Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 24 (1938)
- Issue
- 6 (11.2.1938)
- Date
- 1938-02-11
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 JÜDISCHE PRESSE Nr. 6 jüdische Bevölkerung Wiens Ende 1937 unter Berücksichtigung der in den .Jahren 1935 und 1936 stattgefundenen erheblichen Auswanderung höchstens 166.000 bis 167.000 Seelen zählt. Bei den 2824 im Jahre 1937 Verstorbenen sind nachstehende Todesursachen festgestellt worden: in 25 Prozent der Kalle Herzkrankheiten, in 15.5 Prozent der Fälle krebsartige Erkrankungen, in 15 Prozent der Fälle Erkrankungen des Blutes und seiner Bahnen, in 14 Prozent der Fälle Erkrankungen der׳ A t n 1 ungso rgane, in je 5,5 Prozent der Fälle Altersschwäche und Erkrankungen der Hamwege, in 4 Prozent der Fälle Tuberkulose. Durch Selbstmord endeten 105 Personen, und zwar 65 Männer und 40 Frauen (4 Prozent). Der Rest entfällt auf andere Krankheiten, wobei festgehalten wird, daß auf Geistesstörungen 1 Prozent, auf Infektionskrankheiten 1,1 Prozent und auf Hautkrankheiten 0,25 Prozent entfallen. Im Alter bis zu 10 Jahren starben 46 Kinder, im Alter von 10 bis 20 Jahren starben 28 Personen. im Alter von 20 bis 50 Jahren starben 404 Personen, im Alter von 50 bis 60 Jahren starben 401 Personen, nn Alter von 60 bis 70 Jahren starben 791 Personen. im Alt׳!״ von 70 bis •80 Jahren starben 769 Personen, im Alter von 80 bis 90 Jahren starben 317 Personen. im Alter von 90 bis 100 Jahren starben 37 Pers׳ inen. Hiezu kommen 29 Totgeburten. Von den im Jahre 1937 geborenen 720 Kinder n waren 369 männlichen und 351 weiblichen Geschlechtes. Tm .Jahre 1937 fanden 980 Trauungen statt. Von den Brautleuten gehörten 799 Männer und 857 Frauen dem ledigen Stande, 67 Männer und 65 Frauen dem Wit.wensta.nde, 114 Männer und 58 Frauen gingen nach Trennung der alten Ehe eine neue ein. Von 347 gelösten Ehen entfielen 241, das ist 69,5 Prozent, auf kinderlose Ehen. H. Grün, II.. Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66. Atelier für feine Herrengarderobe. i.erngenH'insehaft ״Mekor Chajim“, II., Große Schiffgasse 1 Schab bos Parschas Tezaweh: Dinim und Sidrovortrag, Herr Rabbiner Benjamin Benedikt. Sonntag, den 13. d. M., um halb 6 Uhr, gleich nach Maariw, spricht Herr Med.-Rat Doktor I. Reiniger in Fortsetzung über das Thema: ,,Entstehung, Entwicklung und Aufgaben der Adas Jisroel (Schiffschul)“. Sonntag, den 20. d. M., Herr Lehrer Jakob Eisenberg: ,,Die Arba Parschios“. Nachtrag zum Lehrplan: Gemoro Schiur San 11 edrin (Herr A. Feigelstock). — Sonnlag, gleich nach Minehoh, und Montag bis Donnerstag. von 7 bis 8 Uhr abends. Nachher Maariw. Agu(las Jisroel Frauen- und Mädehengruppen Wien. Diesen Sonntag, den 13. Februar 1938, findet unter Leitung des Herrn Prof. Dr. Bronn er eine Führung durch das .,Jüdische Museum“ statt. Treffpunkt um halb 11 Uhr vormittags im Museum, II., Malzgasse 16. Agudas Jisroel Mädohengruppe, Wien II. Den dieswäehigen Schabbos-Vortrag hält Herr David B ondy um halb 11 Uhr vormittags in der ״Wienea“. II., Obere Donaustraße 91. Die luden in Rumänien Die letzten Ereignisse haben die Autmerksamkeit der ganzen Welt auf die Judenfrage in Rumänien gelenkt. Wie sich die Dinge in diesem Lande auch weiter entwickeln werden, ob das Regime Goga-Cuza sich behaupten oder in absehbarer Zeit einem anderen Platz machen wird eines ist sicher: Der verschärfte antijüdische Kurs wird nicht so bald aufhören und die dortigen Juden gehen allenfalls schweren Zeiten entgegen. Angesichts dieser Situation ist es sicher von Interesse, nähere Daten über die eigentliche Lage der Juden in Rumänien kennenzuiernen. Ein Bukarester Bericht der ..Neuen Zürcher Zeitung“ gibt darüber einigermaßen Aufschluß. Der amtlichen rumänischen Statistik, die sich auf die Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1930 bezieht, ist zu entnehmen, daß die Zahl der Personen jüdischen Glaubens bei einer Gesamtbevölkerung von 18,053.000 Seelen 758.226 ausmacht, das heißt, 4,2 Prozent. Die Zahl derer, die sich nur zur jüdischen Nationalität bekennen, beträgt 722.120 oder 4 Prozent. Daß diese Zahlen, die zwar durch die Antisemiten in Rumänien stets bestritten wurden, den Tatsachen entsprechen, beweist auch eine Statistik aus dem Jahre 1924, worauf sich Julius Maniu in einer Studie über die Minderheilen bezieht und wonach die Zahl der Juden fünf Prozent von 16 Millionen, also 800.000 ausmacht. Danach leben in Siebenbürgen, Banat, Crishana, Maramuresch 181.000, in Bessarabien 267.000 und in der Bukowina 102.000, insgesamt 550.000 Juden, wozu noch die Juden des sogenannten Altreiches (Rumänien, vor dem Weltkrieg) mit 250.000 Seelen einzurechnen sind. In den letzten Jahren ist die Zahl der Juden infolge der Auswanderung zurückgegangen. 1935 wandei'ten z. B. 1157 Juden nach Palästina aus. Das rumänische Judentum lebt vor allem in den Städten. Das Schlagwort von der ,,Ueberschwemmung der Dörfer“ trifft nicht zu. Nach der offiziellen Statistik verteilen sich die Juden auf Stadt und Land folgendermaßen: In ganz Rumänien beträgt die Zahl der Stadtbewohner 3,632.000, davon 519.376 (14,3 Prozent) Juden, die Zahl der Dorfbewohner 14,421.000, davon 230.736 (1,6 Prozent) Juden. Die größten jüdisehen Siedlungen findet man in Bessarabien, dann in Crishana und Maramuresch und schließlich in der Bukowina. In diesen drei Provinzen lebt der jüdische Proletarier, hier fristen sie als Landwirte, Forstarbeiter, aber auch als Wirtshausbesitzer und kleine Kaufleute ein kümmerliches Leben. Die drei Provinzen sind die ärmsten des Landes; die Einnahmen der bessarabisehen Dorfgemeinden machen bloß 9,5 Prozent der Gesamteinnahmen der rumänischen Dorfgemeinden aus, obwohl ihr Anteil nach der Bevölkerungszahl 15 Prozent sein sollte; die Bukowina bringt statt 4,5 Prozent nur 3 Prozent der Einnahmen auf, und im Bezirk Maramuresch entfallen pro Kopf der Bevölkerung nicht mehr als 50 Lei Gemeindeeinnahmen im Jahr. Bedeutend sind die jüdischen Siedlungen der Moldau. Die Städte sind tatsächlich km Juden überflutet. 23,6 Prozent der Gesamtstadtbevölkerung sind Juden. Das Urteil lautet über sie - - es sind Nachkommen der Einwanderer aus Polen und Rußland — im allgemeinen ungünstig. Es waren Pächter der Großgrundbesitzer, Geldgeber der Bauern, sie hielten den Handel in ihren Händen. Da sie kein Recht hatten, Grundbesitz zu erwerben, mußten sie in den Städten leben. Nach dem Kriege von 1877/78 wurden 900 Juden naturalisiert. Nach der Volkszählung von 1930 erklärte ein Drittel der Moldauer Juden, ihre Muttersprache sei Rumänisch. Städte mit starker jüdischer Bevölkerung sind: Jassy, Kischinew, Czernowitz, Sighetul Marmalziei, Satu Mare. Die große Zahl der Juden in Muntenia läßt sich damit erklären, daß die Hauptstadt Bukarest, wo Juden in kompakten Massen leben, zu dieser Provinz gehört. In Oltenien, Muntenien und in der Dobrudscha finden wir in den Dörfern fast gar keine Juden. In Siebenbürgen und in der Moldau ist ihr Anteil an der Dorfbevölkerung ungefähr gleich, im Banat aber gänzlich unbedeutend. Die Verschiedenheit der politischen Herkunft spiegelt sich im Prozeß der Assimilierung wieder. Im alten Königreich haben sie sich mäßig assimiliert. Sie sprechen iiel Rumänisch, weniger Jiddisch. In Bessarabien ist ihre Muttersprache der Jargon, während sie z. B. im Banat fast ausschließlich ungarisch sprechen. Die Assimilation war in Siebenbürgen, hauptsächlich aber im Banat stark, weniger stark im alten Königreich und am schwächsten in Bessarabien. Die Assimilierung wurde durch das Schulgesetz gefördert, das den Juden die Errichtung der konfessionellen Privatschulen erschwert. Amtliche Mitteilungen der Wiener Israeli: tischen Kultusgemeinde Israelitische Jugendg-ttesdienste. 1. Jugendg-ttesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler(-innen): Samstag, den 12. Februar 1938, um 3 Uhr nachmittags in allen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. — 2. Besondere Jugend g-t tesdienste für Mittelseh üler und -Schülerinnen der Unterklassen im II.. IX. und XX. Bezirk: Samstag, den 12. Februar 1938, um;(5 Uhr nachmittags im Leopoldstädter-Tempel, II.. Tempelgasse 5, und in | den Bezirkssynagogen IX., Müllnergasse 21, und XX., Kluckygasse 11. — 3. G-ttesdienst für die! reifere Mittelschuljugend: Freitag, den | 11. Februar 1938, um;47 Uhr abends im Stadttempel, I., Seitenstettengasse 4. Predigten in den Synagogen. Freitag, den 11. Februar 1938, bei den um 5 Uhr 5 Minu- | ten beginnenden Abendg-ttesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen, und zwar: II., Tempelgasse 5, Oberrabbiner Dr. I. Taglicht: III., Untere Viaduktgasse 13, Rabbiner Dr. K. Kupfer: V.. Siebenbrunnengasse 1 a, Rabbiner Dr. M. G. Mehrer; VI., Schmalzhofgasse 3, Rabbiner Dr. J. Drobinsky; VIII., Neudeggergasse 12, Rabbiner Dr. M. Bauer; IX., Müllnergasse 21, Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz; X., Humboldtgasse 27, Rabbiner Dr. A. Weiner; XV., Turnergasse 22, Rabbiner Doktor H. J. Zimmels; XVI., Hubergasse 8, Rabbiner Dr. J. M. Bach; XIX., Dollinergasse 3, Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX., Kluckygasse 11, Rabbiner Dr. B. Murmelstein; XXI., Holzmeistergasse 12, Rabbiner Dr, M. Rosenmann. — Samstag, den 12. Februar 1938, um ■'1/-i4 Uhr nachmittags Vortrag aus dem Schulchan Aruch: XV., Turnergasse 22, Rabbiner׳ Dr. H. J. Zimmels. הברה מפיצי תורת מהר״ש קאשיצע יע״א. מאיש־־ב א:־.“ לידדיע בסער ב- ---- -י -V פ"- ...ל.״..-) יצא לא- בל יד•:■ לבב- ירגא דהרילא דביק רב•:■ ־.;או; ■בד ההידה «קל-י י•־»• אלי אי!®וי "ספר שדת מהר״ש הלק ששי" הנדלה בפלפולא דאירייהא ב־דב• של הבהבר זיל, ■בבד• בנובל להפיק!s; ::cs להלאה להיציא לאיר העלוב:,-. הבננה פיניב אנה:.• בנה לבל "ויאמר דוד" ב-.; הננהבה הה־:. ב־אבבשיט׳; שליביא הנהפב בראש הספה. א־דנדנו: קאשי־, א-ד ה־־־■;. Mefieei Thoras Meharasch p/a. Rab. Dawid Halpern, Kosice, Legionarska nam, 11 מנהלי ההברה. מזל טוי להבה- הידד:• הנעלה הננופל: בהייה ייראה ביהי-י יצחק נתן מעהדבערגע־ לא-י"• עב ־יה העלענע מייזלער. Die Koppelschul — Wr. Neustadt SUCHE zu drei Kindern frommes jüdisches Mädchen. Zuschriften an die Wiener Administration des Blattes unter ,,Tagsüber“. Juwelen, Uhren, Gold- und Silberwaren, insbesondere כלי קודש, Seder« schüssel, Menoras, Leuchter und Bestecke in großer Auswahl, auch Gelegenheitskäufe, stets vorrätig MotnzMumy II, Tabarstra■• 14 Tag cö מ־ > B’ebruar דף יוסי! משנה יומית Kalendarium תמורה | בריתות: אהלית פרק |משנה Freitag 10 11 ל; ד; Samstag 11 12 ל¬ ה " תצור,. Sonntag 12 13 ב Montag 13 14 ג א ד Dienstag 14 15 ד ב פ־~*ב קמן .... MitM 15 16 ה; n 0 (innerst. 16 ־1 ־ Freilag 17 18 ,; ■ ז ה " Samstag 18 19! ח ו " t ■ mi ־ ־ תצור, Gebetzeiten WIED BUTISLM Uhr : Min. Uhr : Min. 6 05 6 05 ה:הר. תפילין בשעה הררק. 00 יעי 00 8 : 45 פוף זנק קריאת שבע של שהייה . . . 5 10 5 : 00 בשבח: «הה =ע*־ק. 7; 15 7 15 9; 30 9 30 3 : 30 3 30 6 : 00 5 50 — i — — j ~ בדול: השכסה . 6 : 20 6; 30 שהרית . 5 : 15 5 i 25 Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Orthodoxjüdischer Preßverein, Wien, II., Malzgasse 12 a. Für den Inhalt verantwortlich im Sinne des Preßgesetzes: Jakob Deutsch, Wien, II., Rotensterngasse 15. 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