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Der Jüdische Arbeiter · 1934-02-09 · Heft 6 (9.2.1934) · page 4

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Journal
Der Jüdische Arbeiter
Volume
11 (1934)
Issue
Heft 6 (9.2.1934)
Date
1934-02-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Der jüdiscfle Arbeiter. 9. Februar 1934 Leben in Palästina Für Touristik und gegen Touristik. l Dezember. srden ■ren Leitung t. Dies git und Oeften chrcikung /Phorien der Kaprtalistenkategone an und -honee mit. In die Oesamtzahl der zuge- -cr sind auch 20 Personen eingeschlossen. ms i.iiitid. gekommen waren und jetzt bms erhalten haben. Elf von diesen ge- -temkategorie. 95 Personen wurde die Eins verweigert. — Im November 1933 be- :r jüdischen Palästina-Einwanderer 3ö73. U19. Ii rusali m. In den letzten sechs Monaten sind über 100 neue Fabriken und Werkstätten eröffnet worden, i: weitere grolle Betriebe stehen; vor der Vollendung. Zi den Erzeugnissen, die binnen kurzem von den neuen Unter nehmungen a/uf den Markt gebracht werden sollen, gehöret Bier. Eisenwaren. Textilien und Fertigkletdung. Es wird er wartet, daß tausend*! jüdische Arbeiter in den neuen Unternehmungen Beschäftigung fmden werden. Die Hebraisierung der Familiennamen macht Fortschritte. Das Amtsblatt der Regierung registriert 102 Ansuchen im HcbraBterung der Familiennamen. Die Orangen-Facharbeiter haben eine Konferenz abgehalten, in welcher über die Kampfmethoden gegen den Boykott gesprochen wurde, den ein Teil der Kolonisten jetzt für Arbeiter der Histadruth einfuhren will. Wir sprechen dem Gen. Mendel Singer und seiner Gemahlin zu dem schweren Verluste, den sie durch den Tod ihrer Mutter erlitten haben, unser innigstes Beileid aus. Die Organisationslettung. Die Redaktio«. Judisches Volksheim Wien. II.. Blumauergassc Nr. 1. Minntag II Ftbruar 1914 um 20 Uhr 1 Tanzunterhaltung Gaste willkommen! Hebrätsch-Kurs für Anfänger hat eben begonnen. Anmeldungen täglich von 7—9 Uhr. Who wante to have ENGLISH-CONVERSATION? A new da» for advanced pupils will be held as a conversationclub. — Give your name to the "Sekretariat" of the "Volkslende Augen hiüigen. am Munde des Redners und schlingen jedes Wort des Vortrages. Das Thema lautet: ..Der Dornenweg des jüdischen Arbeiters". Der Referent erzählt, welch <m Berg knmens<her Instinkte der imltsth. Vrbeiter mit sich schleppt. Und man fühlt, daß das Thema direkt zu den hunderte« bang klopfender Herzen spricht, daß fnei cino ofieno Wutide in diesen jungen Herzen angeruhm wurde. In der ersten Reihe sitzt ein alter Jude mit ei langen grauen Bart, um ihn herum lauter Kinder fünfzehn bis sechzehn Jahren. Es ist der \ater einiger Chaluztm. Oft geht er mit den Kindern sehen, wie diese sieh auf der Hacbscharah vorbereiten und er ist zufrieden. Die Jugend dient Datl nach ihrer Art. mit ihren eigenen (lebeten. Ks sind (lebete der Arbeit und Gebete einei neuen sozialen und nationalen 1-reiheit. der Aufopferung für ihr armes Volk. Der Alte ist ein frommer Misrachist. Er ist zufrie den und gewillt, mit der Jugend zu tanzen und zu singen, um die Gallith zu vergessen. .. Das kleine Lilaueu mit dein 160.000 Juden hat 500(t Chaluztm - eine g;mze Armee von Arbeitssoldaton. < Heer begeisterter Kämpfer für freie Arbeit. Kämpf smd sie, diese Kinder von Händlern. Maklern. Luftnu sehen, von Aorzten und Anwälten, von Rabbinern u I^hr.-ni Es sind wahre Wunder!.. Unsere erste Gesellschaftsreise nach Palästina Die erste Gesellschaftsreise unserer Organisation nach Palästina steht nunmehr endgültig fest. Die Route geht über Rom-Neapel, die Abreise von Wien erfolgt am 19. Marz früh am 21 März abends treten wir mit dem Luxus-Motor- «hitf Vulcawa" die Reise von Neapel über Piraus, Beyruth nach Haifa an. woselbst wir am 27. Marz eintreffen. Die Rückreise von Haifa erfolgt am IS. April mit dem Luxusdampfer ..Roma", am 23. April treten wir von Neapel die Rückreise nach Wien an. Im Lande selbst ist eine Führung durch die Waadath Hatarbuth über alle wichtigen Punkte vorbereitet. Sie wird m bewährten Fachmännern -eiertet und wird die Mogltkeit bieten, alle landschaftlich, geschichtlich und zionistisch teressanten Punkte gründlich zu besichtigen. Für die Fuhng sind neun Tage in Aussicht genommen. Die Reise kostet (Aufenthalt und Fuhrung im Lande :ht einbezogen) S 645—. Mitglieder haben Bei nstigungen. In der. nächsten Tagen erscheint em Prospekt mit geilen Angaben. Mit Rücksicht auf die geringe Zahl der Platze empfiehlt es sich, rechtzeitig anzumelden. Bei der Anmeldung sind 30 Prozent des Reisebetrages zu erlegen. VORANZEIGE! Sonntag, den 18. Februar, halb 4 Uhr Sondervorstellung üd'isehen Theater. II.. Taborstraße 12, zu Gunsten der Aktion ..Jüdische Jugend in Not-, Genossen werden ersucht, sich diese Zeit freizuhalten. Jugend in Not Die Aktion ...lugend in Not" gehört seit Jahren zu uwulifi tin In lun^en u < rti ürj; nnsahon Die furcht r \ol ihr pid.sfhp.oletu < heu Jugi ml zu lmcWii dis di /iddrsei \kUon d ich J mmzKiung \on (Hifci« di mir A\ (kc g(bildet u Kurirorium dutchgefuhrt id Dil i i„ uns itoiischt I itmu? lugt m der bev. thrttn iil '», K nlliilis und Ii inu Dr B rger die in. hthitt ^utic mui < riuhii \\ < isf fui dis Wohl der Ju idlichea sorgt. Täglich vereinigt die Aktion durchschnitth 100 junge indische, in i\of geratene Menschen, sie •u'bei Unterhaltim/unc^" Da sehe 1 roßtei; von Jugendlichen aus der Mitte der Teilnehmer! ler Aktion bestritten, was natürlich die Intimität der nstaltiiiig erhöht. Bei besonderen Anlassen wird den .mmeiikünften ein feierliches Gepräge gegeben, so fand letzten Samstag eine Chamischaossorfeier statt, bei der enose Dr. Rudolf Glanz eine schone Ansprache hielt. Bisher hat die Aktion ..Jugend in Not" einen aushließhch periodischen Charakter gehabt und war für den Winter berechnet. Es smd nunmehr Bestrebungen vorhanden, sie zu einer dauernden Institution zu machen. Ks mt uns das ein glücklicher Gedanke zu sein, dessen Verwirklichung der Unterstützung aller würdig ist. Kunst und Literatur Im Verlage ..Slfnah marxistiit" in Tel Aviv erscheint der erste Band der Schriften Barochovs in hebräischer Sprache. In kurzer Zeit erscheint von Ch. Leiwik. einem bekannten jiddischen Dichte, ein Werk mit dem Titel „Erlös umgskomodie". Die Leitung der Gesellschaft zur Verbreitung von Kunst und Kunsthandwerk m Palästina, die im Jahre 1906 Professor Boris Schatz gegründet wurde, erlaßt soeben einen Aufruf um finanzielle Hülfe, die thr da« Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit ermöglichen soll. Nach dem Tode Boris Schatz, so heißt es u. a. im besagten Aufruf, sind alle Institute des Bezalel verwaist: die Kunst-kadeiraie. das Museum und d»e Kunstbibliothek. Die Leitung rutt die Juden im der ganzen Welt auf. die Eröffnung der Kunstakademie zu ermöglichen. Es soll das Kumstharadwerk gefordert und das Bezalel-Museum eröffnet werden. A mtlifthm V erlAutbarungfen der ImroeL SIzlItarn ff ein em de Wien Die Kleiderstßlle der Fürsorge-Zentrale bittet dnngeiidst um Zuweisung von brauchbaren Bekleidungsgegenstanden jeder Art, Wasche, Schuhe usw für Manner, Frauen und Kinder. Telephomsche oder schriftliche Benachrichtigung erbeten an die Fürsorge-Zentrale der isr Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstetteng. 2, Tel U-25-5-85, welche die Abholung veranlaßt. Israelitischer Jugendgottesdienst, a) Für Volks-, Haupt- und Mittelschüler und Schülerinnen Samstag, den 10. Februar 1934. um 3 Uhr nachmittags m allen Gemeinde- und Vereinssvnagogen b) Be bonden (rottisdienste für Mittelschuler und Schülerinnen d<r lntukla^<n im II und IX Bezirke Samstag, den 10 Iibruir l'Hl um \iorte-l 5 Uhr nachmit tgs in den Svnaeogen IL. lempelgasse 3, und IX., Müllnergasse 21 Karl und Rosalia Goldschmidtsche Stiftung. Aus dieser Stiftung gelangen für das Jaihr 1934 S 3500 — an arme und bedürftige Personen zur Veriejihung, wek.be ihre Verwandtschaft mit dem am 26 Februar 1902 ln wlen \tr>torberen Herrn Karl Ooklschmidt bezw mit dessen Gattin, der am 20. Dezember 1909 m Wien verstorbenen Frau Rosalia Ooldschmidt, geb. Engel, nachweisen können Als Verwandte m Ansehung dieser Stiftung sind solche Personen anzusehen, welche von den Urgroßeltern des Stifters Herrn Karl Ooldschmidit, bezw. von den Urgroßeltern der Stiftenn. Frau oRsaliia Ooldschmidt, geb. Engel, in ehelicher Deszendenz abstammen: Gesuchsberiaigen: Geburtsdokument. Veirwandtschaftstiaichwe« im Sinne der vorstehenden Bestimmungen. Armuts- oder Bedurfttgkeitszeugtus des Gesuchstellers. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 28. Februar 1934 Emireichstetlk: Fürsorge-Zentrale der isr. Kultusgemeinde Wien, L, bertenstettengasse 2, 1. Stock. Zur Bewerbung sind üesuehsbogen zu verwenden, wekh-e in der Einreichstelle (I.. Seitenstetteng. 2, 1. Stock) unentgeltlich zu haben sind: diese Formulare enthalten auch nähere für die Eimschreiter wichtige Bestimmungen. Wien, am 1. Februar 1934. Kundmachung. Der Vorstand dier israeL Kultusgemeinde Wien hat in Oemaßheit der §§ 91 und 16 des Kultusgememdestatutes die Voranschläge der Einnahmen und Ausgaben der Kultusgemeinde. sowie sämtlicher unter der Verwaltung der Kultusgemeinde stenenden Fonds und Anstalten für das Verwaltungsjahr 1934 in allen Eimmahmen- und Ausgabenposten geprüft und festgestellt. Gemäß § 91 des Statuts hegt dieser Voranschlag durch 14 Tage vom Tage der Kundmachung gerechnet, zur Einsichtnahme der Gemeuidemitgheder in der Amtsdirektion der KuJitusgemetnde. I.. Seitenstcttengassc 4. III. Stock, auf. Die GemeindeiratgliedeT sind berechtigt, innerhalb dieser Frist Erinnerungen bezüglich des Voranschlages bei dem Kultusvorstande schriftlich zu uberreichen, welcher dieselben in Erwägung zu ziehen hat. Diese Kundmachung wurde unter Einem im amtlichen Teile der :ner Zeitung" verliaiutbart. Hilfswerk für die russischen Hungergebiete. Das Präsidium der Israel. Kultusgemeuide Wien wurde ersucht auf die kürzlich enschwaienie Broschüre „Hungersnot'\ welche Dokumente über das Massensterben in der Sowjet-Union enthalt und deren Ertragnis dem uiterkonlession und übernationalen Hilfswerk für die russischen Hungergehiiete zugute kommt, aufmerksam! zu machen und dieselbe der Förderung zu empfehlen. Die Broschüre ist durch den Verlag Willy Jakobv, Wien, I., Dominikanerbastei 22. beziehen. Predigten und Schrifterklärungen in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 9. Februar 1934 werden be« den um 4 Uhr 5d Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezarkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: II., Tempelg. ä: Oberrabbiner Dr. I. Täglich! V.. Siebenbrunnenig. 1 a: Rabbiner Dr. M. G. Mehrer. VI.. Sehmalzhofg. 3: Rabbiner Dr. J. Drobinsky. VIII.. Neudeggerg. 12: Rabbiner Dr. M. Bauer. X.. Humbolditg. 27: Rabbiner Dr. A. Weiner. XIII.. Eitelbergerg. 22: Rabbiner Dr. M. Lewin. XVI.. Huberg. 8: Rabbiner Dr. J. M. Bach. XVIII. , Schopenhauerstr. 39: Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz. XIX. , Dolltnerg. 3: Rabbiner Dr. A. Frankfurter. XX., Kluckyg. 11: Rabbiner Dr. B. Murmelsteln. Samstag, den 10. Februar 1934 beim Hauptgottesdienste Schriifterklarungen: I., Seitenstetteng. 4: Oberrabhmer Dr. D. Feuchtwang. II., Pazmanuteng. 6: Rabbiner Dr. Z. Taubes. XX., Kluckyg. 11: Rabhmer Dr. B. Murmelstein. XXI., Holzmetsterg. 12: Rabhiner Dr. M. Rosenmann. Lebeasversicherungs-Gesellschaft PHÖNIX Aus dem Jahresbericht 1932: Versicherungsbestend S 2.728.0OO.0OO-— Prämien- und Zinsen- EinnahmeB , 179,000 000 — Garantiemittel , 527,000 000 — Auszahlungen an die Versicherten . 60,000.000 — TStigVelt8£eblei: Oesterreich. Deutsche» Reich, TecBechoslovakischt Republik. Kelglen. HoUand, FranKreich. Spanien. Italien, Fürstentum Uechten- «tem, Ungarn Polen, Jus »lavien, Buleanen, orieetaenland, Rumänien, Fallit Ina. Syrien, Türkei, Tnnk und Aegypten. Eigentumer. Verleger und Herausgeber: ZKMuetisch-sozialistische Arbeiterorganisation Poale Zico-Hitachduth (Obmann t Mendel Smger). Wien, II., Blumaiuergasse 1. — Verantwortlicher Redakteur: Julius Mamber, Handelsangestellter, Wien, II., Ausstellungsstraße 15. — Buchdruckerei Retter & Co. (Adria). Wien. II., Taborstraße 52 b. Gedenket Oer Winternotstandsaktion Oer Kultusgemeinde! •eldand Naturalspendeerbete« «„ die Far.orge-Ze.tr.Ie der isr. K«Itü.«e«ei»de Wien, I., Seite«tett«g«Me 2, Telephon U-25.5-85 Serie, ____________________ PoiUparkassenkonto B-29-659.

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