M'J.OO.ll enthalten sind, die der J. C. T. als Dividende für seinen Aktienbesitz an der Anglo-Palestine Company für das Jahr 1022 erhalten hat. Für das Jahr 1923 hat die A. P.C. eine Dividende nicht zur Verteilung gebracht, so daß der Gewinn des J.C. T. aus dem laufenden Geschäft sich gegen das Vorjahr um £ $,071.07.0*1 vermehrt hat. Dieses günstige Resultat ist auf eine Ausdehnung des Geschäftsumlanges in allen Abteilungen der Bank zurückzuführen Nur das Devisengeschäft hat im Zusammenhang mit der Stabilisierung der verschiedenen Währungen eine Einschränkungerfahren. Eine besonders erfreuliche Entwicklung hat das Dokumenten- und Inkassogeschäft mit den ehemals zum russischen Reich gehörenden Staaten genommen. Nicht nur wird der J.C.T. in stets steigendem Maße von den Banken in diesen Ländern in Anspruch genommen, sondern es kann auch festgestellt werden, daß sich erste Londoner Institute der Vermittlung des J.C. T. bei der Abwicklung der Geschäfte n.ich dem Osten bedienen. Was die Verwendung des diesjährigen Gewinnes anbetrifft, so wird das Direktorium der Generalversammlung vnjschlagen, in der Politik der Stärkung der inneren Situation der Banken fortzufahren und den Gewinn daher auch in diesem Jahre zur Abschreibung zweifelhafter Schulden aus den Vorjahren zu benutzen. Uebrr die Gesellschaften, an denen der J.C.T. beteiligt ist, ist folgendes zu berichten: 1. A n g I o - P a I c s t i 11 e Company. Die Angio-Palestinc Co. hat^im Zusammenhang mit der allgemeinen ungünstigen wirtschaftlichen Lage im Jahre 1023 in Palästina ein unbefriedigendes Resultat erzielt und eine Dividende, wie bereits erwähnt, nicht zur Verteilung gebracht. 2. Workcrs Bank. Das Institut entwickelt sich weiter befriedigend, hat aber, um sich möglichst zu konsolidieren, bisher eine Dividende nicht zur Verteilung gebracht, so daß auch für das Jahr 1023 der Aktienbesitz des J. C. T. ertraglos geblieben ist. 3. Pulest inc Electric Corporation. Die Jaffa Electric Company, deren sämtliche Aktien sich im Besitze der Palestine Electric Corporation befinden, zeigt eine sehr günstige Entwicklung. Die von der Palestine Electric Corporation direkt betriebenen Stationen in Haifa und 'Liberias sind vor kurzem eröffnet worden. Eine Dividende ist seitens der Palestine Electric Corporation bisher nicht zur Verteilung gelangt. Der J. C. T. hat also auf die von ihm in diesen palästinensischen Unternehmungen investierten sehr erheblichen Kapitalien für das Ergebnis des Jahres 1024 keinerlei Ertrag aufzuweisen. Er ficht aber der Zukunft dieser Gesellschaften, die für den Aufbau Palästinas von so ausschlaggebender Be. deutiing sind, mit vollem Vertrauen entgegen. 4. Lodzer Depositenbank. Die Geschäfte dieser Bank haben sich sowohl bei der Zentrale wie bei den Filialen in Warschan und Lemberg sehr erheblich ausgedehnt. Im jüdischen Geschäftslcben in Lodz spielt sie bereits eine bedeutende Rolle. Die Beteiligung des J.C.T. au diesem Institut hat ihm auch in diesem Jahre wieder einen sehr befriedigenden Gewinn abgeworfen. 5. J e w i s h Public Bank. Die Jewish Public Bank in Danzig muß, entsprechend den schwierigen Verhältnissen in Danzig, bei ihrer Ausdehnung eine besondere Vorsicht walten lassen. Das Ergebnis des Jahres 102t war befriedigend und es wurde seitens der Direktion die Verteilung einer Dividende vorgeschlagen, die aber dann auf Vorschlag des J.C.T. unterblieb, weil bei dem jungen Institut die Schaffung einer Reserve für zweckmäßiger gehalten wurde Die Politik des J.C.T., den Ausbau spezifisch jüdischer Banken in den verschiedenen Ländern durch GewÄhrung von Krediten zu fördern, wurde welter fortgesetzt und brachte auch in diesem Jahre bei allen diesen Instituten diirr 1 bcfrlcdigende Resultate. Es handelt sich dabei neben derV tralbank in Kowno, die, dank einer vorbildlichen Organ^.' sich eine erste Stellung unter den litauischen Banken erwr-; hat, um Aktien- und Genossenschaftsbanken in Litauen .! . land, Estland, Rumänien, Bulgarien, Jugoslavien und Gr;V j Und. ~" l Der J.C.T. bat endlich dem Kcrcn Ilajcssod und da:,f. in geringerem Umfang dem Jüdischen Natioualfoads t. i liehe Kredite gewährt, deren Rückzahlung stett'.f größter Pünktlichkeit erfolgte. In jüngster >f war es möglich, dem Kcrcn Hajcssod neben ej.k? direkten Kredit des J.C.T. ein langfristig Darlehen von Seiten einer Großbank Ur^; Garantie des J.C.T. zu beschaffen. t Beginn der Poait- Zionistischen WcUkonfcrccr Wien. (J.T.A.) Am 5. August brgaiiü im I rM;„ '■ Hotel „1W unter Beteiligung von bisher 35 Delegiert^ \ Paustüu, Polen, Amerika, Deutschland, Rumänien, Uestc,-« :. Argentinien, Litauen, Belgien und En^Und die siebente v . zionistische Weltkonfcrcnz. Ein Chor jüdischer Arbeitern-,^' l leitete die Eröffnungssitzung mit dem poalc ziori;,^ „Schwur-Licd" von An-ski ein, worauf der Pu Wcltveri-andes Poale Zion, Herr Kaplaiiiky, die r:; nungsrede hielt. Er besprach die allgemeine Wc'.tlage; [■ stellte fest, daß die Reaktion ihren Höhepunkt überschr.i; habe und der Weg des Proletariats aufwärts pchc. |n | Lage des jüdischen Volkes sei keine wesentliche Vcrandt:. , zu verzeichnen. Der politische und wirtschaftliche Drurl: ' den I ändern /wi.;rhcn Sowjet-Rußland und WcMcuroj,i : ••. schwer auf die jüdischen Massen. Die Entnati.maV.Mi7i»;--; jüdischen Volkes im ÜMcn werde mit allen Mitteln verv; | dies könne auch die sogenannte polnisch-jüdische Verst.,r,d: I nicht bemänteln, gegen die das jüdische Proletariat protev-f müsse. Der jüdische Mittelstand .sei ökonomisch /u r,r f gerichtet, und das berühre in starkem Maße auch die jüd t Arbeiterschaft. I Der Redner besprach dann das Problem der IV.asfo. f. Wanderung. Es bestehe die Tendenz der Ausschj tung der Arbeiterschaft als Paktor des Palästina-£ bans. Die Arbeiterschaft, ohne die der wirkliche Aufbau r| von statten gehen könne, werde den Anschlag abwehren;| Konferenz werde zu den Problemen des Internationalen J.-i listenkougresses und zu denen des Zionistcnko;)f;re-M s Sit jf nehmen müssen. i Hierauf wurde die Konferenz namens des Pai'tfivow-f der österreichischen Sozialdemokratie von Nationalst 11 schik begrülit. Ferner sind Begrüßungen von der britische:, beiterpartei, der Unabhängigen Arbeiterpartei England«,-; sozialistischen Parteien Deutschlands, Frankreichs, Be!- Schwcdens und der Schweiz eingetroffen. Von jüdischer beiterparteien sandten die Allgemeine Arbeiterorganisation': lästiua (Hisbdruth) und der Jüdische nationale Arbcitervcr! , Amerikas Begrüßungen. S. Juris hielt einen Nachruf für den verstorbenen p zionistisch l ührcr Amerikas Dr. N. Syrkin. Ben 7.w\\ lästina' hielt in hebräischer Sprache ein Referat über dielästinensische Einwanderung. — Die Konferenz wird bis Atifjunt tagen. Am ü. August begannen im Gebäude der Musik.ik.idr die meritorischen Beratungen. Bei der Wahl des Pr.i<;v.:. entwickelte sich eine lebhafte Gescbäftsordnunrr^dch.nttf, dem die palästinensischen Delegierten dem Vorschlag : Verb.-mdsbüros, ein Präsidium von vier Personen, dirir : den Palästinenser Ben Zwi, zu wählen, opponierten. : ' verlangten noch die Wahl des Palästinensers Ben Our- Die Wahl des Präsidiums wurde für die nächste Sit: vertagt. ~ Der Wahl Ben Gurions opponiert* in>br<cr/' Knplansky, dem Ben Gurion ,,zu bürgerlich" ist. Die P gierten der palästinensischen poale-zionistischen Partei „A duth-Awodah" reagierten auf Kaplanskys Darlcpun^r erregter Form und behielten sich eine StcIUiugn-' noch vor. Im Namen des Verbandsbüros erstattete Bcrl I.orden Tätigkeitsbericht. Die letzte Weltkonferenz ruhe!' das Verbandsbüro nicht genug ausgestattet, die finarui? Mittel waren gering. Die führenden Mitglieder seien ir auf Reisen gewesen, um die Konsolidierung der Bcwc;. zu bewirken, die seit der Spaltung im Jahre 1020 noch : ganz gesundete. Dar; Verbandsbüro habe alles get.n;, : Partei zu vereinheitlichen und Palästina in das Zentium : Denkens der poale-ziouistisehen Landesorg.misafionrr, rücken. Das poale-zionistischc Organ in deutscher Sp: „Der neue Weg", dessen Entstehen dem erfreulichen A wachsen der poale-zionistischen Rewcfs'; in Deutschland zu verdanken sei, tnge viel di/J'» dir po.ile-zioni'.tiseheu Losungen bei der Internationale " kannt zu machen. Die deutsche poale-.'ionistische I " _ Organisation sei die ein/ige, die innerlich konsolidiert i»t. ' konkrete Tätigkeit für Palästina sei vorwärts ge-chr;" Die poaIc-/ionhiischeu Einwanderer haben an Zahl betr: lieh zugenommen. Ein Teil der Chaluz-Bewegung habe1 der Poalc-Zion genähert. Eine ansehnliche Arbeit hnb' : Verbandsbüro hinsichtlich der Zusammenarbeit mit ar.de Arbeiterparteien auf dem Boden der Arbeiterbank und Palästiua-Arbeiter-Fonds trotr verschiedenerlei S-'hwieri^k: geleistet. Leider haben sich im „Komitee für das arbeite Ercz-lsracl", das aus Mitgliedern alier an Palästina ir' essierten Arbeitsparteictt bestehe, Reibungen ergeben,- der Aktivität ungeheuer schadeten. Herr Locker betrj die Notwendigkeit, neue Formen für eine Koordination £ Poale-Zion mit anderen jüdischen Arbcitcrgruppicrun^en/' Palästina-Aufbau zu finden. Die linken Poalc-Zion ^: bisher jede solche Koordination sabotiert. Die Fr.ige/' Vereinigung mit den linken Zeirc-Zion sei an der Spi-i:;', frage gescheitert, zu der die einzelnen poalc-ziomsti* Landesorganisationen keine einheitliche Stellung haben- \\ dem Xlv. Zionistcnkongrcß werden die Poalc-Zion in : Jcwish Ageucy-Fragc ihre bisherige Hnltun?v fechten. Hierauf erstattete Kaplans ky Beiicht über die p" tische Tätigkeit (Unterstützung der Lahour Party bei Parlamcntswahlcn, Forderungen und Informationen, die c Arbeitcrregicrung und der britischen Arbciterp;ir!.itncr fraktion unterbreitet wurden). Er stellte fest, daß diese/ andere sehr wichtige Arbeiten durch den Mangel an fr' zlcllcn Mitteln sehr erschwert wurden. Wiener Taanng der Jüdischen Wclthillskoniereni Paris. (J.T.A.) Die ordentliche Sit/ttn-j ü;, /..ntial::' der Jüdischen Welthilfskonferenz wird am" 13. August Wien (nicht wie anfangs geplant in Berlin) beginnen. * erwartet die Teilnahme von etwa 60 Vertretern der Hilfsor;3 | satloncn und der Gesellschaften für soziale Fürsorge in E^"" 1 In erster Reihe wird dem Zcntralrat die Erneuerung der H-j tätigkeit des Joint Distribution Committcc und die aus Tatsache zu erwartenden Konsequenzen beschäftigen, ferner " Organisierung: des Verbandes für soziale Hilfe tW Juden. - Schaffun; eines Zentrums für Hilfe an jüdische Kinder u *