Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 54 (10.7.1925)
- Date
- 1925-07-10
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 54 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 475 Zur Frage der Verständiganji mit dea Arabern Bchrcibt das neue Tagblatt „Dawar" (Organ der Organisation jüdischer Arbeiter in Palästina): „Wcizmann hat kürzlich bei einer Versammlung der jüdischen historischen Gesellschaft jn London einige an Lloyd George gerichtete Worte gesprochen, die nicht ohne Erwiderung bleiben dürfen. Wcizpian sagte: „Zwischen Juden und Arabern stehen dunkle Kräfte, die im Trüben fischen wollen. Sollten sich Juden und Araber von Angesicht zu Angesicht treffen, sie würden fühlen, daß sie verwandt sind. Ich wünsche, Lloyd George könnte uns den V/cg finden helfen mit den Arabern in Freundschaft zusammenzuarbeiten." Es ist schwer zu verstehen, was Wcizmann dachte, als er Lloyd George aufforderte, uns zu einem Frieden mit den Arabern zu verhelfen. Alle Anerkennung für Lloyd George, er hat während des Krieges Wcizmann sicherlich sehr geholfen, aber sieht denn Wcizmann nicht, daß ein englischer Staatsmann, ein Vertreter des britischen Imperialismus, nicht imstande sein kann, der Friedcnsver« mittlcr zwischen den beiden Völkern zu sein, die in Zion wohnen? Weizmann, der in London wohnt, schätzt nicht genügend ein, was im Nahen und Fernen Osten von China bis Marokko vor sich geht. Sprechet heute mit einem palästinensischen Araber und Ihr werdet hören, mit welchem Stolz sie von Abd cl Krim sprechen, der mit Frankreich kämpft und wie groß die Hoffnungen sind, die sie an die nationale Bewegung in Indien, an die Brüder Ali und an Gandhi knüpfen. In den Hoffnungen und politischen Bestrebungen der Araber wird heute Palästina ein Teil des ganzen Ostens. Jeder englische Staatsmann, der heule nach Palästina kommen wollte um zwischen ihnen und uns zu vermitteln, wird sie nur von uns entfernen. Nicht dies ist der Weg des Friedens. Hier in Palästina ist es der Weg des Sichkcnncnlerncns, des Erlcrncns der arabischen Sprache, der gemeinsamen Organisation, wo es gemeinsame Angelegenheiten gibt, jener Weg, mit welchem die Arbeiterorganisation schon begonnen hat, sich von Angesicht zu Angesicht treffen, wie Wci/mann richtig sagt. Dort aber in der großen politischen Welt wird der Friede erst geschlossen werden, wenn die Zionistische Organisation ihre Stellungnahme gegenüber dem erwachenden Osten festgelegt haben wird. Von Shanghai bis Marokko sehen wir heute eine Front: Die östlichen Völker streben nach Emanzipation. In einer derart entscheidenden Stunde können wir nicht neutral bleiben, wo wir uns mitten in der Front befinden. Die Zionistische Organisation wird selbst ihren Weg bestimmen müssen. Lloyd George kann ihr da nicht helfen." Die Billsarbeit ISr die rassische Jcdcaiicil Der Direktor der Europa-Arbeit des Joint, Dr. Bernhard Kahn, ist in Begleitung des Direktors der Landwirtschaftsabteilung des Joint in Rußland (Agro-Joint), Dr. Joseph Rosen, von einer Rußland-Reise nach Berlin zurückgekehrt. Beide Herren begaben sich schon am Dienstag, den 7. Juli, nach Paris zu einer Beratung mit Vertretern amerikanischer und europäischer Hilfsgcscllschaftcn. In einer Unterredung sprach sich Dr. Bernhard Kahn dahin aus, daß die Bedingungen für die Hilfs- und Aufbauarbeit in Rußland sehr gut seien, Geist und Wille der russischen- Judenhcit,- die -produktiver Arbeit" zustrebt, sind bewundernswert. Es ist zwar im allgemeinen eine kleine Besserung der Wirtschaftsvcrhältnissc in Rußland zu verzeichnen, die sich in einem gewissen Maße auch im jüdischen Leben auswirkt. Das Problem der BerufsumSchichtung ir.t eine Existenzfrage der russischen Juden. Es ist bereits ein Rahmen für die Arbeit geschaffen worden, und die bisherigen Erfolge sind sehr ermunternd. Hoffentlich wird der nächste Drive mittlerweile die nötigen Mittel bringen, um den Rahmen auszufüllen. Fünf Arbeitsgebiete hat der Joint in Rußland: 1. Ansicdlung von Juden auf dem Lande, 2. Verbreiterung des Netzes und der Tätigkeit der Handwcrkcr-Darlehnskassen, 3. Neuschaffung von Darlchnskasscn für kleinere Handwerker und Kauflcutc, 4. sanitär-medizinische Arbeit, 5. soziale Hilfstätigkeit für die Kinder, die freilich in das Erzichungsgebiet nicht eingreifen könne, da dies der Regierung allein untersteht. — Soweit die Ica in Rußbnd ähnliche Ziele verfolgt, wird diese Arbeit im Einvernehmen mit der Ica geführt werden. Ucbcr die bevorstehenden Pariser Beratungen äußerte mcIi Dr. Kahn: Wir reisen heute nach Pari;?, um dort mit Louis Mars hall. Vorstandsmitglied des Joint und Präsident dc9 I'lüchtlingsrettungskomitees (Emcrgcncy), sowie mit dem zweiten Stellvertretenden Vorsitzenden des Joint, Herrn James Rosenberg, zusammenzutreffen und ihnen Bericht über das' Rußland-Werk zu geben. Es werden ferner ••»cratungen mit der Ica über eine eventuelle gemeinsame Tätigkeit in Rußland abgehalten werden. Endlich wird auch °as Arbeitsgebiet der von Joint und Ica begründeten „Foundation" für Hilfeleistung an die notleidende Judenhcit turopas Gegenstand der Besprechung bilden. Berliner Jüdische Gemeinde (Von unserem Berichterstatter.) . Die Repräsentantensitzung vom 2. Juli war ,n der Hauptsache der Beschlußfassung über geschäftliche £n£elcgenhejtcn und Subventionen gewidmet. In diesem Kähmen verdient die Bewilligung einer Subvention von 30000 Marie an das Rabbiner-Seminar und von 15 000 M. an das [Hdisch-thcologischc Seminar in Breslau besonderer Erwähnung, t-i'ie ausgedehnte Erörterung fand der Antrag wegen Zurverfügungstellung eines Betrages von 5 0C0 M. für den Syna- Jpgenvcrcin Talmud-Thora Ez-Chaim. Dr. Klee befürwortete Gic Bcwill-ounpr der Subvention unter Hinweis darauf, daß der verein für den Religionsunterricht von 200 Kindern, zumeist ^jüdischen Ursprungs, sorge. Der Unterricht, der zu einem T(,dc in jiddischer Sprache vor sich gehe, sei besonders zu '^grüßen, weil er in der Muttersprache'erfolge und die Kinder öcshaib für das Dargebotene aufnahmefähiger mache. Der Antrag wurde angcnomm< u. Die Fraktion der Jüdischen Volksrjartei wünscht in einer Anfrage eine ausreichende Vermehrung «er Gelegenheiten des Abhaltcns von Gottesdienst an hohen ''vertagen. Der Interpellant Goslar weist darauf hin, daß ygenüber einer Gesamtzahl von mindestens 250 C03 Berliner Juden nur 50 C00 Plätze zur Verfügung stehen. Vom Vorstancissagt Herr Moritz Rosen thal Berücksichtigung der wünsche der Interpellanten zu. Ein von der volksparteilichen Fraktion gestellter Antrag, einige Bctsälc mit würdiger Aus- ^attung zur ständigen Benutzung in verschiedenen Stadt- ,c'»cn mit möglichster Beschleunigung einzurichten und für eine ^•nügende Publizität der Tatsache zu sorgen, daß allen Gc- "icindcmitp.liedcrn und in Berlin anwesenden fremden Juden £Jn Saalplatz zur Verfügung »teilt, wird angenommen. Der 'rticn Jüdischen Volkshochschule wird die Hälfte ff* Defizits aus der Veranstaltung „Drei Jahrtausende jüdischer Dichtung«« bewilligt. Berlibaeff Aalendes: Büro: Berliner ZioatstfRob* V»r«lnißuns, Berlin W 16, Moinak«Btr*6a 10 Telopbon« Bi«m&rek 7160—70 » roit»ch«oLkonto No. 12000 BarUn NW 7 KhCfc«nv0rwaHnng der B. Z. Y. Sonnt«?, don 11. Juli ab»n<U 7 Ulir Z«!r« MUrmchl, Borlin N 21, Monbljouplat« 1 Harxl-Gedealdclar» Mittwoch, den 11 Juli abendi 8^ Uhr «priclit Ckawor M. Sobapiro, tib»r: „Unaara ForJoraa^cn ma daa 14. ZlontstenltonsreO". Cnipp« NorUwoat dir II. Z. V. JodoaMittwoch »bend, im Clmrlot.tonhof. IUlndolntr.22 (»m Bhf. Ttarjaxta») _, CemClUcK«a Bataainmansala Grspp* Öal dar B. Z. V. Jeden Mittwoch ..... ^,taA, g GarculUcUes Balsammonaala in der Branoroi FriortriohHhfdn (Ltpii^ Am Friedricb>h»!n MIbmcIiI . JH£«adc«aaIascliaJI. Jeden Sonnabend nachm. 6 Uhr bei Herrn liabb. Hnrry Levy, Elborfelder Str. 21 sChior bx~\w> vim rri^n (fOr Jnngen and Müdchen) Sokralarlat d«a Z«lr» MUrachl In DaaUclil&nd. Sprechenden tilplich von 7-10 Uhr abond« im Mieraohi-ZontralbQro, Monbljonplati 1 Konfcrcnzgcmcinschäft der radikalen Zionismen Donnerstag, 16. Juli abends 8 Uhr. Stadtbati«, Klostorstraße $$PT$ffi$$$& W^ffS^.^^llnr^gl WLiU^Uiiiia\L»Lli^ VM ycküiiuUüUiibUiiülg E» referieren über unsere Forderungen zum 14. Zfonlttcnkongrc$ die Herren: Dr. Max Solowcifschik Dr. Brutzkus Rcdükicur Künoff Benzion Fcii Freie Aussprache Ein PalasIina-PsviHon I5r die Danzigcr Mesic Dan zig (J. T. A.). Das Direktorium der Danzigcr Messe wandte sich an die Zionistische Exekutive in Palästina mit dem Vorschlag, im Rahmen der im August d. J. stattfindenden Danzigcr Herbstmesse einen Pavillon' für die palästinensische Produktion einzurichten. Die Messeleitung erklärte sich bcrci't, Plätze samt Gebäude ohne Entgelt zur Verfügung zu stellen. * Die wirtschaftliche, industrielle und landwirtschaftliche Eicz Israel -Ausstellung, welche jetzt von der Gesellschaft für Handel und Industrie, (Mischar Wctaasijah) in Tel-Awiw zusammengestellt wird, wurde vom Kercn Kajcm c t h erworben, um sie nach ihrer erstmaligen Zurschaustellung auf dem bevorstehenden Zionistcnkongreß für seine Propagandazwecke zu benutzen. Die Jeden In Tripels" Der Präsident der jüdischen Gemeinde in Tripolis, S. Hnggiag, der als Führer der jüdischen Abordnung nw. den Kolonien nach Rom gekommen ist um den italienischen König zum 25 jährigen Jubiläum seiner Thronbesteigung zu beglückwünschen, äußerte sich in einem Gespräch über die La^e der Juden in den italienischen Kolonien wie folgt: Die größte koloniale jüdische Gemeinde lebt in der Stadt Tripolis; sie zählt ungefähr 17 000 Seelen. An zweiter Stelle kommt die Stadt Bcnghasi mit etwa 3000 Juden. Die übrigen Städte beherbergen gleichfalls größere jüdische Gemeinschaften. Die wirtschaftliche Loge der Juden in den italienischen Kolonien ist im allgemeinen gut; die jüdische Bevölkerung zahlt zahlreiche bemittelte und altangcschcnc Familien. In den letzten Jahren ist unter der jüdischen Bevölkerung Tripolitauinv? das Interesse für den Aufbau Palästinas als jüdisches Nationalheim sehr gewachsen; die Tatsache der Eröffnung der hebräischen Universität in Jerusalem hat bei uns großen Eindruck gemacht. Die Aktion für den Keren Ilajessod geht erfolgreich vor sich. Ii» d*n größeren jüdischen Zentren entstanden bereits C h a 1 u z i ni z i r k e I. Die Gemeinde Bcnghasi hat jüngst eine größere Gruppe Chaluzim nach Palästina abgefertigt. Die Beziehungen der italienischen Regierung zu den Juden in den Kolonien sind zufriedenstellend. Einige Juden nehmen hohe und verantwortliche Rcgicrungspostcn in der Kolonialverwaltung ein, so z. B. Dr. Morcno, der Hauptsekretär der tripolitauischen Verwaltung. Ende Mai haben die Blau -Weiß-Werkstätten, deren Sitz Tel-Awiw Ist, In Jerusalem auf der Mamillah Road als Filiale ein Ingenieurbüro eröffnet. Dieses soll Installationen aller Art projektieren und durch die Werkstätten ausführen. Mit dem Büro Ist ein Ausstellungsraum verbunden, in welchem alle für den Verkauf in Betracht kommenden Maschinen und Materialien sowie Erzeugnisse der Blau-Wciß-Wcrkstättcn ausgestellt sind. Wien. (J.T.A.) Die Weltorganisation Zionistischer Frauen (Womens International Zionist Organisation), deren Exekutive unter dem Präsidium Yon Dr. Vera Wcizmann, Mrs. Edith Edcr, Mrs. Romaua Goodman, Mrs. Rebekka Sicff, ihren Vorsitz in London hat, wird Mitte August, vor dem 14. Zionistcnkongreß, ihre dritte Konferenz in Wien abhalten. Das Konfereiubüro unter Leitung der Frau Erna Pat.ik, Frau Sophie Löwenherz, Frau Rebekka Wcincr und Frau Dr. Perle Wechsler, hat bereits seine Arbeiten aufgenommen. s.rnr>r^ Clpr^ juvj^üu Oüva sum tos2ee.fcem asi Herz. O/H—^ r^nnr^~) 5 v^UiJLiv_*juU L^^^J'^üLiUÜ KarztoaBd Am 27., 28. und 29. Juni fand in Bratislawa (Preßburg) der zweite zionistische Jugendtag der Jugendvereinigungen m der Slowakei und Karpatliorußland statt. Dr. Oskar Neumann begrüßte die Tagung, worauf Dr. Nahum Goldmann, Berlin, die Festrede hielt. Es fanden Schauturnen und Fcstzüge siatr. Die eigentliche Jugendkonferenz fand am Montag, den 29. Juni, im Spicgclsaale statt. Die Festrede hielt der Generalsekretär der jüdischen Völkcrbundiiga, Dr. Isidor Marguli es. Dr. Oskar Neumann hielt das Referat üb<* Jugendarbeit, Stud. Arpad Diu es über Haschomer, Gorian Schließer über Chaluzarbcit, Adolf Jcllinck über Turnsport. Die „Jüdische Volkszeituug", Bratislawa, widmete der Tagung eine eigene Festnummer mit zahlreichen Illustrationen. Eiaccsendel Von Herrn G. Blei weiß, Wandsbeck, erhalten wir nachstehende Zuschrift: Man sollte es nicht für möglich halten, daß die vielen beweglichen Klagen über ..bedenkliche Ergebnisse" in der Schckclsarnmlung so unerhört und ergebnislos verhallen könnten, und daß das Verantwortungsgefühl so vieler Ortsgruppen-Leiter so abgestumpft sein sollte. Nicht bei der Masse liegt die Schuld, sondern bei den verantwortlichen Stellen, die die Möglichkeiten in durchaus ungenügender Weise ausnutzen. Als Beweis dafür diene folgendes: Um mich zu überzeugen, ob nicht be-r.crc Ergebnisse zu erzielen seien, machte ich unaufgefordert folgende Stichprobe: Ich stellte mir aus dem Gedächtnis eine Liste zusammen von denjenigen, die mir aus früheren Jahren als Schekrlzahler brk.innt waren. Bei diesen Leuten (20 an der Zahl), die ich mit Einverständnis der Ortsgruppen-Verwaltung besucht habe, konnte ich mit Leichtigkeit 16 Schckolim absetzen, da die Betreffenden mit größter Bereitwilligkeit zahlten. Der kleine Rest wird auch bald entsprechend erledigt sein. Daraus ist zu ersehen, daß es im ganzen Reiche sicherlich noch Tausendc gibt, die in solcher Wci^c erfaßt werden könnten. Die Ortsgruppen müßten Listen mit Namen der ihnen bekannten, noch nicht erfaßten Schekclzahlcr aufstellen und je eine Liste mit 20 Namen an eine irgendwie als maßgebend bekannte Persönlichkeit mit der Aufforderung zur Bearbeitung übergeben. Es wird kaum jemand den Mut haben, sich ztt drücken und so die Verantwortung für den unermeßlichen Schaden auf sich zu nehmen. Bei gewissenhafter Durchführung dieser Aktion könnten all die tausende Schckolim, die sonst verloren gingen, wieder eingeholt werden." Berlin. Donnerstag, den 16. d. Mts. veranstaltet die Konfercnzgcmcinschaft radikaler Zionisten in der Stadthallc Klostcrstralie um S Uhr abends eine öffentliche Versammlung, in der die Herren Dr. S o 1 ow e i ts ch i k , Dr. Brutzkus, ßenzion Fett und Redakteur Kl in off über „Unsere Forderungen zum XIV. Zionistcnkongreß" referieren werden. Anschließend freie Aussprache. Thüringer Zionistische Gesellschaft. Auf Einladung der Jenaer Chawerim findet am Sonntag, den 12. Juli, in Jena eine größere Hcrzl-Gcdcnkfeier statt. Programm: 9 Uhr vorm.: Besichtigung des Zciß-Planetariums; 11 Uhr vorm.: Gemeinsamer Spaziergang, Treffpunkt: Kaffeehaus Inselplatz 5; 1 Uhr nachm.: Mittagessen im Kaffeehaus; 3 Uhr nachm.: Herzl-Fcicr unter Mitwirkung der Chawerim Gorfinkcl, Srago, Kahan, Dickstein, Bcrnson (Weimar). Alle Thüringer Zionisten sind eingeladen. Der Palcstinc Lloyd, Reisebüro, Tauentzienstr. 12a, übernimmt die Besorgung'von Visa, Baiin-, Platz- und Bettkarten für alle Kongreßteilnehmer und erteilt ihnen jegliche Auskunft über Eisenbahnverbindungen nach Wien und dergl. Die Ausführung erfolgt ohne jeden Aufschlag, Gruppen über 30 Personen erhalten einen Rabatt auf Bahnkarten. — Näheres unter Telephon-Nummer Bismarck 377—79. Bcuthcn. Am 20. d. M., S.30 Uhr abends, findet im Saale der „Mamrch-Logc" in Bcuthcn O.-S., Fr.-Wilh.-Ring 6, ein Referat des Herrn Dr. M. Solowcitschik und ein Korreferat des I Icrru Arnold Wiener über „Probleme des XIV. Kongresses" statt. Warnung. L's wird dringend gewarnt vor Alfred Mcndclsohn, geboren den 23. 12. 99 in Großbreren, wonnhaft Berlin-Neukölln, Bergstraße. In seiner Begleitung befand sich dieses Mal Lucic Czcrwinski, geboren 5. 8. 03 in Filelmc, bisher wohnhaft in Berlin. Beide verstehen, auf außerordentlich raffinierte Wci«;e sich Unterstützungen zu verschaffen. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 10. Juli, in den Synagogen nach neuem Ritus abends 7 Uhr, in den Syn. nach altem Ritus abends 7,30 Uhr. Sonnabend, den 11. Juli, morgens: Alte Syn. 8,30 Uhr; Syn. Kaiserstr., Rykcstr., Pcstalozzistr., Kottbuser Ufer u. Münchener Str. 9 Uhr; Syn. nach neuem Ritus: Fuihgottesdiou-.t;,.'<) Uhr, Hnuptgottesiiicnst 10 Uhr. Predigten: Syn. Kottbuscr Ufer: Dr. Bleichrodc, Syn. Lützowstr.: Dr. Hacek, Syn. Fasanenstr.: Dr. Bergmann. Sabbatausgang 9,25 Uhr. öottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Syn. 7,30 Uhr; morgens Syn. nach altem Ritus außer Syn. Pcstalozzistr. 6,30 Uhr; Syn. Pestalozzistraße und Syn. nach neuem Ritus 7 Uhr. GcscfcüUIiche l'iltcilnngcn Breslau. Sollte Sic Ihr Weg demnächst einmal nach Breslau führen, so versäumen Sic nicht, Ihre Schritte nach der Freihnrger Str. 9 zu lenken. Dort hat Herr Willy Kornhäuscr, früher Ockonom der Lessingloge, vor einigen Monaten ein untci Aufsicht des Rabbinats stehendes Restaurant eröffnet. IX'r rege Besuch in den freundlichen Räumen beweist, daß die Eröffnung des Koschcr-Rcstaurauts offensichtlich einem wirklichen Bedürfnis entsprach. Die Speisen Rind schmackhaft hergestellt; die Preise niedrig gehalten. Wer gut essen will, merke sich die Adresse. Es wird noch auf das ständige Inserat in dieser Zeitung verwiesen. patösiiiia-srüiiDiüüäs «so) t u. Berlin W 15, Mcinckcstraßc 10. Bankkonto: Darmitildter und NationalImnk, Pepo8.-Kan?e 59. KnrfürBtend*mm f>2. Fiiascheclkonto: Berliu Nr. 101951. lisrgBisjeöLsüSFiia!/ Jüü. iiüüsnaHQnüs t Ii. Berlin W15, Melnekestr. 10 / Poit«checkkonto: Berlin 282i7