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Jüdische Presse · 1938-03-11 · 10 (11.3.1938) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
24 (1938)
Issue
10 (11.3.1938)
Date
1938-03-11
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 10 JtHMSCllE PRESS« Seite 5 trag. Im Namen der Mädchengruppe richtete Fräulein M. Schlesinger bauliche Worte der Begr&ßtmg an den illustren Gast, worauf Frau Läebermann mit besonderer Eloquenz und tiefer Ueberzeugungskraft die Ziele und Bestrebungen der agudistischen Frauenorganisation darlegte. Von der großen Konferenz in Marienbad und ihren Beschlüssen ausgehend, wies sie auf die bereits erzielten praktischen Erfolge hin. Sie berichtete über die Leistungen auf dem Gebiet des Chinuch Habonaus in Erez Jisroel, in welcher Hinsicht der in Jeruscholajim zu errichtende Mädchen-Kibbuz hervorgehoben zu werden verdient, zu dem die nötigen Beträge bereits sichergestellt erscheinen. Auch in unserem Lande wird die Aktion mit Erfolg durchgeführt. Mit einem wannen Appell an alle thoratreuen Kreise, die hehren Bestrebungen der Aguda tatkräftig zu unterstützen, schloß sie ihren inhaltsreichen und mit Beifall aufgenommenen Vortrag. Fraulein J. Ehrenthal dankte der Referentin für ihre lehrreichen Ausführungen, die reichlichen Eindruck hinterließen. Eine Danksagung Der Verein ״Machsike Hadaß“, Bratislava, ersucht uns um Aufnahme folgender Zeüen: In der allgemeinen Freude über die Genesung unseres geliebten und geschätzten Rabbiners, Herrn M. Goldstern nj., können wir nicht umhin unseren tiefempfundenen Dank für Herrn Dozenten Dr. N. B u c h b a n d, Chef der Ohren-, Nasen- und Halsabteilung des Rothschild-Spitals in Wien öffentlich zu bekunden. Her Dozent Buchband scheute weder Zeit noch mühe bei der Behandlung unseres verehrten Vereinsrabbiner, weder Zeit noch Mühe und soweit man menschlichen Eingriff in die Vorsehung gelten lassen kann, ist es dem hervorragenden Können und der sorgfältigen Pflege, die es seinen Patienten angedeihen ließ, zu verdanken, wenn der Krankheitsverlauf einen so günstigen Ausgang nahm. Wir gehen in unserer Meinung sicherlich nicht fehl, wenn wir behaupten, daß sich die gesamte Mitgliedschaft des Vereines ״Machsike Hadaß“ und weite Kreise seiner Gönner, sich dem Dank des Herrn Rabbiner an diesem hervorragenden Arzt und Menschen mit ganzem Herzen anschließen. Dank gebührt auch dem Manne, der für sein Wirken auf dem Gebiete jüdischer Krankenfürsorge in weiten Kreisen Wiens und Preßburgs bekannt ist, Herrn Fürsorgerat Josef B o n d i. Er hat sich durch seine Bemühungen erneut die Dankbarkeit seiner (Preßburger Freunde zugezogen, die ihm an dieser Stelle gezollt werden soll. Wir antworten ... B. W. in M. Dank für Ihre Aufsätze. Wir konnten diese wegen der Fülle des Materials in der dieswöchigen Nummer unseres Blattes leider nicht abdrucken. Ein Gummiteppich braacht nicht ausgeklopft zu werten und erleichtert deshalb die Instandhaltungsarbeiten der Wohnung. Ein Zlinolit-Teppich bleibt rein und schön, wenn er regelmäßig mit einem feuchten Tuch abgewischt wird. Wo besonders strenge Hygiene notwendig ist (Kinderzimmer!), verwendet man eine helle, wenig marmorierte Schattierung, die jeden Schmutz sofort verrät. Informationen und Kostenvoranschläge in jeder Bata- Verkaufsstelle. Fünfte Jahrzeit nach ר׳ יוסף בוימג8רטען זצ״ל. Am 6. Adar jährte sich zum fünftenmal der Tag, seit dem dieser Manhig nicht mehr in unserer Mitte weilt. Beim Gedenken an diesen Zaddik hält man inne und fragt: Ist es wirklich schon so lange her, daß er von uns gegangen ist, wo doch die Worte, die er vor vielen Jahren aus tiefstem Herzen zu uns sprach, uns noch in so frischer Erinnerung sind, als hätten wir sie erst gestern ans seinem Munde gehört? Zurückversetzt in die Jahre, wo wir noch die Sechijo hatten, ihn selbst zu hören, glaubt man sich an seinem Jahrzeitstage im Kreise der Jugendgruppe, wo einige besonders schöne Diwre Thora nachgesagt und seine tiefschürfenden und alle Hörer hinreißenden Mahnworte in Erinnerung gebracht wurden. Möge er uns alten, die ihm so unendlich viel zu danken haben, auch fernerhin ein Meliz Jauscher sein. זכר צדיק לברכה, Heinrich KikisVTfT. Am Sonntag, den 20. Februar, verschied ein langjähriges treues Mitglied der Adas Jisroel (Schiffschul), Herr Heinrich Kikis, im Alter von T3 Jahren. Er war ein Jere Schomajim, der mit besonterer Anhänglichkeit der Adas Jisroel (Schiffschul) und dem Beth Hamidrasch ״Thora Ez Chajim" angehörte. Er war ein täglicher Besucher der Schiurim, ein aufrechter, ehrlicher Jehudi und führte sein Haus gemeinsam mit seiner Gattin, die eine Tochter do Herrn Jokew Hirsch in Mattersburg ist. als echt wahrhaft jüdisches Haus. Unter großer Beteiligfing fand die Lewajoh statt. Es sprachen Herr Rabbiner Salomon Baumgarten für die Adas Jisroel (Schiffschul) und Herr Rabbiner H. Schenk als Freund der Familie. Wilhelm Deutsch צ״ל* Am ersten Tage -"ל wurde Wilhelm Deutsch zu Grabe getragen. Mit vollem Recht kann von ihm gesagt werden תבא בבית ארי קבר, בעלות גדיש בעתו Nahezu neunzig Jahre lebte er in seiner Bescheidenheit in dem Geiste, in dem er aus einer jüdischen קהלה in einem wahrhaft frommen, jüdischen Hause erzogen war. Niemals hatte er das Streben, aufzufallen. Still und anspruchslos erfüllte er seine Pflicht als Mensch und Jude. All sein Denken und Tun war dem Streben für das Wohl seiner Familie gewidmet. Als wirklich frommer ב; תורת war er bedacht, sein Haus in dem altjüdischen Geiste zu führen. Durch seine gewinnende Liebenswürdigkeit allen gegenüber, die ihm begegneten, hat er alle Menschen sich zu Freunden gemacht. Er hatte das seltene Glück, den Lohn seines innerlich reichen Lebens genießen zu können. In den Häusern seiner Kinder und Schwiegersöhne, deren jüdische Führung als musterhaft bewundert wird, umgaben ihn seine Kinde;׳, Enke! und Urenkel mit einer ganz unbeschreiblichen Liebe und Zartheit bis zum letzten Atemzuge. Mit Rücksicht auf ,דיר mußte von der Würdigung des בבר: durch רבב־ Abstand genommen werden. Die zahlreichen Trauergäste wußten es, daß hier ein reiches, vollreifes Leben sich erfüllt hatte. Lerngemeinschaft ״Mekor Chajim“, II., Große Schiffgasse 1. Sidrovorträge am Schabbos um *V411 Uhr vormittags. Parschas Wajikro: Herr Rabbiner E. Rubinstein. Parschas Zaw: Herr Rabbiner H. Schenk. Parschas Schemini: Herr David Kalisch. Sonntag, den 13. d. M7!/' ״ Uhr: Herr Dr. S. Lernberger: En Jakow auf MO«. Megillo. Mitteilung der Erez-Jisroel-Zentrale Die Erez-Jisroel-Zentrale der Agudas Jisroel wird heuer wieder eine landwirtschaftliche Ausbildungsstätte errichten. Interessenten, die eine Auswanderung nach Erez Jisroel beabsichtigen, wollen sich in unserem Büro, Wien, II., Im Werd 6, schleunigst melden. Das beste Heilmittel für Ihre Nerven: eine kräftige Dosis Lachen. Natürlich bei der Purim- Akademie der Agudas-Jisroel-Mädchengruppe im Hotel Post, I., Drachengasse 3, am 21. März 1938 um ';8״ Uhr abends. Karten ab S 1.50 allabendlich in unserem Lokal, Et., Schiffamtsgasse 10, erhältlich. Agudas-Jisroel-Mädchengruppe, Wien II. Der dieswöchige Schabbos-Vortrag findet um halb 11 Uhr vormittags in der ״Wienea“, n., Obere Donaustraße 91, statt. Vortragender: Dr. Lernberger. H. Grün, H., Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe. VERBAND DER SABBATHFREIINDE ״SCHOMRE SCHABBOS“ WIEN, II., 1M WIRD 6 - TB- A-4R.Q-1S Kostenlose Rechtsberatung für unsere Mitglieder Die Mitglieder des Schomre Schabbos erhalten gegen Vorweis der Mitgliedskarte jede Rechtsauskunft kostenlos bei Herrn Rechtsanwalt Dr. Artur Funk, Wien, I., Gonzagagasse 12. Offene Stellen: Perfekter Mäbelanstreicher und Lackierer mit Gewerbeschein für Dauerbeschäftigung gesucht. Stellengesuche: Wir suchen dringendst Lehr- und Praktikantenstellen in allen Branchen und Berufen. Jedes Hilfspersonal für Pessach- und sonstige Aushilfsarbeiten können wir unverzüglich vermitteln. Bei Bedarf bitten wir um Ihre Verständigung. Was kann den Frühling verekeln? Bestimmt ein schlechtes Wetter. Ein Methusalemschnupfen oder aber Laufmaschen. Der schönste Frühlingsspaziergang wird zur Qual, wenn der Dame, die ganz neu angezogen ist, eine fallende Masche am Strumpf das ganze Exterieur verdirbt. Jetzt aber kann das Exterieur nicht mehr lange verdorben bleiben. Jede Frau springt einfach in die nächste Verkaufsstelle und läßt ihre Strümpfe sofort so reparieren, daß sie wieder wie neue sind. Von H. M. St. (Schluß.) Es paßt ganz in das Schicksal der Orthodoxie schlechthin hinein, die bei ihrem großen Reichtum an hervorragenden Persönlichkeiten ein denkerisches Genie von dem Format Dr. Breuers kaum mehr hat, daß sie diesen auf Reisen schickt. Hat dieser univerteile Geistesmensch für seine Fähigkeiten und Leistungen auf ideologischen, erzieherischen und politischen Gebieten wenn nicht das unerreichbare Justiz- oder Bildungsministerium in einem in religiösem Geiste regierten jüdischen Staate, so doch zumindest einen Katheder in einer allweltilchorthodoxen Hochschule nicht ehrlich verdient?! Daß dem 30 ist, ist allgemein bekannt, auch wenn es nicht immer der Fall zu sein scheint. Daß sich die Orthodoxie aber, dieses ihres schöpferischen Geistes, anstatt ihm ein fruchtbares Schaffen auf denkertsch-wiasenschaftlich-literarischein Gebiete, das unserer Jugend so sehr nottut, zu gewährleisten, seiner und seiner kostbaren Qualitäten zu prosaisch-wirtschaftlichen Dingen bedient, wird auf Generationen hinaus das deutlichste und traurigste Symptom der heutigen orthodoxen Armut bleiben. Armut der Mittel und Armut des Erkenntnisses. Eine solche Arbeit, wie Durchführung von Keren-Hajischuw-Geldsammlungsaktionen, müßte für ein dichterisches, denkerisches, feinfühlendes Gemüt wie das Dr. Breuers unerträglich, eine Hölle auf Erden sein, wenn es Sich nicht um Erez Jisroel handeln würde. Wenn es nicht um das Schicksal des jüdischen Landes und des Volkes gehen würde. So aber erhält diese rein ökonomische Geldsammlungsaktion ganz andere Bedeutung. Wenn das Schicksal des Heiligen Landes auf dem Spiele steht, wenn es sich um das Sein und Nichtsein eines jüdischen Lebens im jüdischen Lande handelt, wenn es um unsere Zukunft, um unsere Kinder, um das Schicksal eines Werkes geht, das nach seiner weiteren Gestaltung das Glück oder, G-tt erbarme, die größte Katastrophe des jüdischen Volkes seit dem Chtlrban Habajls vor zweitausend Jahren bedeuten würde, dann, dann handelt es sich hier wahrlich nicht um gewöhnliche ökonomischwirtschaftliche Unternehmungen. Dann haben wir hiemit vor uns ein Rettungäwerk, das auch den Lebens- und Seelenraum des größten orthodoxen Denkers voll auszufüllen imstande ist. In diesem Sinne entschloß sich Dr. Isaac Breuer, den Wanderstab in die Hand zu nehmen und abermals den bereits so viele Male mißglückten Versuch zu unternehmen, die Weltorthodoxie aus ihrem tragisch werdenden Schlafe aufzurütteln. Kein anderer ist dazu berufen, kein anderer kann sich mehr Erfolg versprechen als er. Die Massen strömen, seine Reden anzuhören. Niemand will sich den erhebenden Genuß entgehen lassen. Es ist daher die Aufgabe bei ihm erfolgversprechender, da man die orthodoxen Zuhörer nicht erst in den Zuhörerraum zerren muß, aber auch aus dem rGunde, weil kein anderer wie er, als Leiter der Keren-Hajischuw-Arbeit auf dem heiligen Boden, an Ort und Stelle so der grausamen Wirklichkeit Aug’ ins Auge schaut, kein zweites Herz so sehr von der elenden Not unserer Brüder blutet und aus keinem zweiten Munde lassen die durch unsere irrenden Brüder, unser Fleisch, Blut und Seele, geschändete Thora und Emuna und die Schmach der verachteten und mißhandelten Thoragesetze, in solch beredter Sprache ihre Stimme hören. Es ist schon spät, sehr spät, aber noch nicht zu spät. Wenn ein Weckruf noch Hoffnung hat, gehört zu werden, so der Dr. Breuers, der ihn jetzt weit und breit über der Slowakei ertönen läßt. Der Grippe rekonvaleszent fühlt allgemeine Schwäche und Ermüdung. Die Muskeln sind schlaff, die Nerven abgespannt. Massieren Sie sich über ärztliehe Vorschrift mit Alpa-Franzbranntwein. Dies erhöht den Blutkreislauf, stärkt die Muskeln, belebt die Nerven und hebt die Tatkraft. Zerstäuben Sie Alpa in Wohn- und Gesellschaftsräumen! Hiedurch gründliche Luftdesinfektion. Fragen Sie Ihren Arzt! Amtliche Mitteilungen der Wiener Israelis tischen Kultusgemeinde Z. 1159 ex 1938. Konkursausschreibung. Im Spital der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, XVIH., Währinger Gürtel 97, gelangen an der gynäkologischen Abteilung eine A esistenten- und eine Sekundararztensstelle zur Besetzung. Zur Anstellung sind erforderlich: Die oster - reicbische Staatsbürgerschaft, lediger Stand, die Berechtigung zur Ausübung der Heilkunde im österreich!sehen Bundesstaat, die körperliche Eignung (nachgewiesen durch ein von einem Primararzt des eigenen Spitals ausgestelltes Zeugnis) und ein AJ^er von unter 35 Jahren. Mit der Stelle ist nebst dem in der Baaoldunga- Ordnung für die Abteilungsärzte des Spitals der Kultusgemeinde fixierten Barbezug die Benützung einer möblierten Naturalwohntmg samt Beleuchtung, Beheizung und Bedienung sowie die volle Verköstigung verbunden. Für letztere werden die Eigenkosten von den Monatabezügen in Abzug gebracht, wobei der Abzug ein Viertel der Bezüge nicht Uberschreitet. Mit des Personaldokumenten (Geburtsschein. Heimatschein, Doktordiplom, Zeugnissen über die bisherige fachliche Verwendung) belegte Gesuche

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