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Jüdische Rundschau · 1925-07-24 · Heft 58 (24.7.1925) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 58 (24.7.1925)
Date
1925-07-24
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr 58 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 503 Der VorlSafer des Stciitrproiesses Lemberg. (J.T.A.) Am 20. Juli nachmittags wurde . f Angeklagte Kornhabcr vornommen. Er erzählte aus- (ü!irli:lC cr zu ^cr Bekanntschaft mit Mikictin kam. llikletiii war der Bräutigam seines Dienstmädchens, Lola Stein- Eines Tages — es war kurz nach dem mißlungenen Attentat auf den Präsidenten Wojcicchowski — crziihltc ihm Mikictin, er habe Beweise, daß nicht der lüde Steiger, sondern der ukrainische Terrorist Panciyszvn den Attentatsversuch gemacht habe. Er, Kornhabcr, fühlte sich daraufhin verpflichtet, mit Münz und dem Deputierten Rosmarin darüber zu sprechen, damit der Sache auf den Grund gegangen werde. Später wurde er verhaftet und Mikietin ihm als Belastungszeuge gegenüber gestellt. In seiner Gegenwart wurde. Mikictin durch den UntcrjuchuHgsiMitcr Rutka gegen die Juden aufgehetzt und 7u belastenden Aussagen ermutigt. Kornhabcr erklärt, cr jei durch Rutka so sehr gepeinigt worden, daß cr ein Todesurteil sich eher gewünscht hätte als weiter in den Händen Rutkas zu verbleiben. Auch das Dienstmädchen Lola Siein wurde vor den Untersuchungsrichter geladen, dort stand schon eine Dame bereit, die sie gegen die Juden aufhetzte und zu falschen Aussagen verleiten wollte. Nach Verlesung des Protokolls von Kornhabers früheren Aussagen vor dem Untersuchungsrichter stellt Kornhaber fest, daß einzelne Stellen des Protokolls direkt gefälscht sind. Minister Skrzynski in Amerika Der polnische Außenminister Skrzynski, dem zu Ehren der Präsident der Vereinigten Staaten, Coolidgc, ein Dejeuner gab, in dessen Verlauf eine'Aussprache über die europäischen Probleme stattfand, gewährte einem Vertreter der J. T. A. ein Interview über die Jüdisch-polnischen Beziehungen. Der Minister erklärte u. a., er sei uberzeugt, daß dank der. polnischjüdischen Verständigung der Antisemitismus in Polen merklich nachlassen werde; seiner Meinung nach sei die antisemitische Strömung ein Fehler. Auf die Frage des Interviewers, wodurch die Rechte der Juden in Polen garantiert sein würden, antwortete der Minister, daß diese Rechte den Juden nicht in Frage gestellt werden würden, solange sie an den vereinbarten Bestimmungen festhalten. Auf die Frage, warum die polnisch-jüdischen Vereinbarungen nicht dem Parlament vorgelegt wurden, um sie auf dem gesetzlichen Wege zu verankern, erwiderte Skrzynski, dies ändere nicht den Stand der Dinge; denn Recht und Gesetz seien elastisch und könnten verschieden ausgelegt werden. Ueber die Revision der Monopolkonzessionen, gegen; die die jüischen Dcpudticrtcn einen energischen Kampf gc- | führt haben, äußerte sich der Minister dahin* daß diese An-! edegenheit nicht bloß die Juden betreffe. AnswcisuaöSflelahr lüt 20000 iöilsche Flüchtlinge Warschau. (J. T. A.) Zwischen der polnischen und der ungarischen Regierung sind gegenwärtig Verhandlungen im Gange, die das Schicksal von etwa 20 000 jüdischen Flüchtlingen aus Galizicn, die sich zur Zeit der russischen; Invasion in Ungarn eine Zuflucht gesucht hatten, betreffen.!| Der weitaus größte Teil dieser Flüchtlinge wohnt bereits ij seit 1915 ununterbrochen in Ungarn und hat sich dort die wirt- >i schaftlichc Existenz reu aufgebaut. Die ungarische Rcgie- [: rung will diese zugewanderten Elemente zur Rückwanderung ji zwingen. Die polnische Regierung dagegen wünscht eine I. solche Massenrückwanderung von Juden nach Polfn zu ver- :, hindern. Die beiden jüdischen Handwerkerorganisationen «Polens haben eine gemeinsame Konferenz abgehalten und deu Zu- Mmmcnschluß vollzogen. Es wurde beschlossen, ein Zcntralbüro der vereinigten jüdischen Handwerker der Republik Polen tu schaffen. Rumänien ein antisemitischer Staat Bukarest. (J. T. A.) Großes Aufsehen erregt hier eine Nachricht aus Paris, dcrzufolge der Sekretär der Liga für Menschenrechte Henry Guernut, der vor einiger Zeit in Bukarest weilte und dessen Vortrag durch antisemitische Studenten verhindert worden war, sich in einem Artikel im „Qiintidicn" wie folgt äußert: „Rumänien ist c l n S t a a t, der in Wahrheit von deu Antisemiten beherrscht wird. Ministerpräsident Bralianu ist nur eine fifrur in den Händen der antisemitischen Drahtzieher." licRry Ford nnd die paläsHneasfscaen Araber Jerusalem. (J. T. A.) Wie die Palästinensische Tclc- Srsphcn-Agcntur erfährt, weilte In Palästina der Chefredakteur der amerikanischen antisemitischen Zeitung „Dcarbom Indcpendent", die bekanntlich von Henry Ford finanziert wird. Der Ford-Redakteur legte darauf Gewicht, daß seine Anwesenheit in der OcffcntIichkc.it nicht bemerkt werde. Mit Führern der palästinensischen Araber hielt er geheime ^sprechungen ab. Am 16. Juli begab cr sich von Palästina nach Damaskus. Die zionistische Bewegung ja Rußland Riga. (J.T.A.) Der jüdische Kommunist Sudarsky «lagt in der Charkower Zeitung Stern", daß die zionistische Bewegung in Rußland immer stärker j;crdc. Er schreibt: „Die zionistische Fahne ist jetzt für Jie jüdische Bourgeoisie Rußlands ein Symbol der Konzentration." Sudarsky meint, diese Konzentration soll nicht so srlir den Palästina-Aufbau als vielmehr dem Kampf gegen tiic Sowjetmacht dienen. Er fordert die jüdischen Kommunisten J. »»die Luft von diesen Mikroben zu reinigen und die jü- 2/cnc Arbeitcrmasse für den Kampf gegen den Zionismus zu Ziehen." Wien. (J-T.A.) Anläßlich Ücs 14. Zionistcnkongresses wird m Wien eine Tagung sämtlicher jüdischer Völkeroundljgcn unter Teilnahme von Vertretern des Gcneral- *c»rctariats der Internationalen Union und des „Comitc des?cJf Rations juives" staltfinden, die dem Ausbau dieser Organi-?a»iori dienen soll. Die Union der Völkcrbundügcn stellt 'piite das einzige internationale Forum dar, vor welches jü- Qitclie Fragen von gleichberechtigten jüdinchen Delegierten '"^ncht werden können.. d„ „Werk des Untersuchungsausschusses", das soeben in "cr ».Deutschen Verlagsgcsellschatt für Politik und Geschichte" .[schienen ist, wird zum ersten Mal die Zeugenauskunft des jwtfssekrctärs Paul v. Hintzc, des verantwortlichen Leiters «er deutschen Außenpolitik in den Monaten, als die Katastrophe ««« vorbereitete, Juü bis Oktober 1918. veröifcntgicbt Herr v. Hintzc berichtet über den denkwürdigen Krön rat des 14. August 1918, der von Wilhelm II. berufen worden war, um eine ungeschminkte Bilanz des Krieges zu ziehen. Herr v. Hintzc berichtet u. a.: „Für die Oberste Heeresleitung sprach General Ludendorff.... In meinen während des Kronrates gemachten Aufzeichnungen finde ich folgende Vermerke über 'seine Rede: 1. Lichnowsky: Zuchthaus. 2. Stellvertretende Kommandierende Generale und Kriegsminister müssen bessere Ordnung halten im Inlande, Generale sollen neue Ordre -erhalten; Zivilbehörden sollen mitwirken an Aufrechterhalteg der Staatsgewalt 3. Ersatz: Auskämmung, mehr Heranziehung des noch freien jungen Judentums. Ueber die Kriegslage: Kein Wort." Nun weiß man, warum Deutschland den Krieg verloren hatl Hätte man Ludendorffs Rat befolgt, Lichnowsky eingesperrt und da? junge Judentum ausgekämmt . . . dann wäre es wohl anders gekommen. E~7 mgre§~B<erl Auch dieses Mal wird — wie bei den letzten Kongressen — wieder ein vollständiger Verhandhingsberichi in der offiziellen Kongreß- Zeitung erscheinen. Der unterzeichnete Verleg hat eine grogc Auflage dieser Kongrcfj-Zcihmß fest bestellt, um das Zustandekommen der Kon^ref;- Zeitung mit zu ermöglichen. Wir richten an alle unsere Leser hierdurch die dringende Bitte, uns bei der Werbung von Abonnenten für die Kongrcfc-Zcitung zu unterstützen und sich nicht nur darauf zu beschranken, ein eigenes Abonnement aufzugeben. Wir sind auch dankbar für die Aufgabe von Adressen, an die wir uns direkt mit Abonneracntscinladunrtcn wenden können. Die Gebühren betragen für die vorgesehenen 15 Kongre&nuiximern Mk. 3.~ Verlag «Jüdische Rundschau'* Berlin W 15, McinckcsiraOc 10. Poitichecfckonio Berlin 17392. Zionistische Tagnnn In der Schweiz (Von unserem nw-Korrcspondcntcn.) Sonntag, den 12. Juli, fand in Bern der Djlegicrtentag des Schweizerischen Zionistenvcrhandcs statt. Er war aus allen Teilen des Landes gut besucht und verlief unter dem Präsidium von Dr. Julius Becker aus Genf harmonischer als die vorjährige Tagung, die Im Zeichen des Kampfes um den „Vorort'*, wie'man sich hier ausdrückt, d. h. um den Sit/ der l.andeslciiung, also um die Personen des Zentralkomitees stand. Dieses wurde Tür ein weiteres Jahr mit Dr. Steinmarder in Zürich als Vorsitzenden rn bloc wiedergewählt, ein Beweis, daß dir Dele^intm mit der Arbeit de -, Aktionsausschusses Im allgemeinen zufrieden waren. Nichtsdestoweniger verträgt der Schweizerische Zionismus trotz der überaus guten Natioualfondsarbeit durch S. L c w I n in St. Gallen und den Ergebnissen der Kercn Hajcssod-Aktion, die von Nationalrat Dr. Farbstein geführt wird, eine Intensivierung, die allerdings manchmal an der Gemächlichkeit der Ortsgruppen scheitert. Der Vormittag war durchaus den geschäftlichen Berichten gewidmet und zum Teil ausgefüllt durch ein mit großem Beifall aufgenommenes Referat von Adolf Pollak als Abgesandten de?. Hauptbüros des K'vcn Kajemcth, am Nachmittag wurde ausführlich über die politischen Fragen diskutiert, für welche ein Vortrag von Dr. Erich Marx, Redakteur des Israelitischen WochrnblalU.-s. ..Stel'ungii.ihmc zum M. Zionistcnkongreß" die Grundlage bildete. Die vorherrschende Stimmung unter den Zionisten In der Schweiz man'fcsticrt sich durch die glatte Aufnahme von uns bereitsim Auszug mitgeteilt). D. Red.) folgender Resolut km: „Der schweizerische Zkmistenlng ersucht den Kongreß 1. der Erweiterung der Jcwish Agcncy nur zuzustimmen, wenn Garantien gegeben sind, daß die nichtzionistischen Mitglieder, entsprechend den zionistischen Mitgliedern, einer Konlrollinstanz. veran'wortlieh sind und einer periodischen Neuwahl unterliegen; 2. von der Exekutive eine stärkere Betonung d~r Im Mandat festgelegten Rechte des judischen Volkes in Palästina zu verlangen." BeleiifsMcsmögHc&KcItea in Palästina Die Wirtsehaftsabtcilung des Paläslluaamtcs Berlin hat mit einigen Palästinaämtern das Abkommen getroffen, gegenseitig in der jüdischen Prrs.-.c Nachrichten über Verlegung von Betrieben nach Palästina zu veröffentlichen, bei denen sieh für Uebcrsiedhingslntcrosscnten die Möglichkeit einer Beteiligung bietet. Anfragen werden von der Wirtschaftsabtcllung des Palästinaamtes Berlin W 15 .McinckcstraBc 10 weiter geleitet. Nachstehend veröffentlichen wir die erste Mitteilung dieser Art, die uns vom Palästmanmt Czcrnowitz zuging: 1.) Ein jüdischer Druckereibesitzer, der auch eine Lifographie und eine Buchdruekerei in Czernowitz besitzt, will sein Unternehmen nach Palästina verlegen. Die Buchdrurkerci besteht aus: 4 Schnellpressen, 1 Setzmaschine, 1 Typograph.' 2 Tiegel-Maschinen, zirka SOOOkg. Schrift (Lettern- und Blei-Material, darunter W00 kg. hebräische Schrift), 1 Stereotypie, sowie vollständige Einrichtung. Die Lithographie besteht aus: 1 große Schnellpresse, 2 Hand- Pressen, sowie zirka 15 000 kg Stein (darunter viele Zeich« nungen). Die Buchbinderei b^st-ht aus: 1 große Schneidemaschine, 1 Perforiermaschine l Heftmaschine, T StanzmnjeMne. 1 Gummier- und Lackiermasehine. Außerdem vollständige Büro-Einrichtung. 2.) Wenn noch 1000 kg hebräische Schrift angeschafft werden könnte, sowie ein Satz für hebräl<ehe Matrizen für dir Setzma-.ehlne (da« Ganze ko-.tet zirka 2Y»0 Pfund), so Ist das Unternehmen der Lage, Tageszeitungen und Werke zu setzen und zu drucken. 3.) Für Beteiligung sind mindestens 2500 Pfund notwendig. Fachmann oder guter kaufmännischer Mitarbeiter erwünscht, jedoch nicht Bedingung. 4.) Nach eingeholten Informationen ä^B genannten Buchdruckrreibrsitzera kann das Unternehmen auf eine Rentabilität von 20 */« rechnen, 5.) Genannter Unternehmer Ist geneigt, auch mit anderen Interessenten einen hebräischen Verlag In Palästina ru gründen, wobei die Bctciiigunj entsprechend höher «ein muß. Die jüdische Kygiene-Aussicllüsa Ja Düsseldorf Am 8. fand In Düsseldorf eine Versammlung sämtlicher Mitarbeiter an der jüdischen Abteilung der großen Düsseldorfer Ausstellung für Gestiiidhcitspfh ge, soziale Fürsorge und Leibesübungen statt.- Tast alle Mitarbeiter aus Bcrlfn, aus ganz Deutschland und aus Deutsch-Oesterreich waren erschienen. Das Programm der Ausstellung und der Anteil der einzelnen Abteilungen (Rcligionsgcsetz, Jüdischer Stamm, Wohlfahrtsgflcge in Deutschland, Durchwanderung unJ Auswanderung, iedchmgen) wurden cndgiliig festgelegt. Außerdem wurden die Wege zur Aufbringung der großen Mittel, die die Ausstellung erfordert, besprochen. Slmcbat Torah-Ball der MX. und des ivKL Wir werden gebeten, Jetzt schon darauf hinzuweisen, daß die B.Z. V. und der Kerrn Kajemcth Lcjisrael die diesjährige Saison mit einem Sichat Torah-Ball am Sonntag, den 11. Oktober in den Ocscllschaftsräumcn des Esplanade eröffnen. Gottes'ilensl der BZV. sn den Hoben Feiertagen Die B.Z.V. wird in diesem Jahre genau wie im vorigen zusammen mit dem Berliner M i s r a c h i an den Hohen Feiertagen Gottesdienst in den Repräsentationsräumen der Z.V.f.D., Mcinckcstr. 10, stattfinden lassen. Kartenbestellungen sind an die B.Z.V. zu richten. Hierdurch wird bekanntgegeben, d,1ß weitere Anträge auT Zuteilung von Zertifikaten für das Halbjahr April Oktober 1925 nicht mehr angenommen werden. * Neuerdings eingehende Anträge werden erst im nächsten Halbjahr Oktober 1925 bis März 1926 berücksichtigt werden. Palästina-Amt. Für die Leitung der Steinbrucharbeiten bezw. der Stcin- Uarbcitungs-Industric in Palästina wird ein jüngerer Ingenieur gesucht, der einige Jahre praktische Erfahrungen in S'.einbrucharbeiten hat. Ein solcher Ingenieur würde von der Palär.tina-Exckutiviy die auf die Geschäftsführung der Industrie Einfluß hat, gern eingestellt. Bewerbungen sind an das Büro des deutschen Kcrcn Hajessod V/15 Mcinekcsfraßc 10 zu richten. Die Ortscmppcn Barmen. Die nationaljüdischc Jugend aus dem Rheinland und Westfalen ehrte den 20. Todestag Theodor Hcrzls durch eine gemeinsame Feier, die am 12. Juli in Leichlingen stattfand. Das Treffen war von ca. 250 Angehörigen der verschiedenen Bunde besucht. Erfreulich waren nicht nur manche Anzeichen, die auf frisches Leben und intensive Arbeit innerhalb der einzelnen Bünde schließen ließen, sondern auch vor allem der deutlich erkennbare Wille, über die menschlichen und ideologischen Differenzierungen hinaus wieder zu engerer persönlicher Fühlungnahme und stärkerer gegenseitiger Stützung in der Arbeit zu gelangen. Essen. . Am Sonntag, dem 12. Juli, fand in Essen, in den Räumen der neuen Börse eine FIcrzl-Gedenkfcier der gesamten Ortsgruppen des Industriegebiets sowie angrenzender Ortsgruppen statt. Die Feier sollte durch das ganztägige Beisammensein der Ebener und auswärtigen Gesinnungsgenossen zugleich den Charakter einer kleineu Tarung haben. Der hervorragende Besuch — es waren bei jeder Veranotaltung ungefähr -tOO Per:.onen anwesend — bewies, daß der Gedanke .dieser gemeinsamen Feier glücklich war. Die Gedenkrede . hielt Herr Justizrat Dr. B o d c n h c i m e r, Köln, der in kurzen Zügen die von ihm miterlebte Entwicklung des deutschen Zionismus und Herzls schilderte. Daran anschließend wies der Vorsitzende des Gruppenverbandes Rheinland-Westfalen, FIcrr Dr. Grüneberg, Elberfeld darauf hin, daß das Andenken an unseren Führer nur durch verstärkte zionistische Arbeit, d. h. Erhaltung seines Werkes in Ehren gehalten werden kann. Nachmittags wurde ein zwangloses Beisammensein der Gesinnungsgenossen in dem nur uns zur Verfügung stehenden Restaurant veranstaltet und nbnids sprach Herr Dr. Löwen stein, Berlin über die Probleme des 14. Kongresses. Auch der finanzielle Erfolg einer Baumspcndensammlung für den Hcrzl-Wald war gut. Stettin.. Am 11. Juli fand im Kreise unserer Ortsgruppe eine Hcrzlgcdenkfcier statt. Nach einem von Fi 1. Toni H i 11 e r gesprochenen Prolog und einem Gesangsvortrag von Herrn Kantor Rc.inowitz gedachte Dr. Dresel der gewaltigen Arbeit, durch die Theodor Herzl im Laufe weniger Jahre die Zionistische Organisation geschaffen und damit das Fundament für die Gcgenwartscrfolgc unserer Bewegung gelegt hat. Den Abschluß, der Feier bildeten ein besonderseindrucksvolles Violinsolo von Frau Erika Blume nthal, eine kurze Vorlesung aus Hcrzls Tagcbü.hcrn (von Herrn Dr. S.Cohn) an die Hatikwah. Bei. allen Teilnehmern hinterließ die würdige Feier einen guten Eindruck. Sport Bar-Kochba II. zepen Fichte Altstadt I. (1:0) (0:01 B. K. spielte überlegen, jedoch gelingt es der Mannschaft nicht. Infolge Versagen der Stürmer zu einem Erfolg zu kommen. Sturm 0 7 I. gegen Bar-Kochba I. (2:0) (1:0;. Sturm 07 spielte 3m Mittwoch auf eigenem Platz gegen B. K. 1. Es gab einen 2:0-Sieg der Sturmmannschaft. Befriedigen kann dieser Sieg nicht, denn beide Tore sind al» nicht einwandfrei zu betrachten. Bar-Kochba I. gegen richte Neue-Neustadt I. (4:1) (3:0). Am Sonntag, dem 19., standen sich genannte Mannschaften Im Gesellschaftsspiele gegenüber, das B. K. mit besserem Spiel verdient gewann. Jüdfschc Gemeinde. Freitag, den 24. Juli, in den Synagogen nach neuem Ritus abends 7 Uhr, in den Syn. nach altem Ritus abends 7x/3 Uhr. Sonnabend, den 25. Juli (Sabbat Ghnnon} morgens: Alte. Svn. SVj Uhr, Syn. KaUerMraße. Uykcstraßc, Pestalor/istraß^, Kottbuser Ufer und Munchener Straße 9 Uhr, Syn. nach neuem Ritus: Frühgottesdienst Uhr, Hauptgottesdienst 10 Uhr. Sabbat-Ausgang: 0,05 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Syn.: 7J/a Uhr, morgens: Syn. nach altem Rytus außer Syn. l'cstalozzistr.: 6ft Uhr, Syn. Pcstalozzistr. und Syn. nach neuem Ritus: 7 Uhr. Gottesdienst am Mittwoch, 29. Juli (Tischo b'avv) In allen Syn.: Mincha: 4 Uhr, Maariw: 8,57 Lhr. - DoaAerstAS. 30. Juli morgens: wie an den Wocbe&tages.

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