Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1857)
- Date
- 1857-02-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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68 Rundschau. Seit« gereicht mir um so mehr zu hoher Befriedigung und ermuntert mich, aus tem betretenen Wege fortzufahren und meine ganze Kraft der Erhaltung unserer Religio» unv der würdigen Gestaltung ihrer Institute zu widmen. Wie ilttn hört, sollen von den übrigen Bezirkeil ähnliche Huldigungen ein- ,,ln otcr is Gemeinschaft beabsichtigt werden.-Mir können unsererseits in diese anerkennenden Glückwünsche nur mit dem aufrichtigsten Danke einstimmen. Die israelitische Ob-rkirchenhehörde Württembergs hat die, sonst (vergl. Bade») nicht sehr;u begrüßende Centralisation der religiösen Angelegenheiten für die ihr anbefohlenen Gemeinden durch Umsicht, fromme Gesinnung und entschieden vorwärts gerichtetem Blick zu einem wahren Segen gemacht. Ter Himmel segne sie ferner bei ihren heilsamen Unternehmungen! Loeben vernehmen wir, daß der König Herrn vr. Maier 0a6 Ritterkreuz des Friedrichs Ordens verliehen habe, worüber wir uns recht herzlich freuten. — Red.) Bon dem neuesten Erlasse der Oberkirchenbehörde in Betreff der Beschurirung. haben Sie bereits Meldung gethan. Derselbe macht großes Aussehen, da die orchvdoren Mohelim mit der Abschaffung der Meziza (Aus» saugen des Blutes a»6 der neuen Wunde) sich nicht befreunden mögen. Von Selten der Rabbiner wird mißliebig aufgenommen, daß das Bezirksamt ohne jegliche Beziehung eines Rabbinen oder dessen Zeugniß über Ritual, kenntniß des Bewerbers die Befugnis) ertheilen darf und daß überhaupt die Rabbiner des Landes, wie es bei reinen Religionsgegenständen vorgeschrieben, oder doch üblich ist, gar nicht befragt wurden, ehe der Erlaß ergangen ist. Im Aahre!S50 enthielt eine Nr. des »Schomer Zion" die Nachricht, daß rie medizinische Zacultät;u. Würzburg auf eine deßfalsige Anfrage der bayr. Regierung sich dahin entschieden habe, daß die Meziza nicht nachtheilig fti, darauf sei biesrlbe fürs Königreich Bayern auch feruer beibehalten worden. — (Wir zweifeln nicht daran, daß die Oberkirchenbehörde. welcher die bedeutendsten schriftstellerischen Autoritäten der alten und neuere» Zeit zur Seite stehen, ihren betr. Beschluß aufrecht zu erhalten wissen wird. Es mag die Meziza an sich nicht gefährlich sein; sie kann es aber, wenn die Lebenssäfte des Motze! oder des Kindes insieirt sein sollten, im hohen Grade für jene« oder für dieses werden. Sollte diese Befürchtung, die in unserer Zeit gar nicht so ferne liegt, unter vielen tausend Fällen uur einmal eintreffen. Wer will die Verantwortung übernehmen? — ^1O^Q dil^N Reo. Aus Mittelfranke». Sie werden iu den vWiener Mittheilungen« (vom 19. Okt. 1856) den spitzigen Artikel über Fürth er Zustände gelesen haben. Uebcr dort vorherrschen sollende aufklärend-verflachende Elemente heißt es nun- „Solche Elemente waren eS, welche bei der Erwählung Lewi's ihren Einfluß geltend machten; ja sie waren es, die ihn mit fortrisse» auf der betretene» Bahn. Nur so wird es erklärlich, daß der Schüler Hamburgers sich so maßlos überstürzte in Reformen, daß „ut seinem Aus-