Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1857)
- Date
- 1857-02-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Rundschau. 71 kÄtttseka)" von dem betr. Borstande veröffentlichten, bei dieser Gelegenheit von Hr. Prediger Mannheimer, dem verdienstvollen Hrn. Vorsteher Sichrowsky und Andern gesprochenen Reden, Berichte und Toaste, woraus Sie den trefflichen Sinn dieser frommen Bruderschaft und den sie beseelenden edlen Geist nkennen werden (Wir haben das bezeichnete Heft mit Dank empfMen und mit Vernügen gelesen. Die Anempfehlung von Familien-Grüften in Mancheimer'S Rede wollte uns jedoch nicht zusagen. Wir fürchten, oder vielmehr, wir sehen eö vorher, daß daraus sicher eine luxuriöse Bevorzugung ter Reiche» entstehen wird, was im Interesse jener Gleichheit, die Professor Tod so eindringlich predigt.und die bis jetzt so weit imr möglich bei uns Israeliten in der Behandlung unserer Tobten in anerkannt rühmlicher Wl'lse hervortat, im hohen Grade zu bedauern wäre, — Reo. Nach einem SlNikel der Augöb. Allgem. Ztg. aus Hannover, würde die Annahme und Jnstalliruiig des dortigen Königs alS Großmeister der Freimaurerlogen mit ber Ausschließung der Juden von diesem Bunde, resp. der Charakterisirung desselben als eines Zweiges (oder Keffer, Aus^ wutt ses) des christlichen Staates, Hand in Hand gehen. In der Thal! in solchen Lagen würde dann nicht mehr frei, sondern sehr beschränkt gemauert werden. Wir würden fragen: ist die Tendenz des Freimaurerordens dann noch glkichbedeutendmit Humanität? und antworten : Nein! ulit „christlicher Liebe!" — Slnö Lüneburg wird uns geschrieben, daß per durch diese Blatter voriheilhaft bekannte Lehrer. Herr Warenheim, früher zu Pyrmont, seit November v. I. in Lüneburg als Lehrer und Canfor ^gestellt ist un^d dort seine strebsame Thätigkeit mit der Bildung eines neue» Chor-Vereines begonnen hat. Auch hat derselbe km Vereine mit dem, seit tö Jahre» daselbst fnngirenden Lehrer, Herrn t?almsohn, eine israelitische Real- und Handelsschule, verbunden mit einer Pension, gegründet, welcher wir, b^i den guten Intentionen des Hrn. Warenheim, den besten Fortgang wünschen. In Frankreich beschäftigen vie Beschlüsse der französ. N-Conferenz die israelitischen Blätter immer noch. „I.o Iwn ä'IsrttöZ" sJan 1857. S. 3tv) komml auf unsere Erwiederung in unserem Deeemberhefte, m Betreff des „talmlldi schen CultuS" zurück. Wir haben zu repliciren. Der Talmud hat u«ö Grundzuge hinterlassen; das ist wahr; die Ausbildung und Eniwickelung des Culkuö aber, in seinem ganzen umfänglichen, wir dürfen sagen, großartigen Ausbau, ist n a ch ta lmubisch.?wtiiN^ LeU^ott^ Xwotk, Msmorlm, eine große Menge anderer eingeflochtener Stocke st^,d uachtalmudisch. Der Ritus des Lersoh.nungötages, einen so breiten Aaum einnehmend und den ganzen Tag ausfüllend, ist uachtalmudisch. Uebriaens ist nach dem Talmud das Beten in jeder Sprache erlaubt; das Beim mit bedecktem Haupte ist keine talmudische Satzung man' kann 'eö/den Talmud in der Hand, recht gut abschaffen — 'geschähe eS nun, würde nicht der eintretende JSraelite „olw^< sein? WaS will es also'Wen/ mit dem „eulte t^muSlyns"? — Dann hat man in Mainz, außer'der Emftlhrung der Orgel und der Abstellung mehrerer Piutim, nichts gethan, als an den Sabbathen