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KC-Blätter · 1932-04-01 · Heft 2 (April 1932) · p. Seite 46

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1932
Issue
Heft 2 (April 1932)
Date
1932-04-01
Page
Seite 46 (sequence 22)
Language
German
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46 K. C.-Blätter Nachr.-Heft Zweistündiges Geräte- und Gymnastiktraining in der Lalle ergänzte den Boxbetrieb. Dazu fand noch jede Woche ein Schwimm offizium im Viktoriabad statt. Bereits 5 Bundesbrüder sind im Besitz des Sportabzeichens. Es ist noch zu erwarten, daß bis Schluß des Semesters noch einige Bundesbrüder sich dies Ehrenzeichen guter Körperdurchbildung aneignen werden. Auch den Fechtbetrieb hielten wir noch in angemessener Weise aufrecht. Besonders großen Wert legten wir auf die geistige Ausbildung der Aktiven. Aus diesem Grunde wurde bei den Rezeptions- und Inaktivierungsvorträgen ein hoher Maßflab angelegt. So gestalteten sich unsere wissenschaftlichen Abende im Rahmen von Tendenzburschenstunden zuständigen, beliebten und erfolgreichen Ereignissen des Verbindungslebens. Aus den immer angeregten Diskussionen dürfen wir schließen, daß wir unser Ziel, alle Bundesbrüder an den brennenden Problemen und Ereignissen der Zeit zu interessieren, in vollem Maße erreicht haben. Starkes Interesse fand z. B. ein Lehrzyklus über Sozialismus und materialistische Geschichtsauffassung, Vorträge über „Imperialismus und Liberalismus", „Akute C.V.-Probleme", „Abrüstung", „Thomas Mann", „Das Wesen der Rasse und die Iudenfrage". Erfreuliche Resultate zeigten auch die Ausspracheabende über moderne Literatur. Die Aftag-Wahl im Laufe des Semesters brachten von rechts zu links das Stimmenverhältnis 36:36. In Anbetracht der Schwere der Zeit und der außerordentlich gekürzten Wechsel der Aktiven legten wir unseren geselligen Veranstaltungen sowohl in der Zahl und in der Größe starke Beschränkung auf. Neben drei kleinen, aber gemütlichen Kneipen war das netteste Ereignis des Semesters wohl ohne Zweifel unser wohlgelungenes Damenfest auf dem Lause. Auf dem Schlußkonvent dechargierten wir unsere Chargen und Wartschaften und verliehen den drei Chargierten und den F. M. F. M. ihre Zeichen in Klammern. Wir inaktivierten unsere Bbr. Bbr. Adler, Frank, Kaiser, Kleimenhagen, Meyer nnd Salomon und gewährten den Bbr. Bbr. Abraham, Ferse, Lehmann, Ruppel und Geisel nach erfolgter Inaktivierung bei den l. K. V. K. V. den Austritt aus unserer Verbindung. Die Bbr. Cohen und Moses wurden zu einer l. K. V. Licaria, Bbr. Grünberger zu einer l. K. V. Sprevia beurlaubt. Wir begannen das S. S. 1932 am 12. April mit dem Antrittskonvent. Neo-Friburgia. Zu Beginn der zweiten Lälfte des Semesters meldete sich Lerr §1uä. mell. Fred Plaut aus Düsseldorf aktiv. Ferner konnten wir unfern endlich gesundeten a. B. Katzenstein begrüßen. Wir können auch aus der zweiten Semesterhälfte nur Erfreuliches berichten. Auf sportlichem Gebiet erreichten durch eifriges Training zwei Bundesbrüder das Sportabzeichen, andere haben schon drei oder vier der vorgeschriebenen Leistungen erreicht. Ein stramm durchgeführter Boxbetrieb unter Leitung eines Llniversitätsboxlehrers förderte alle Aktiven soweit, daß sie die Grundlagen dieser besten Selbstverteidigung beherrschen. Ein Aktiver errang das silberne Reitabzeichen und einen Preis beim Semesterabreiten der Universität. Zu den Univerfitätsfaustballmeisterschaften meldeten wir zwei Mannschaften, die beide nur ganz knapp gegen den Favoriten und Endsieger A. T. B. Cheruskia-Burgund unterlagen. In den Waldlaufmeifterschaften holten wir uns den zweiten Mannschaftsplatz und die fünften, sechsten, siebenten und zehntel: Einzelplätze von rund 45 Teilnehmern. Im Asta hatte unser a. B. Katz der: Sitz des „Lochschulblocks zur Entpolitisierung des Asta" inne. Durch seine Arbeit wurde uns unsere führende Stellung im „Lochschulblock" erhalten. Wir chargierten am Reichsgründungs- und Volkstrauertag. In gewohnter Weise feierten wir unsere Verbindungsfeste. Exbummel nach Günterstal und aufs Iägerhäusle wechselten ab mit Kneipen auf dem Laus. Eine Damenbowlenkneipe mit anschließendem Tanz — es nahmen etwa 70 Personen daran teil — verlief äußerst gemütlich. Zu Karneval luden wir unsere Damen zu einem Kostümball aufs fabelhaft ausgeschmückte Laus. Selten herrschte auf einem Feste eine so ausgezeichnete Stimmung! Zum Schluß des Semesters luden uns unsere Damen zu einer Bowle und Tanz ins Lotel „Kopf". Auch dieses Fest nahm einen sehr schönen Verlauf.

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