Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Nordamerikanische Zustände. thei! über die Verhältnisse der Israeliten iu dem gepriesenen Lan^e der Freiheit, namentlich über die religiösen Bewegungen umer, oe-uelden zu fällen. Zm nächsten Hefte werden wir einen Aussatz Dr. Lilienthais „über die Stellung der Parthcien" folgen lassen, der einen tieferen Blick in das Innere des religiösen Lebens der nordamerikanischen Israeliten gewährt. Vr. Mise bat sich ohnlängst darüber beklagt, daß die deutschen jüdischen Zeitschriften so wenig Notiz von seinen Blattern nehmen. Doch dem VolkZlehrer, gruben wir. kann dieser Vorwurf mit Recht nickt gemacht werden, indem wir, als Mitarbeiter desselben, von jeher uns bestrebt haben diejenigen Artikel aus „tkö Ismelite", welche von allgemeinem Interesse waren, wiederzugeben. Allein wlr haben in der letzten Zeit sehr wenige Artikel dieser Art in re? amerikanischen Wochenschrift gefunden. Die Polemik über die Cleveländer Konferenz, welche darin noch immer, und zwar öfter nickt auf die genlelmännischste Weise fortgeführt wird, hat für deutsche Leser längst alles Interesse verloren, und das Urtheil darüber steht so ziemlich fest. Dieses Urtheil wird seine beste Rechtfertigung darin finden, daß, wie es alles Ansehen hat, dte vorjährige Conferen; zu Cleveland ohne Nachfolgerin bleibt. Dock wenden wir uns zn dem „Rückblick" des vr. Mise. Nachdem derselbe vie politische und sociale Stellung der Luden in der alten Welt gewürdigt hat, was wir hier, als vorausgesetzt durch den üblichen „Rückblick" des Herausgebers d. Z. vorgeführt, füglich übergehen können, fährt er fort: „So steht Israel am Ende des Jahres 5616 in der alten Welt; dieses ist seine wellliche Lage, für welche wir große Ursache zum Danke unv zum Preise gegen den Allmächtigen haben, welcher über die Geschicke der Nationen waltet, und welcher seine Verhetßnngen au Israel erfüllt. Zn unserem Lande konnte, Gott sei Dank, unsere politische Stellung nicht verbessert werden; denn wo Freiheit und Gleichheit die oberste Herrschaft führen, da ist eine weitere politische Besserstellnng einer Klasse von Bürgern unmöglich. Die Know-Nothing'Manie. welche an und für sich eine Verfolgung eines religiösen Glanbens und der Fremden ist, erschreckte im vergangenen Jahre viele unserer Vrkdcr, da dieselben jegliche Proscriprion und Verfolgung wegen des religiösen Glaubens fürchten. Allein diese schwand, gleich jeder andern unvernünftigen Manie, vahin, und die Manner der Partei sind überzeugt, daß durch Verfolgung kein Ruhm zu erlangen ist. Indem das Glück unseres Landes auch unser Glück, und sein Unglück auch unser Unglück ist, beklagen wir nur die blutigen Schlachtopfer rücksichtsloser Parthe(männer auf dem Boden von Kansas, das unser Banner