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KC-Blätter · 1932-04-01 · Heft 2 (April 1932) · p. Seite 40

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Journal
KC-Blätter
Volume
1932
Issue
Heft 2 (April 1932)
Date
1932-04-01
Page
Seite 40 (sequence 16)
Language
German
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40 K. C.-Blatter Nachr.-Heft Wie man das Armenrecht erhält, wie es mit den Rechtsmitteln steht, wie die Vollstreckung vor sich geht, alle in der Praxis interessierenden Fragen sind berücksichtigt. Das Lexikon ist geeignet, in vielen Fällen Helfer und Berater zu sein. Der achte Jahrgang des „Morgen" beginnt mit dem Aprilheft. Er wird eröffnet mit einem Aufsatz von Hans Bach: „Was kommt danach?", an den sich ein Rachwort von Heinrich Fr ick „Wider die Aechtung des Liberalismus" anschließt. Mit diesen beiden Aufsätzen wird eine Aussprache über zeitgemäße Fragen, die das Judentum betreffen, eröffnet, über das strittige Thema der Wertung des Liberalismus. — Einem brennenden Gegenwartsproblem ist der Aufsatz von Alfred Marcus „Die Berufswahl der Jugend" gewidmet. Von einer betrüblichen Aktualität ist ferner der Beitrag von Michael Müller-Elaudius „Psychologie des Hassens". Aus den Streitfragen der Gegenwart heraus führt der Schluß von I. Heinemanns Artikelreihe „Die griechische Weltanschauungslehre bei Juden und Römern" in die Vergangenheit hinein in das Werden des Diaspora-Judentums. Ludwig Rosenthals Beitrag „Jüdisches Mittelalter in Frankreich und Deutschland" legt Kunde ab von der kulturellen Verbundenheit des deutschen Judentums mit deutschem Geistesleben, auch in den Zeiten der Verfolgung und des Ghettos. Gedichte aus Arno Rädels „Hebräischem Diwan" unterbrechen den Fluß der geistigen Auseinandersetzung mit der geschichtlichen und gegenwärtigen Umwelt. In zwei großen Buchbesprechungen — Wilhelm Michel „Das Reich" und Eva Reichmann- Jung mann „Der Untergang des Judentums" — wird über die einfache Besprechung hinaus zu bedeutsamen kulturpolitischen Neuerscheinungen kritisch Stellung genommen. Eine Auseinandersetzung mit Konstantin Brunner, von Mauritius Kahn, beschließt das anregende Heft. Der „Morgen" erscheint 6mal im Jahr, jedes Heft ist ca. 100 Seiten stark. Abonnement durch jede Buchhandlung oder durch den Philoverlag, Berlin W 15, Preis RM. 12.— jährlich. Der Zeitspiegel. Halbmonatsschrift für politische Bildung. Herausgegeben von Dr. P. Hartig, Dr. I. Strunz und Dr. W. Gehl. Unter Förderung durch die Deutsche Gesellschaft für Politik und Pädagogik. In Zusammenarbeit mit Dr. S. Neumann (Deutsche Hochschule für Politik) und Dr. H. A. Münster (Deutsches Institut für Zeitungskunde). Einzelnummer RM. —.30, vierteljährlich RM.. 1.80, bei gleichzeitigem Bezug von mindestens 20 Exemplaren. RM. 1.80. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin 1932. Eine neue Zeitschrift! Ein tollkühnes Unternehmen in dieser Zeit, in der eine Zeitschrift nach der anderen gezwungen ist, ihr Erscheinen einzustellen — so will es scheinen. Und doch, wenn man näher hinschaut, ein unentbehrliches Rüstzeug für jeden politisch Interessierten, jeden, der sich seiner Verantwortung an der politischen Zukunft unseres Volkes bewußt ist. — Zunächst sei eins hervorgehoben, der nicht zu überschätzende Vorzug großer Billigkeit, der es wohl auch dem schwächsten Geldbeutel erlaubt, diese überaus wichtige Zeitschrift zu halten. Das Ziel des Zeitspiegels, der als eine Halbmonatsschrift für politische Bildung herausgegeben wird, ist im besten Sinne aktuell: er will an den Ereignissen der Gegenwart zu selbständigem Urteil heranbilden und damit in einer Zeit, die durch verwickelte Kämpfe auf politischem und wirtschaftlichem Gebiet, durch die Einseitigkeit parteipolitischer Stellungnahme befangen macht, eine überparteiliche Stellungnahme ermöglichen. Er tut das, indem er eine Reihe aktueller Probleme, sei es Reichspräsidentenwahl, Abrüstungsfrage, Sparpolitik, Fragen der Weltpolitik und Weltwirtschaft, Außen-, Wirtschaftsunb Handelspolitik, Innen-, Sozial- und Parteipolitik, staats- und kulturpolitische Fragen, durch Auswahl und Zusammenstellung der wichtigsten Pressestimmen aus allen Parteilagern, aus dem In- und Ausland darstellt, und dem Leser selbst die Urteilsbildung überläßt. Hie Namen der Herausgeber und der hinter der Zeitschrift stehenden Körperschaften und Bildungsinstitute bürgen für die strengste Ob-

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