Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1857)
- Date
- 1857-02-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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70 Rundschau. — ,s ist aber tnue »^rage, haß dennoch mit diesen Bestrebungen die Intelttgfuz Y>u^ m H^nd geht. Änb erst die Orte näher aneinander gerückt, rücken auch die Geister naher zusammen. Sigemhnmlich ist eö, daß im Kro»lante Mhtt», wo seit Kaiser Joseph ll. bereits Schulen bestehen, geregelte Msche Schulen doch nicht Platz greifen wollen. Es bestehet —mit Ausnahme einiger wenigen Gemeinden, ein außerordentlicher Schlendrian. Wenn ich um: einen Blick auf unsere äußeren Zuftande werfen will, so ka-m ich Ihnen auch da von keiner That berichten. Die Jud^nfrage ist N^?^ einmal hat m^n etwas mehr, einmal etwaS weniger Hoffnung, je n^chtem ebeu der Wi^d weht und es ist allerdings die Frag«', ob es nicht am Ente besser ist. wenn die Frag»> vor der Hand im Provisorium bleibt, in se^uge nun? uichl auf eine günst^e Lösung rechnen kann. Em Nebelnd ist bei uns, der die schlechtesten Folgen in seinem Ge^!i?üe HZ! und der ist^ man jii in anderweitigen Kreisen zu wenig mit den Jlttm Md mit Iudeuthum bekannt. Eines wie daS Andere kennt man blos a^S einzelnen Persönlichkeiten und ans einzelnen abgebrochenen und cchgknssema Stetten, cter wie es von dem nitd Mem nach oben dargestellt wird. Ran sollte cS kaum glauben! In einer Zeit, wo man dc»6 Innern Afrikas turchftrscht. wo man stch die Muhe gibt Jahrtausende alte Grab' sÄrcftm zu emrathseltt» kennt man nichr ein Volk, mit dem man Jahrhunderte;ttsammknlebt, und zw^r. weil man dasselbe;u kennen glaubt. Wir meines daß gewnse Dinge so ort zum Neberdrusse bereits erörtert wurden, d^ß e5 mmölhig sei uochmal-Z auf dieselbe» zurückzukommen und doch ka^? mau zücht geling in dieser Beziehniig thnn. Es Ware nicht b!oS gut s lA l^uMju nachjuweiftri, weicheir Schah von HumanitatSlehren der Talmud enhake, es war« auch gut, so Manchem den Inhalt der Bibel etwas näher aus Herz zu legen und;u zeigen, daß die Hauptgrundsäße der „Relider Aedes aus dem Juvenlhume geschöpft sind. — Ich will nicht weitet diesen Puukl erörtern, aber, es schien mir nothwmdig, denselben nicht;u übergehen. — Zum Schlüsse kann ich es nicht unterdrücken, mein Staunen auszudrücken in welcher Weife Herr Holdheim Ihr Buch „rorA uMi2NüIt" abgegkschrubkn hak- Wir h^n in letzter Zeit auf dramatischem Gebiete derartige ZirmfraM gesehen, aber förmlich abzuschreiben, das ist denn doch etk?as zu stark! — Es gehört überhaupt nach meiner unmaßgeblichen lieberzc^Mlg.um em Rcligicusbuch zu schreiben, nwas ganz anderes dazu jene schärft Diakctik, wie sie Herr Holdheim besitzt. Der Kindernmgen will bessere K-.'st. Wir Menschen aber haben eine eigenthümliche Schwache daß lvir die Schlv^iche eb^n für Stärke halten, und doch verbirgt sich oft mtter der Schwäche nur die Härte. Es mag Manchem dieser Satz paradox tUnge?!, er ist nichts deftewenizer wahr. B-isolgeud übersende ich Ihnen die „zur Erinnerung an die jüngste GeneTalVersammlung des Vereins für fromme und wohitl/atige Werke ivd^ia-