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Jüdische Presse · 1938-01-28 · 4 (28.1.1938) · page 6

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Journal
Jüdische Presse
Volume
24 (1938)
Issue
4 (28.1.1938)
Date
1938-01-28
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
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Seite 6 JÜDISCHE PRESSE Nr. 4 nend ist auch, daß die Zahl der Trauungen im Vorjahre kleiner gewesen ist als im Jahre 1936 — 943 gegen 1053. (Thamix־ho-On*K> r-Feier der Talmud-Thor» in der Kasohl-Schul Sonntag, den 16. d. M., veranstaltete die genannte Talmud-Thora, welche unter der Leitung Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. David Ochs steht, eine Chamiseho-Assar-Feier für die Zöglinge derselben. Eine große Anzahl בל■ ע־ח von Kindern war samt ihren Eltern erschienen. Herr Rabbiner Dr. Ochs wies ln imposanter Rede auf die Bedeutung des Baumfestee hin, wobei er zum »Schluß die Eltern, insbesondere die Mütter der Kinder ermahnte, den jungen Bäumen (Kindem) eine jüdische, der Tradition der heiligen Thora angemessene Erziehung angedeihen zu lassen. Mit Verteilung von Fruchtpaketen an die Kinder fand die würdige Feier ihr Ende, Vortrag de« Herrn Redakteurs Fryden/on in der Beth Jakob Der Leiter der Beth-Jakob-Bcwegung und Herausgeber des ״Beth-Jakob-Journals" in Lodz, Herr Redakteur Elieser Gerson Frydenzon, hat am Montag, den 17. d.. im Fortbildungskurs der Wiener Beth-Jakob-Schule einen Vortrag über die Beth-Jakob-Bewegung in Polen gehalten. Der Redner fesselte die zahlreich erschienenen Zuhörerinnen durch seine außerordentlich interessanten Ausfiihrungen und gab ihnen ein Bild über die Wesensart der Beth-Jakob-Schulen und -Kurse in Polen. Insbesondere wies er auf den Ausbau der Beth- Jakob-Schule in Lodz hin. welche in den letzten Jahren unter dem Titel ״Ohel Soro" — benannt nach der Gründerin des Beth-Jäkob-Werkes — Werk- Stätten für die verschiedensten weiblichen Berufe ins Leben gerufen hat, um auf diese Weise Hand in Hand mit der geistigen Ausbildung auch die praktische Ausbildung der Schülerinnen zu erzielen. Auch auf diesem Wege sei dem verehrten Redner für seine Ausführungen herzlichster Dank gesagt. Agudas - Jisroel - Mädchengruppt■, Wien, II. Den dieswöchigen Schabbosvortrag hält Herr Dr. Joel Pollak in der ,,Wienea“, H., Obere Donaustraße 91. Eine Aktion für die Versorgung jüdischer Haft- Unge mit ritueller Kost (Zuschrift an die Redaktion.) Am 7. Jänner 1938 ist ein gewisser M. J. bei einer Polizeirazzia in der Herberge Herminengasse 8 verhaftet worden. J. ist ein sehr schwer kranker Mann und ist dabei religiös orthodox. Auf meine Veranlasmmg hat Herr Rechtsanwalt Dr. Michael Mahler, Wien, 1״ Stubenring 4, für J. bei der Polizeidirektion, Abteilung für Gefangenhausangelegenheiten interveniert. Am 10. Jänner 1938 hat Rechtsanwalt Dr. Mahler in meiner Begleitung bei dem betreffenden Referenten der Gefangenhausabteilung vorgesprachen und ließ Herrn M. J. zwecks Fertigung einer Vollmacht verführen. Bei dieser Gelegenheit bat Herr J. den Rechtsanwalt Dr. Mahler, man möge ihn — da er nur rituelle Kost ißt — rituelle Verkä&tigung zukommen lassen. Wie bekannt, kann nur die Kultusgemeinde das Essen für derartige Gefangene ins Gefangenhaus liefern. Herr Rechtsanwalt Dr. Mahler hat gleich nach Rücksprache mit Herrn J. die Kultusgemeinde, und zwar den betreffenden Referenten, angerufen und gebeten, man möge für den Häftling Herrn J. bis zu seiner Befreiung das Essen senden. Der betreffende Referent der Israelitischen Kultusgemeinde versprach Herrn Rechtsanwalt Dr. Mahler, ab 10. Jänner 1938 Herrn J. im Gefangenenhaus zu verköstigen. Der Zufall wollte, daß am 14. Jänner 1938 bei dem Referenten der Gefangenhausabteilung für Herrn J. interveniert wurde. Bei dieser Gelegenheit wurde dem Intervenierenden bekanntgegeben, daß Herr J. seit seiner Einlieferung bis einschließlich 14. Jänner 1938 keine rituelle Kost von der Kultusgemeinde erhalten habe. Herr Rechtsanwalt Dr. Mahler hat am 14. Jän- 11er 1938 den Referenten der israelitischen Kultusgemeinde wegen der rituellen Kost neuerlich gesprachen, worauf er die Antwort erhielt, die Kultusgemeinde könne eföt dann das Essen durch die ״Einheit" schicken, wenn Herr J. in der ״Einheit" für das Essen einzahlt und die Genehmigung des Gefangenhauses zur rituellen Verköstigung voriegt. Und so sind dann wieder einige Tage vergangen, bevor der Verhaftete rituelle Verköstigung erhalten konnte. Mit Rücksicht auf den Vorfall, der wahrscheinlieh nicht vereinzelt dasteht, erlaube ich mir, der jüdischen Oeffentlichkeit die Anregung zu unterbreiten, einen besonderen Verein oder ein Komitee zu dem Zweck ins Leben rufen zu wollen. Eventuelle Zuschriften erbitte ich an die ״Jüdische Presse“ unter ״Pedut scholach le-amau“. J. W. H. Grün, II., Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe. zu kaufen gesucht. Anträge schriftlich oder telephonisch (A-4 6-0-15) an die Wiener Admtuistra- Amtliche Mitteilungen der Wiener Israeli* tischen Kultusgemeinde Julius Franketaahe Stipendienstiftung. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien bringt hiemit zur Kenntnis, daß im Studienjahr 1937138 aus der Julius Fränkelschea Stipendienstiftung für arme Studierende der Wiener Universität israelitischer Konfession eine Anzahl von Stipendien zur Verleihung gelangen. Studierende höherer SemeSter werden vorzugsweise berücksichtigt. Be- Werber um diese Stipendien wollen ihre Gesuche bis längstens 15. Februar 1938 an das Kuratorium der Stiftung zu Händen des Herrn Dr. Eugen Boschan, Rechtsanwalt, Wien. I., Oppolzergasse 4, richten. Vorsprachen ausschließlich zwischen 10 und 13 Uhr. Die Gesuche haben genaue Angaben über alle für die Beurteilung der persönlichen Verhältnisse der Gesuchsteller maßgebenden Umstände, insbesondere auch darüber, ob der Gesuchsteller im Genuß eines Stipendiums oder einer sonstigen regelmäßigen Unterstützung steht oder stand, zu enthalten: anzuschließen sind: Geburt»- und Heimatschein, Mittellosigkeitszeugnis unter ausschließlicher Verwendung der vollständig au’szufüllenden Formulare der Universität, der Index sowie Ausweise über die bisherigen Studienerfolge. Carl und Rosalia Goldsoiimidtsehe Stiftung. Aus dieser Stiftung gelangen für das Jahr 1938 S 3900.— an arme und bedürftige Personen zur Verleihung, welche ihre Verwandtschaft mit dem am 26. Februar 1902 in Wien verstorbenen Herrn Cari Goldschmidt, bzw. mit dessen Gattin, der am 20. Dezember 1909 in Wien verstorbenen Frau Rosalia Goldschmidt geh. Engel, nachweisen können. Als Verwandte in Ansehung dieser Stiftung sind solche Personen anzusehen, welche von den Urgroßeltern des Stifters, Herrn Carl Goldschmidt, bzw. von den Urgroßeitern der Stifterin, Frau Rosalia Goldschmidt geh. Engel, in ehelicher Deszendenz abstammen. Ge- Suchsbeilagen: Geburt'sdokument. Verwandtschaftsnachweis im Sinne der vorstehenden Bestimmungen, Armuts- oder Bedürftigkeitszeugnis des Gesuch- Stellers. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 28. Februar 1938. Einreichstelle: Fürsorgezentrale der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, I.. Seiten- Stettengasse 2, I. Stock, Tür 17. — Zur Bewerbung sind Gesuchsbogen zu verwenden, welche in der Einreichstelle (I., Seitenstettengasse 2, I. Stock) unentgeltlich zu haben sind; diese Formulare enthalten־ auch nähere, für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. Predigten in den Synagogen. Freitag, den 28. Jänner 1938 bet den um 4 Uhr 45 Minuten beginnenden Abendg’ttesdiensten in nachbenannten Gemeinde und Bezirkssynagogen, und zwar: I., Seitenstettengasse 4, Oberrabbiner Dr. I. Taglicht; III., Untere Viaduktgasse 13, Rabbiner Dr. K. Kupfer; V., Siebenbrunnengasse 1 a, Rabbiner Dr. M. G. Mehrer; VIII., Neudeggergasse 12, Rabbiner Dr. M. Bauer; IX., Müllnergasse 21, Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz; X., Humboldtgasse 27, Rabbiner Dr. A. Weiner; XIII., Eitelbergergasse 22, Rabbiner Dr. M. Lewtn; XV., Tumergasse 22, Rabbiner Dr. H. J. Zimmels; XVI., Hubergasse 8, Rabbiner Dr. J. M. Bach; XIX., Dollinergasse 3, Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX., Kluckygasse 11, Rabbiner Dr. B. Murmelstein. Samstag, den 29. Jänner 1938, beim Vormittagsgottesdienst Schrifterklärung: XXI., Holzmeistergasse 12, Rabbiner Dr. M. Rosenmann. Samstal, den 29. Jänner 1938, um;!/44 Uhr nachmittags Vortrag aus dem Schulchan Aruch: XV.. Turnergasse 22, Rabbiner Dr. H. J. Zimmels. Israelitische Jugendg-ttesdienst": 1. Jugendg-ttesdiensf für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (-innen). Samstag, den 29. Jänner 1938 um 3 Uhr nachmittags in allen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. — 2. Besondere Jugendg-ttesdienste für Mittelschüler und -Schülerinnen der Unterklassen im n., IX. und XX. Bezirk. Samstag, den 29. Jänner 1938 um viertel 5 Uhr nachmittags im Leopold- Städter Tempel, II., Tempelgasse 5, und ln den Bezirkssynagogen IX., Müllnergasse 21, und XX., Kluckygasse 11. — 3. G-ttesdienst für die reifere Mittelschuljugend. Freitag, den 28. Jänner 1938, um halb 7 Uhr abends im Stadttempel, I., Seitenstetten- WIENER INTERNAT Frau Dr. Leo Deutschländer, Wien X1X, Hofzeile 12 # Staatlich geprüfte Pädagogin nimmt junge Mädchen als Internistinnen und Externistinnen auf. Geboten wird in traditionell, religiös geführtem, kultiviertem Heim (mit großer Terrasse und herrlichem Park) Unterricht in Fremdsprachen (mit Universitätsexamen•), in jüdischen Fächern, Kunstgeschichte, Weltliteratur, Gymnastik, Haushaltung und kaufmännischen Fächern, mit fremdsprachiger Korrespondenz. — Für an Wiener Hochschulen oder sonstigen Bildungsanstalten studierende Mädchen und für Wiener Schulen besuchende Kinder wird ein angenehmes Heim sowie Hilfe bei den Studien und Schulaufgaben geboten. — Auskunft und Anmeldungen: Frau Dr. Leo Deutschländer, Wien, XIX», Hofzeile 12. Tel. Nr. B-19-304. ■ tlorllzWMKnini Ü, Taborstraß« 14 brtte Omer Jules Elsafiat Wien Straßburg Verlobte Ruhen SMenltz Lazar Rotteten Caprag Zagreb Verlobte Zagreb, 9. Schwat 5698, 11. Jänner 1038 מזל טלב להבחור התורני הנעלה חמוסל; בחורה ויראה סיהי־י יצחק נתן מעהרבערגער ל»-ביי עם שית העלענע טייזלער. יוסף רחנגרנר ת סזלא סבא ונדי■ יאה לבבוד ידיו־נ : ה־ב הסוסלג וסוסלא בתוייש בשיר. »ידי י ו ד א לעדרי Verbindungen zwecks Heirat werden durch eine seriöse Heiratsvermittlung in der C. S. R., welche in den besten Kreisen des In- und Auslandes eingeführt ist, ängebahnt. Interessenten schreiben unter ״Strengste Diskretion" an die Bratislavaer Administration dieses Blattes. Der Schomre-Thora-Verein Senec gratuliert seinem Vorstandsmitglied, Herrn Jenö Bernfeld aus TopoFany, anläßlich seiner Verlobung mit Fr. llonka Linkenberg, Senec. Jflfflscli-religiöses Gymnasium 109, Stanford Hill, London, H. 16 Direktor: Rabbiner Dr. S. Scbinfeld Die Verwaltung dieser Anstalt gibt bekannt, daß an derselben noch einige Plätze für Ausländer frei sind. Eltern im Auslande, die daran interessiert sind, ihre Kinder in England studieren zu lassen, hätten die Möglichkeit, sich dieser Schule zu bedienen. Derselben ist auch ein allen. Anforderungen entsprechendes Pensionat angegliedert. Außer den normalen Gymnasial-Lehrgegenständen wird in der Schule auch ein spezieller Kurs für Englisch geführt. Nähere Auskünfte durch Mr. N. Stenzei, 109, Stamford Hill, London, N 16. England. Kalendarium Gebetzeiten משפטים הנחת תפילין בשעת הדחק . . סוף זמן קריאת שסע של שחרית fDBQ : «חד. בעש" Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Orthodoxjüdischer Preß verein, Wien, n., Malzgasse 12 a. Für den Inhalt verantwortlich im Sinne des Preßgesetzes: Jakob Deutsch, Wien, II., Rotenstemgasse 15. Verantwortlicher Redakteur für die Tschechoslowakei: Siegfried Frommer, Bratislava, Zoehgasse StfXJVßt. Druck: Druckerei- und VeHagp-A.-G. Ig&as 9M&- mann, Wien, IX., Universitfttsstraße 6/8.

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