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Jüdische Presse · 1938-01-07 · 1 (7.1.1938) · page 6

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Journal
Jüdische Presse
Volume
24 (1938)
Issue
1 (7.1.1938)
Date
1938-01-07
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 6 JÜDISCHE PRESSE Nr. 1 A*n BücUectisd1׳ ״ "הנותן בים דרך"Dw Wegweiser im Meere des Talmud“ soeben erschienen. Zu beziehen vom Verfasser Kabbiner Abraham Wachsmann, Ujpest. Arpad-u., oder bei Heinrich Wachsmann, Bratislava, Nonnenbahn 9. Bin Werk, das sowohl: seinem Inhalte als auch seinem Umfange nach etwas Besonderes ■und Eigenartiges darstellt, ein Werk, das, seinem Werte und praktischer Bedeutung entsprechend, mit Recht als eine. Bereicherung der jüdisch-taimudisehen Literatur aufgefaßt werden kann, ist als edle Frucht einer emsigen und selbstlosen 28jährigen. Arbeit vor kurzem!beendet worden. Der Verfasser, der als großer Talmudgelehrter bekannt ist, der die. schwere Funktion eines פרא דאתרא in einer großen קדירה gewissenhaft durchführt, i'cheute kein׳• M!ühc und keine Plage und toe* schenkte die jüdische Welt mit einer Enzyklopädie nichtigsten ■,■!הרכזת, מאמרי ה und מדרימים. Das Werk?niger als über 60.000 Aussprüche una Entscnemungen unserer Weisen und zeichnet sich hiebei durch eine peinliche Septematik aus. Die ״'Städte“ sind in alphabetischer Folge aneinandergereiht, die zu jeder ,,,Stadt“ (Begriffe) gehörenden Unterabteilungen, ״Gassen“ und ״Hau-;•er“, ebenfalls in selber Reihenfolge angeführt die Stellen der מאמרים werden überall mit einer pein- Ein jeder :mthält 1 : Ben md ohne Mühe ׳ Wer Dieses herrlich( fehlungen bedarf, besitzt die Gutachten Haskomos, hervorragender Talmudkoriphäen unserer Zeit. Wir wollen hoffen, daß die jüdische Welt eine solche horrende Leistung wenigstens soweit zu belohnen wissen wird, daß sie die Herausgabe dieses^ Werkes durch kleine finanzielle Opfer er- Von dem großen Werke, das ungefähr 25 Bände umfassen wird, liegt der erste Band in prachtvoller Ausstattung bereits vor und ist!zum Preise von •Kd 30.— erhältlich. Perfekt Tschechisch für 4 Ke monatlich! Ein vorzügliches und unübertroffenes Mittel zur schnellen und vollständigen Erlernung der tschechischen!Sprache bietet das regelmäßige Lesen der einzigartigen und hochinteressanten Sprachzeitschrift ״Der deutsch-tschechische Leser und Uebersetzer“. Diese Monatsschrift enthält ständig viele gute Erzählungen, Kurzgeschichten, Anekdoten, Gespräche, belehrende Aufsätze, Briefe usw. (Durgh Gegenüberstellung beider Sprachen entfällt das lästige Aufsuehen in Wörterbüchern und wird eine Selbstkontrolle über das Gelernte ermöglicht. Frei von Grammatik, werden dem Leser in leiehtfaßlicher und angenehmer Form lebendige Sprachkenntnisse vermittelt, wie sie zum richtigen, ungezwungenen und fließenden Lesen und Sprechen in der tschechischen Sprache unbedingt gehören. Wer gar kein Tschechisch kann, bestelle den Mitte Dezember in neuer, verbesserter Auflage erscheinenden Vorkurs für Anfänger, der in ׳kurzer Zeit oie nötigen Vorkenntnisse vermittelt. Gratishefte durch alle Buchhandlungen oder direkt durch den Verlag Gustav Förster, Gablonz a. d. N. Talmide-Chachamim in den Augen G-ttes sind. Sie rief er aus: ״Wenn Thorakundigen soviel Ehre zuteil wird, so gelobe ich, daß ich ihnen meinen Sohn Elischa in die Lehre geben werde,“ Dies ist aber die eigentliche Ursache der späteren unbegreiflichen Verirrung: Der Vater hatte nicht die Thora um ihrer selbst willen im Sinn, sondern — Ehre! Beide Erzählungen beweisen aber deutlich genug, wie stark das Streben der Handeln, sondern auch כמי,שכת im Denken. Ist dem nicht so, dann haben wir Elischa ben Abuja's zu Betrachten wir im Gegensatz zu den zitierten Berichten das, was uns über die Mutter von R. Jehoschua ben Chananja berichtet wird, der doch des Prädikats gewürdigt wurde: Heil der, die ihn gebar! Diese Mutter pflegte Jeboschua noch als Säugling ins Beth-Hamidrasch zu bringen. Uns erscheint solch Handlungsweise wunderlich. Was bezweckte sie damit? Begriff doch der Kleine gar nichts von dem, was die Thorakundigen dort besprachen! Und dennoch! Ebenso wie im Falle von Eiischas Mutter der Hauch vom fremden Geiste auf die spätere Entwicklung von Elischa eine schlechte Wirkung ausübte, ebenso hat die Atmosphäre, in der der kleine Jehoschua aufvvuchs. seine geistige Entwicklung bestimmend gestaltet. Jehoschua verstand nichts! Aber den Thorahauch, den die Talmide-Chachamim der Luft überantworteten, ais sie lernten und diskotierten, ihn hat der kleine Jehoschua eingeatmet, unbewußt aufgefangen und so auch sich einverleibt ein Etwas vom Thora-Geist. Und unvermutet ward gewoben das Gewebe seines Jude-Seins. Zwei Mütter — zwei Kinder! Elischa ben Abuja -- R. Jehoschua ben Chananja! Zwei Typen jüdischer Erziehung׳, zwei Symbole verschiedener Geistigkeit! Eine hat fremdem Geiste die Gefolg- Schaft, nicht versagt und ihn dem Kinde übermittelt. Die andere hat sich am Thora-Geist genährt und solches dem Kinde in die Wiege gelegt. Das Ergebnis? Ein Elischa ben Abuja — ein R. Jehoschua ben Chananja. (Schluß folgt.) Amtliche Mitteilungen der Wiener Israeli: tischen Kultusgemeinde Markus Engels Paulinen-Stiftung Aus den Erträgnissen der obgenannten Stiftung gelangt der Betrag von S 5000.— an h i 1 f sbedürftige Nachkommen der nachbenannten Geschwister des Herrn Markus Engel zur Verteilung: Samuel Engel, Charlotte, geborene Engel, verehelichte (Adolf) Hirschfeld, Rosa, geborene Engel, verehelichte (Philipp) Blas. Bewerber und Bewerberinnen, welche den vorstehend angeführten Bestimmungen entsprechen, wollen ihre Gesuche bis spätestens 30. Jänner 1938 an das Kuratorium der ״Markus Engels Paulinen- Stiftung", Wien, I., Seitenstettengasse 2, übersenden. Den Gesuchen, welche detaillierte Angaben über alle für die Beurteilung der persönlichen Verhältnisse der Gesuchsteller maßgebenden Umstände zu enthalten haben, sind anzuschiießen: das Geburtszeugnis, eine Lebensbestätigung, ein Mittellosigkeitszeugnis, ferner amtliche Dokumente, durch welche die Abstammung des Bewerbers oder der Bewerberin von dem obgenannten Bruder oder einer der obgenannten Schwestern des Herrn Markus Engel nachgewiesen wird. Adolf und Ignaz-Julie Marcelline Mautner von Markhcfsche Stiftungen für Wiener Waisenkinder. Verliehen werden: Je ein!Stiftplatz ä S 570.— an ein isr. Waisenmädchen und einem isr. Waisenknaben. Zur Bewerbung sind berufen: Arme Waisenknaben im Alter von 12 bis 16 Jahren und׳ arme Waisenmädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren, die in Wien heimatsberechtigt sind. Dem vom gesetzlichen Vertreter einzubringenden Gesuche sind beizuschließen: Mittellosigkeitszeugnis, Geburtsschein, Nachweis der Zuständig'keit ■und der Verwaisung, letztes Schulzeugnis und Vormundschaftsdekret. E i nreichst el-le: Magieiratsabteilung 13, I., Rathausstraße 9. Einreichungsfrist: Bis 29. Jänner 1938. Die Verleihung erfolgt auf Grund einer am 7, Februar 1:938 stattfindenden Verlosung. Predigten in den Synagogen. Freitag, den 7. Jänner 1938, bei dem um 4.15 Uhr beginnenden Abendg-ttesdienste in der Gemeindesynagoge, XVni., :Schopenhauerstraße 39, Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz. Samstag, den 8. Jänner 1938, ■beim Vormittagsg-ttesdienste ׳Schrifterklärung, XXI., Holzmeistergasse 12, Rabbiner Dr. M. Rosenmann. Israelitische Jugendg-ttesdienste. 1. Jugendg-ttesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (-innen), Samstag, den 8. Jänner 1938 um 3 Uhr nachmittags in allen " 1 Bezirkssynagogen. " "; Jugenügr Un; für rkla H., IX. und XX, Bezirke. Samstag, den 8. Jänner um y,5 Uhr nachmittags im Leopoldstäditer Tempel, II., Tempelgasse 5 und in den Bezirkssynagogen, IX., Müllnergasse 21, und XX., Kluckygasse 11. — 3. G-ttesdienst .für die reifere Mittelschuljugend. Freitag, den 7. Jänner um % 7 Uhr abends im ■Stadttempel, I., Seitenstettengasise 4. Aus technischen Gründen erscheint der Schluß des Feuilletons ״Napoleon und Eliahu Hanavi“ in nächster Nummer. ברכת טזל טוב ליבינו היקר והנעלה הריף ובקי בחדרי תורה מוכתר במעלות ובמידות נפלאות החתן המפואר מר שמעון ד י י ט ש עליט״א לרגלי בואו בברית האירושין. יתן ה׳ שידי׳ לגדא טבא ולבנין עדי עד. תלמידי יסודי התורה. מו״ה משה בן הרב הגאון הקדוש־ ציס״ע מוה״ר פנחס ברייער זצוק״ל :. האחים בליפ׳ן,^ האחיס :ליק, •ק יונת ערענקראנץי נפתלי קעלסאץ. שאפפער, נבריאל ש רחל Karzniell שמעון צבי Deutsch Frankfurt a/M-Bratislawa Frauenkirchen-Wien מאורשים Gratulation bei N. Lichter, Zwerggasse 3 Flora Böhm Karl Weifi Topolöany Bratislava Verlobte Sctilduch für Bas Talmid Cfiocbom hübsch, sehr intelligent, aus vornehmer Familie, mit 40 bis 50 Mill. gesucht. Angebote von religiösen Interessenten mit Existenz und Alter von nicht unter 35 Jahren unter ״Ev. Witwer oder orth. Rabbiner“ an die Brat. Adm. Junger Mann aus gutjüdischem Hause, 27 Jahre, langjähriger Bürobeamter, sucht Ehegefährtin aus gleicher Familie, die ihm Selbständigkeit ermöglicht. Sub Chiffre ״Branchekundig“ a. d. Bratisl. Adm. d. Bl. Aut. orth. isr. Kultursgemeinde Kurima. Die hiesige aut. orth. isr. Mutter-Filialgemeinde besetzt die vakant gewordene Oberrahbmersftelle ורה הורא r. kannten Rabbinern התרות רוראה besitzt und tschechoslowakischer Staatsbürger ist. — In Betracht kommen nur solche Bewerber, die bereit sind, die Tochter des unlängst verstorbenen Oberrabbiners (junge kinderlose ינדו ש ה zu heiraten. — Zur Probe werden nur Berufene zugelassen. Spesen werden nicht vergütet. Kurima, 13. Dezember 1937. Benjamin Stern, Gemeindepräses. te כרי קודש, Sedernoritz uiarhany II, Taboratra■• 14 Rasiere dich ohne Messer n gesgch Rasierpulver Langerin es ist ärztlich begutachtet und unschädlich. — 1 Paket, zirka ein halbes Kilogramm, S 1.40. — Zu haben bei PHILIPP LANGER, Friseur, Wien, n., Franz-Hochedlinger-Gasse 25. Freitag Samsag Sonntag Montag Dienstag Mittwod! Donnerst. Freitag Samstag Kalendarium בשלח, ׳ Gebetzeiten בא הנחת תפילין בשעת הדחק סוף ופן קריאת שמק של ש בשבח: מנחה בעש־ק . Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Orthodoxjüdischer Preßverein, Wien, n., Malzgasse 12 a. Für den Inhalt verantwortlich im Sinne des Preßgesetzes: Jakob Deutsch, Wien, II., Rotenstemgasse 15. Verantwortüeher Redakteur für die Tschechoslowakei: Siegfried Frommer, Bratislava, Zochgasse 22/XIV/TI. Druck: Druckerei- und Verlags-A.-G. Ignaz Steinmann, Wien, IX., Universitätsstraße 6/8.

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