Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 52 (3.7.1925)
- Date
- 1925-07-03
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2651273-2652691-2652740--17519-3528402- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 52 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 457 Die Wahles zcm XIV. Koitflrcß § 7 der in Nr. 43 der „Jüdischen Rundschau" veröffentlichten Wahlordnung: ist durch folgenden. Passus zu ganzen: Falls nur ein Wahlvorschlag eingereicht wird, Jtct die eingereichte« Wahlvorschlägc bis auf einen zurückgezogen werden, entfallen die Wahlen und die auf dem eingereichten Vorschlag verzeichneten Bewerber werden in diesem Falle Delegierte bzw. Ersatzdelcgierte. Hauptwahlkommission der Z. V. f. D< gckafistmiclrang <es Misrachi-ZentralbQros IQr Deutschland Wir b:-lchcn uns auf die unseren Gruppen und Vertrauensleuten unter dem 18. Juni 1Q25 zugegangene „Wahlordnung zum Kongreß" und fordern sämtliche Gruppen und Vertrauensleute hierdurch nochmals auf, Wahlvorschlägc gemäß § 4 Abs-. 2 rechtzeitig einzureichen, so, daß diese spätestens zum 20. Juli 1925 abends bei der Hauptwahlkommission eingehen. Misrachi Zcntralbüro für Deutschland. Die Slelgeraüüre Der Prozeß gegen Jäger, Glasermann, Kornhab er und Dwornicki, die beschuldigt werden, den Ukrainer Mikictin durch Geldvcrsprcchungcn bewogen zu haben, falsche Angaben über das Attentat gegen den Staatspräsidenten Wojcicchowski zu machen, wird am 8. Juli in Lemberg stattfinden. Der Ausgang des Prozesses wird ein Präjudiz des eigentlichen Stcigcrprozcsscs bilden. Die Konferenz der Palästiss-Aemier Die Zionistische Palästina - Exekutive veröffentlicht jetzt die Beschlüsse der Konferenz der Paliistina-Acmtcr, welche Ende März in Jerusalem stattgefunden hat. An der Konferenz nahmen teil die Vertreter der Palästina-Aemter von Warschau, Lemberg, Czcrnowitz, Galatz, Berlin, Wien, Kowno, Konstantinopcl, Sotia, Tricst, Riga, sowie Vertreter der Hcchaluz- Wcltorgan is ation, der Histadruth und des Misrachi, der Misrachi Hechaluz - Vereinigung, sowie der Immigrationsämter von Jaffa, Haifa und Jerusalem. Der Leiter des Immigrationsamtes in Jatfa, Herr Josch.ua Gordon, legte einen Plan für die Reorganisierung der Palästina-Aemter vor. Die allgemeinen Probleme der Einwanderung wurden von Herrn Prof Pick und vom Leiter des Arbeitsdepartements der Exekutive, Herrn S p r i n z a k, behandelt. Referate wurden erstattet über die Koordination der Arbeit der Palästina-Aemter und des Immigrations-Departements der Exekutive, über die Landungsvcrhältnissc und ähnliche Fragen. Den Verhandlungen wohnten auch der Kontrolleur der Abteilung für Einreiseerlaubnisse bei der Palästinensischen Regierung bei. Zur Lösung der finanziellen Schwierigkeiten der Palästina-Aemter, die eine richtige Abwicklung ihrer Arbeiten in wachsendem Grade erschwert, wurde beschlossen, in Zukunft eine Stcmpelgebühr von jedem Immigranten zu erheben, der die Dienste der Paliistina-Acmtcr in Anspruch nimmt. Die weiteren Beschlüsse betreffen den Ausbau der Immigrationsabtei'fungder Exekutive und der Palästina-Aemter durch Errichtung besonderer Verkehrsbüros, den Ausbau des Schiffsverkehrs nach Palästina und die Beschaffung koscherer Verpflegung für die Immigranten auf allen für die Immigration in Betracht kommenden Schilfen, die Errichtung von Informationsbüros für Touristen bei den Palästina-Aemtcrn, die Führung einer Touristenpropaganda und die Organisierung eines besonderere Touristenverkehrs. Die Konterenz drückte ihre Zufriedenheit über das Wachstum der Einwanderung nach Palästina aus, betonte aber die Notwendigkeit der Verstärkung der Chaluzim-Einwandcrung. Bei der Verteilung der Zertifikate sollen die Gesuche des Hechaluz und der für produktive Arbeit geschulten Gcsuchsteller besonders berücksichtigt werden. Die Einwanderung aus Rullland soll die Exekutive nachdrücklichst unterstützen und sich auch der Erteilung von Zertifikaten an die in verschiedenen europäischen Hätcn liegenden Flüchtlinge! angelegen sein lassen, soweit diese für Erez Israel geefgnet sind. EerKacff Keilendes* Bürot Berlin« Zionistisch» Voroinicunc, Boriitj W 15, M«in«k«sfcr*8» 10 ToUpfconi Bimaurck 71C5—70 » Postscheckkonto N<x 13006 Borlln NW 7 _______K»»»wnvftrwnUnrnr <l«<r H. Z.V. Cruppo Nordwoat d*r D. Z. V. JedoaMittwochabend, im Charlottonhof. ]TRn<Ul*rr.22 (amBhf.Tiergarten) Gemütliche« üeUammanieia . Grspp« Oat 4er B. Z. V. Jeden Mittwoch »bendt 8 Uhr GeiuSHlcbea DeUammaoa«Ia in dor Branoroi Friodriohfihaln (Lipul Am Friodrich.he.in Erwiderung des Lloyd Triestino Wir erhalten von der Berliner Repräsentanz des Lloyd Triestino nachstehende Zuschrift: Das in Ihrer Nummer 45 vom 9. d. M. veröffentlichte Eingesandt „Klagen über den Lloyd Triestino" ist uns erst jetzt zu Gesicht gekommen. Wir erlauben uns darauf zu erwidern, daß D. „Tcvcrc" nur wenige Reisen ausgeführt hat, da die sonst auf der Eillinie nach Alexandrien verkehrenden Dampfer „Vicnna" und „Hclouan" gedockt werden mußten. Vielleicht haben die Einsender der Klagen dies nicht gewußt. Die in dem Eingesandt vorgebrachten Klagen werden sicherlich Gegenstand einer Untersuchung seitens unserer Direktion bilden. Daß Reisen „auf Deck" nicht die angenehmsten sind, ist wohl verständlich und gerade aus dieser Erwägung heraus hat sich der Lloyd Triestino veranlaßt gesehen, eine direkte vierzchntägige Linie von Tricst über Haifa nach Jaffa zu schaffen. Die Dampfer „Gianicolo" und „Carniolia" wurden eigens für den Touristcnvcrkchr nach Palästina eingerichtet. Sic nehmen in der ersten Klasse •lOj in der zweiten 17 Passagiere auf und in der allgemeinen dritten Klasse, in Kabinen von 10 bis zu 24 Betten, deren 308. Aut jedem« Dampfer ist ein Arzt eingeschifft, weiters zwei jüdische Köche, die für rituelle Kost sorgen. Bäder und Douchcn, Wasserklosetts, selbst eine Hospitalkabinc sind vorhanden. Im Winter ist für Heizung vorgesorgt. Die Fahrpreise sind sehr mäßig gehalten, und zwar kostet die Ueberfahrt von Tricst nach Haifa-Jaffa in der dritten Klasse Inklusive ritueller Verpflegung 5 Pfd. Ster!. Die nächste Abfahrt findet am 2. Juli von Tricst mit D. „Carniolia" statt und danach an jedem zweiten Donnerstag. Die Ucbcrfahrt Tricst-Haifa währt sechs Tage, Tricst« Jaffa sechseinhalb Tage. Wir glauben, daß mit Errichtung dieser direkten Linie »ach Palästina dem Bedürfnis nach einer schnellen, komfortablen und dabei billigen Verbindung erfolgreich entsprochen wurde. Ucbcrfall auf ein Vcreinslokal. Am Dienstag, den 23. Juni, abends, drang ein Trupp Hakcnkrcuzlcr in das Vcreinslokal der jüdisch-sozialdemokratischen Arbeiter-Partei Poale-Zion in Hamborn mit dem Ruf „Judenhaus" ein. Sic demolierten die Gegenstände und schlugen auf die Anwesenden ein. Ein Mitglied wurde blutig geschlagen und erlitt eine schwere Kopfverletzung. Es mußte 'sich in ärztliche Behandlung begeben. Ein Eindringling wurde der PolizcJ übergeben. Jeden Sonnabend Misrachi- Jug«ad£«uioia«chaft, bei Herrn ItaVb. Harry Lcvy. ElborMder Str. 21 Sclilar bxmw> vix nij^n ff<lr .TuTicnn nml M«<l*>h«TO nachm. 6 Uhr Sekretariat <!•• Z«lr« Mlarachl In Deutachland. Sprechntundon tügjlich von 7-10 Uhr abend« im Minraohi-Zontralburo, Monbijouplats 1 5. Ausweis der ZIonisJcnsleccr-Einuhnne lör das l.Qaartal 192S vom 1. bis 30. Jual 1925 Ort Kontingent T% /"S" tt.Qii.25 fehlbetrag Berlin Bremen Cassel Frankfurt/M. Fulda Glciwitz. Görlitz Hindenburg Konstanz Liegnitz Magdeburg München Nürnberg Stettin Wiesbaden Einz. Zionistcn S000,- 150 — 300 — 1500— 150,— 100 — 75.— •10,— 75,— 75,— 250 — 500 — hOO,— ior>- SfO — 1S0O,- 57,50 114,— 200,- 30- 36,— c/>,— 2-1,50 40,— 8,— 27,— 02,- 2=0.— 30,— 50 — 200- 3,— 8707,50 117,— 250- 975,— 61,— CO,— 50,50 40 — 75 — 27 — 112 — 250,- 607,70 100 — 300 — 1905,- 33, - 30,— 525,— SO,— 34, — 15,50 48,- 138,— 250,- An Sonderspenden gingen ein für das 1. Qu. 1925: Reuthen: Dr. Frankel 50,—, Prcuß 25,—, Weißmann 15.—. Glciwitz: J. Lachmann 50,—. Ratihor: Pinczower 7,50. Für 1024 aus Leipzig: \V. Samuel 20,-. 3.Acswels dcrZionislcnstcnei vom 1. bis •-Einplinne lür das 2. Quartal 1925 30. Juni 1025 Ort Kontincmt Eifirantr vom 1.6.b.G0.6.'.5 In«c<* •»mt f.a Ou.2« Fehlbetrag Allcnstcin 150- 10,- 130- 20,— Aschaffenburg 75,— 28,— 59- 16,— Augsburg 50,— 3 — 14 — 36,— Bamberg 60 — 40,50 61,- — Berlin 8000,— 1306,50 7391,— 409,- Bonn 200 — 34,— 134- M,- Braunschwcig 50 — 3 — 0 — 41— Bremen 150,— 4 — 7- 143,- Breslau 1300 — 150- 11'.0- 150 — Bruchsal 50,— 26 — 46 — 4,— Cassel 300 — 75- 75.— 225,- Cöthcn 65,— 11,— 57- 8,— Darmstadt 75,— 6 — 73,— ' 2,— Dtsch.-Eylau . 50,— 5,— 48 — o_ Duisburg 300,— : 22_ 25S,— - ••'■42',— Erfurt 150 — 75^— 75— '75,- Essen 400 — 15,- 166 — 234,- Forst 50 — 3 — 24 — 26,— Frankfurt/M. 1500,— 550- 550 - 950,- Frankfurt/O. 100,— 6 — 83 — 17,- Freiburg 75,— 3 — S- 67,— Fulda 150- 46,— 56- 91,— Gclsenkirchcn 50,— 8 — 23- 27,— Gießen u. Umgcg. 175,— 1i).— 162.- Vi.— Görlitz 75,— 26,50 36,50 3S.50 Hamm 50 — 3,— 36 — 14,- Heilbronn 100,— 0 — 75 — 25,— Karlsruhe 250,— 20 — 210 — 10- Kiel 75,— 6 — 56,— 19,— Konstanz 75,— 42,— 42 — 33,— Landsberg 50,- 44 — 44- 6 — Liegnitz 75,— 30- 30 — 45,— Mainz 125,— 50- 77- 48,— Nürnberg 600,— 215,65 452,95 117,05 Oppeln 100,— 100- 100 — — Bczirksgr. Pfalz 150- 10- 131— 10,— Plauen 150,— 24- 115 — 35,— Schönlankc 50 — 1^- 40 — 1,— Stettin 100- 50- 50,— 50,— Stolp 100,— 3 — 87- 13,- Trier 200,— 200 — 200,— 300 — — Wiesbaden 300,— 300 — — Worms 100,— 27 — 76 — 24,— Würzburg 50,— 5,— 45 — 5,— Einz. Zionistcn 1S00,- 190,— 1681,- 119,- Sondcrspcndcn für das 2. Quartal 1925 gingen ein aus Zwickau: S. Schocken jun 500,-, von N. N.. 500,-. BcbrSische Arbeit Eine Anzahl von Mitgliedern des Verbandes jüdischer Studcntenvereinc Deutschlands haben den Wunsch, während ihrer freien Zeit und insbesondere während der Univcrsitiitsferien hebräische Stunden zu geben. Diese Studenten sind auch bereit, für einige Monate in Provinzorte zu gehen und Aufenthalt in Familien zu nehmen, die während dieser Zeit intensiv Hebräisch lernen wollen. Dieses Angebot dürfte insbesondere für solche Familien Inicrcsse haben, die in der nächsten Zeit nach .Palästina zu übersiedeln gedenken und vorher noch Hebräisch lernen wollen. Interessenten werden gebeten, sich direkt mit dem Vcrbaiid jüdischer Studcntenvereinc Deutschland, Berlin N.24, Auguststraße 17, m Verbindung zu setzen. Toßesrall Am Dienstag, den 16. Juni starb der Mitbegründer des jüdischen Box-Clubs Maccabi Bruno Goldstein. Wir sind in der Lage, einem Arzte eine Landpraxis mit sehr guten wirtschaftlichen Chancen in Hessen nachzuweisen. Nähere Auskunft erteilt: Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Mcinekcstr. 10. Der Jüdisch-Nationale Verband in Novisad ö"£0* slawien) sucht per 1. September d, Js. einen befähigten hebräischen Lehrer für die seit zwei Jahren bestehende „Safa Bcrurah". Herren, die auch journalistische Befähigung haben, werden bevorzugt. Offerten möglichst mit Lichtbild sind an: Herrn Felix Süß, Verbandssekretär, Novisad, Kralja Petra uJ. 13. zu richten. vi u mJ^°-n?^d'ndcn. 4' d' MsPricl* irn Scholcm-Alcchcm- Klub, K ciststraßc 9, Herr Bcrl Locker, der bekannte Führer der Poalc-Zion, über „Das jüdische Kulturleben in Amerika (Rcisccindrückc). Anfang 9 Uhr. Anschließend uisKusoion. Am Sonntag, den 28. Juni, wurde das 2. Mädch wohnhcim der Ortsgruppe Berlin des uiscJicn Frauenbundes durch eine kleine Feier geweiht. Die Vorsitzende der Ortsgruppe Frau Falk berg legte in ihrer Ansprache die Ziele des Heimes Es soll berufstätigen Mädchen, die in Berlin fremd tirsatz für die Familie sei«. Künstlerisches Geigenspiel Herrn Max Roscnthal vor und nach der Ansprache Oer Kleinen Feier stimmungsvolle Umrahmung. Neun bis junge Mädchen in der Ausbildung können Aufnahme 7nnM /ci ° Pcnsio» monatlich bei voller Vcrpflcj /u M. (bttidcHiinnen, Mochschülerinucn). Meldungen an ralkcnberg, Berlin N 34, Lottumstr. 22 Jüdar. sind, dos gab zehn fiugung Frau w P/ICI?ba?1 a,M* Dcr vor einigen Tagen in den Blauwcib-Bimd aufgenommene L'-.md Offenbach veranstaltete am vergangenen Mittwoch einen Vortrag mit dem Thema ,,r>;c Aufgaben der jüdischen Jugend". Der Referent des- Ancnd*, Herr Jakob Herzberg, Frankfurt a. M.. entwickelte, von den Ereignissen der letzten Zeit ausgehend, das Bild der heutigen national-Jüdischen Jugend, welche die Konsequenz, aus ihren Erkenntnissen gezogen hat und, in sich selbst sicher, den beschritfeuen Weg weiter verfolgt. Der Redner fällte seine Darlegungen zusammen in dem Losungswort; „Die Jugend muß unsere Avantgarde sein!" Zum Schlüsse stellte der Referent die Forderung des Hebräisch- Lernens auf, was von den Anwesenden stürmisch begrüßt wurde. Es wurde beschlossen, auch in Offenbach einen hebräischen Sprachkursus einzurichten. Freiburg f. Br. Die am 25. Juni slaltgcfurxlcne Generalversammlung dcr. Z. O.G. Freiburg befaßte sich mit der dringend notwendig gewordenen Reorganisierung unserer Ortsgruppe. Nach Anhörung eines Berichtes über die Tätigkeit der Gruppe jm vergangenen Jahr, die eigentlich nur aut dem Gebiet der N. F. Arbeit befriedigte, wurde ein neuer Vorstand gewählt, der sich aus folgenden Herren zusammensetzt: Herr Dr. Frust Lewy, j. Vorsitzender; Herr Raul Kretzer, 2. Vorsit/cmler und Schriftführer, zusammen mit Irl. Minna Wert Ii c i mer; Herr Bruno Dan/igcr, Kassierer; Herr Rahclsohu, N. F. Kommissar. Wir hoffen, in der kommenden Arbcitspcriodc mit unseren Leistungen den zionistischen Notwendigkeiten gerecht zu werden. Schrift- Sachen für die Ortsgruppe an Herrn Dr Ernst Lewy, Huntcrstal bei Freiburg i. Br. In N. F. Angelegenheiten an Herrn Rahclsohn, Freiburg, Lortzingstr. 2. Köln. Der vor kurzem neu gegründete zionistische Verein „Haschachar'* hat seine Tätigkeit vor zwei Monaten aufgenommen und ansehnliche Erfolge zu verzeichnen. _ Viermal wöchentlich finden stark ' besuchte hebräische Kurse unter Leitung von Frl. Glas statt, liu Lesesaal, in dem ea. 20 jüdische und nirhtjiidischc Zeitungen täglich neu aufliegen, ist vorhanden, der täglich von ca. 40--50 Personen besucht wird. Vorträge über Zionismus, jüdische Literatur usw. werden regelmäßig gehalten. _An der Schckclaktion und den Sammlungen für unsere Fonds nehmen unsere Mitglieder regen Anteil. Einen sehr großen Erfolg hatte der am Sonntag, den 14. Juni, untor Leitung des Herrn Zwi Bayer stattgefundene erste gesellschaftliche Tceabcnd. Sologesänge von Fr!. Regina Kleinwachs, jiddische Volkslieder von Herrn Ch. Dorf und Felix Zimmt wurden mit großem Beifall aufgenommen. Die Gesangsvorträge von Herrn Konzcrisängcr Boris Lubin (Moskau- Wien) sowie die Rezitationen von Herrn Max Deutschländer (vom Kölner Schauspielhaus) erhöhten den Genuß des Abends. Frau Boß, die meisterhaft die Gesänge am Klavier begleitete, verschönerte den Abend mit einem sehr gelungenen Klaviervortrag. Herr J. Schnelling hielt eine geistreiche und interessante Ansprache. Sport Gelegentlich der Jugcndturn- und Sportveranstaltung des Deutschen Makkabikrcises (5. Juli, nachmittags 31'. Uhr, Tiergarten-Sportplatz) findet .am Sonntag, den 5. 'Juli, abends 8'/a Uhr, „In den Zelten', Zelt I, eine Preisverteilung und Sicgcrfeier statt. Dabei hält Dr. Ernst Simon aus Haifa einen Lichtbildervortrag über „Turnen und Sport unter der Jugend Palästinas". Berlin. Der „Jüd. Turn- und Sportverein Bar Kochba Berlin", hat in letzter Zeit wieder mehrere sehr beachtenswerte Erfolge erzielt. Am 2i. Juni bei den großen Europaweilkämpfen vor 50 000 Zuschauern gewann Bar Kochba das 3000 m-Mannsch.aRslaufcn für Vereine der Klassen B, C, und D mit der Mannschaft Collen Fried- ^änder Ncssclroth durch taktisch kluges und' energisches Laufen und verständnisvolle Zusammenarbeit gegen B.A.K., B.T.S;V. 1850 und B.S.V. 92, alles Spc/ialvcreine für längere Strecken. Der ziemlich überraschende Sieg löste allgemeinen großen Beifall aus. — Beim Siaffeltag der „Rcalia" gewann Bar Kochba aiic drei von ihm bestritteneu Männcr:.taffcln, nämlich 4 X100, 3X200 m und 15 X V-- Rundcnstaffel gegen schärfste Konkurrenz in guter Manier und guter Zeit. In der großen Staffel nahmen sie an ihrem alten Rivalen B. S.V. 92, der Bar Kochba dieses Jahr schon zweimal geschlagen hat, Revanche und schlugen ihn nach hartem Kampf. Die Jugend- und Damcustalfeln konnten leider keine größeren Erfolge erringen, hier bedarf es noch vieler und eingehender Arbeit, tun auch hier erfolgreich sein zu können. Bar Kochba wird in diesem Jahre noch häufig Gelegenheit haben, seine gute Form unter Beweis zu stellen. Synagoge „Der Fricdcnstcmpcl", Bcrlin-Halensec, Markgraf-Albrceht-Str. 11/12. Hauptgottesdienst Freit3g, abends 7 Uhr. Sonnabend, vormittags 10 Uhr (Schriftcrklartmg und Einsegnung). Mincha 9,15 Uhr, Sabbatausgang 9,32 Uhr. Wochcntagsgottcsdicnt: täglich morgens 7 Uhr, abends 7,30 Uhr. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 3. Juli, in den Synagogen nach neuem Ritus abends 7 Uhr, in den Syn. nach altem Ritus abends 7,30 Uhr. Sonnabend, den 4. Juli, morgens: Alte Syn. S,30 Uhr; Syn. Kaiscrstr.. Rykestr., Pcstalozzistr., Kottbuscr Ufer und Münchener Str.: 9 Uhr, Syn. nach neuem Ritus: Frühgottesdienst 7,30 Uhr, Hauptgottesdienst 10 Uhr. Predigten: Alte Syn.: Dr. L. A. Roscnthal, Syn. Kaiscrstr.: Dr. Locwcntitai, Syn. Rykestr.: Dr. Wcyl, Syn. Lindensir.: Dr. Schönberger, Syn. Fasanenstraße: Dr. Gallincr, Syn. Lcvctzowstr.: Dr. Bergmann, Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur LCV7 (Schrift). Sabbatausgang 9,32 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Syn. 7,30 Uhr, morgens: Syn. nach altem Ritus außer Syn. Pcstajozzistr. 6,30 Uhr, Syn. Pcstalozzistr. und Synach neuem : Ritus 7 Uhr.