Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 11 (1934)
- Issue
- Heft 5 (2.2.1934)
- Date
- 1934-02-02
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jädiseAc Athotter 2. Februar 1984 VomJ8ü^ertischm Der „Sohar"*). Oie Aufgabe, der sich Ernst Müller bei der setnmtf des ..Sohar" nach dem Urtext unterzog, m nkht leicht, aber sehr dankbar. Rein sprachlich biete r dem Uebersetzer große Schwiengkener Ueberdi* Aramäi he von z ahlreiche n hebräischen und fremden Wörtern cn tstclH und verwirrt wird wobei oft einzelne Worte Hefrr ffe bilden. für wei che man das entsprechende Wort in de r deutschen Sprache oft erst bilden muß. Wir sind der A nsierrt, daß Uebersetzer gegluckt ist, dein deutsc heil. Leser diese sc iwierige Materie m einer aufk-rst k >rr kten! mei verstand ichen Sprache zu vermitteln. Der Inhalt des Syhar bot abt r gewiü keine geringeren Schwienpkei cn de'ii - ist t n sonderbares Buch, das man sich er s liest Mit Recht r neint der Uebersetzer, daß t in einer e gentüml chen Atmosphäre zu atmen gewöhn-n 1 uli. um d s vvcti fliehe des Sohair erfassen zu können. torch eine leicht übersichtliche und thematisch Gliederung des St iffcs, die der Uebersetzer vorgenommei hnt erlei Jitcrt e es uns, in diese eigenfumbt'he VVi t einzudringen Der Ve lag stattete das Bu h sehr geschmackvoll aus. der Dichter-Mater Urie 1 Bim bäum, der üen Lmband und die Titt blätter enU •irt wa hier in seinem Elemente und leistete ganze Arb eit. Der ..Sohair" stellt in jeder Beziehung eine vollendete Leistung dar. Ein Lehrbuch der hebräischen Sprache. Palästina und Hebräisch stehen jetzt im Mittelpunkt des Interesses weiter Kreise des judisch.cn Volkes, häufen sich in der letzten Zeit Bücher, die übe lästina mtormieren und Lehrbucher der hebräischen Sj Auf dem Gebiete des Hebraiischunterriehtcs mangelt < sonders an Lehrern und Lehrmitteln, die lastin. iU aisdiei mittehi lche nbedmgt notwendig ist, Autor dem eckten Ziel i rebt cht l wohl such im taglichen Leben verstandigen zu können, aber diese Worte müssen dem Arbeits- und Gedankenkreis der nach Palästina Strebenden entsprechen. Das ist um vorliegenden Lehrbuiche nur zum Teil der Fall. In den zu diesem Zwecke verfaßten Lehrbuchern fremder Sprachen für Deutsche, die Ullstein herausgegeben hat, finden wir mehr Konsequenz und Systematik. Auch die vom „Hechaluz" herausgegebenen „Dapim 1 iwrith" enthalten manche wertvolle Anregung. Erfreulich ist die sehr populäre Unterrichtsmethode, die von der reichen pädagogischen Erfahrung des Autors zeugt. Lehrer Herzberg verdient den Dank aller an Palastina und an der Verbreitung des Hebräischen Interessierten. Nur wird es notwendig sein, dieses Buchlem umzugestalten, wenn es seinen Zweck voll erfüllen soll. M. S. Buch der Kabbala Nach Ernst Müller. Verlag Dr. *) Der Sohar. Das heilig« dem Urtext herausgegeben von Heinrich Glanz, Wien. **) Schealeni (Frage mich), Lehrbuch der hebräischen Sprache für Schul- und Selbstunterricht. Techelet- .Aus der Provinz Zionistisch-sozialistisches Leben in Eisenstadt. Dieser Tage wurde in Eisenstadt et Lawan - Organisation ins Leben gerufen. Die Jugend, der wir den richtigen Zionismus zeigen, kommt ganz, zu uns und auch bei den Eltern, finden wir große moralische Unterstützung. Es werden fleißig Sichoth abgehalten. (Ein größenwahnsinniger Bericht in der letzten Nummer des Witzblattes „Mtsrachi" erregte hier allgemeine Heiterkeit.) Im Laufe der nächsten Wochen veranstaltet der „Hechaluz" einige öffentliche Vereinsabende, darunter eine „Gesprochene Zeitung", mit Beiträgen der zion. Führer von Eisenstarit. Am 1. Feber l. J. beginnt die Aktion z.ur Eintragung unseres Genassen Eugen Hirse hier in das „Silberne Buch des Keren Kajemeth. Eugen Hirschler gehört zu den ersten Vorkämpfern des Zionismus im Burgenland. Er brachte in der letzten Zeit das zion.-chaluzische Leben in Ei-semstadt hoch und. wir alle jugendlichen Zionisten sehen in ihm unseren Führer. In Deutschland, wo er in den letzten Jahren studierte, propagierte und kämpfte er für den ehaluziacheti Zionismus, auch war er Mitbegründer des ersten hebräischen Kulturbundes in West-Deutschland. Einige seiner hebräischen Novellen erschienen in deutschen Zeitungen in deutscher Uebersetzung. Auf seine Initiative ist es auch gelungen, jüdische Persönlichkeiten des Burgenfandes für die nationalen Fonds zu interessieren und' trotz der Anfeindungen von Seiten des „Misrachi" und anderer Feinde des chaluzischen Zionismus' schart sich die Jugend um ihn, um von ihm Zionismus SolidaTitätagefühl zu lernen. E. Z. Jüdische Kunst im „Jüdischen Volksheim" Sonntag, den 21. dt M. veranstaltete der „Verein der Tluster in Wien" im Jüd1. Volksheim einen Abend, welch« einen wahren Kunstgenuß bot. Alk mitwirkenden Kräfte haben sich ihm m selhstloser Wei e zur Vertilgung gestellt Frl. Paula Haar zeigte durch ihre Klaviervortrage, daß sie eine vollendete Technik mit feinem musikalischem Empfinden vereinigt, und zeichnete sich auch als Akkompagna- Herr Sascha Fiderer sang jüdische Volkslieder sehr \erstandnis\olI und natürlich nur nahm er leider das Tempo der Lieder zu rasch. . Herr Jul. Schwarz spielte Achroin Auer und Wiemawski und bewältigte d.ie an tlm gestellten, nicht geringen, technischen Schwierigkeiten, wie i B Flageolett mit Leichtigkeit Herr David Tendier sang jüd. VolkstumIidie Lieder. Sein herrlicher, durchwegs ausgeglichener Bariton und seine intelligente Wiedergabe der Lieder begeisterten die Zuhörer. Herr Hausknecht (Jud. Buhne) brachte eine komische Nummer: ..Der Grotima/ma lachnes Jugend-Erinnerungen", eiche ihm glänzend gelang', und eine ernste: „Dte Wyde" is der Operette „Gabriel". Beide Nummern, waren sehr irkungsvoll. Schreiber dieser Zeilen spielte eigene Kompositionen und begleitete Herrn Hausknecht zum Gesang. Zum Schluß :rte noch Herr S. Schwager 2 Humoresken von Schalom lern. Ein Urteil hierüber erübrigt sich, da Herr Schwaams Reeitator genügend bekannt ist. So kann n Abend, mit Ruhe gesagt werden, daß das Publikum schlich auf seine Rechnung gekommen ist Es wär ansehen, daß die anderen landsmannschaftlichen Vei ihre Abende rn ebenso guter Qualität veranstalten i. Prof. Ehrlich. leisels. Leiter der am Sonntag, den Continental, Zugehörigkeit Künstlerjubiläum Der bekannte Dramaturg. Herr A. iahgen Judischen Kunstlerspiele. feiei eber 1934, im Festeaale des Hot Taborstraße, sein 20jahriges Jubiläum dei chen Buhne. Mitwirkende: Paula Dcrmer. Hulda Dulitzkaja. Kurt Fuchsgelb, Anny Goldhagcu. Betty Lewin. Oberkantor Margohes. Klara Meiseis, Samuel Schwager. Conference: Bobbv Weiser. Der Reingewinn der Veranstaltung soll dem Jubilar Reise nach Palästina ermöglichen. Jüdisches Volksheim Wien, II., Bhimauergasse Nr. ntag. 4. Februar 1934. um 20 Tanzunterhaltung -Kurs für n lichth^o" Amerikanische Zionisten gegen die Beschränkung der Einwanderung Washington. Eine Abordnung der amerikanischen zionistischen Organisation und der zionistischen Nebenorganisationen, besuchte den englischen Botschafter in Washington, Herrn lindsay, und überreichte ihm den Text der Resolution gegen die Einschränkung der Einwanderung in Palästina, düe in. der großen Kundgebung n 10. Jänner in New York verfaßt worden war. Bot-;hafter Lindsay versprach, die Resolution an seine Regierung und die anderen zuständigen. Stellen weiter zu leiten. Paris. Die ersten 70 in Prankreith ausgebildeten Chaluzim aus Deutschland sind! nach Palästina abgereist. In den nächsten Wochen werden weitere Gruppen folgen. Es handelt sich hauptsächlich um jüdische Intellektuelle Deutschland, die seit April in Frankreich landwirtschaftliche Kurse absolvierten. Der Oberkommissär lobt die Polizei. Bei einer Polizeiparade verlas der High Commissioner General Sir Arthur Wauchope eine Botschaft, in der dem gesamten Polizeikörper Palästinas für sein Verhalten während der arabischen Unruhen im Oktober 1933 die Anerkennung der Regierung ausgesprochen und außerdem einigen mit Namen genannten englischen, jüdischen und arabischen Polizisten ein besonderes Lob für ihre Tapferkeit gezollt wird. Die Botschaft enthält die Feststellungen der Regierangskommission, die besagen, daß die Polizei gegen die Araber, die gegen jüdische Einwanderung und jüdischen Bodenkauf demonstrierten, äußerste Zurückhaltung übte und erst, als sie angegriffen wurde, zur Anwendung von Gewallt überging. Diese Methode wurde vom höchsten Offizier bis zum einfachen Polizeimann ausnahmslos geübt. An diese Botschaft knüpfte er den Ausdruck des Beileids für die Hinterbliebeder getöteten und die Angehöriger« der verwundeten Polizisten. Amtlich* VerlAutb&runffen dar Israel. KultaBffexaBinde Wien Die Kleiderstelle der Fürsorge-Zentrale bittet dringendst um Zuweisung von braltashbarffli Bekleidung^egenständen jeder Art, Wasche, Schuhte usw. für Männer, Frauen und Kmder. Telephomsche oder schriftliche Benachrichtigung erbeten an die Fürsorge-Zentrale der ist. KuJtusgemeinde Wien, I., Seitenstetteng. 2, Tel U-25-5&5 welche die Abholung veranlaßt. Kundmachung. Die Privatistenprufungen aus israelitischer Religion für Schüler und Schülerinnen an Volks- und Hauptschulen für Halbjahr des Schuljahres 1933/34 finden durch die zustandiigen Religionslehrer in den Sammelstationen statt. Die Termine für die Prüfungen können bei dien Schulleitungen oder im Schulaimte der israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 2, 1. Stock, in der Zeit von 0—-12 Uhr vormittags ab 25. Jänner 1034 erfragt werden Die Rrufungstaxe betragt S 5 — pro Halbjahr und ist im Vorhinein an der Kassa der israelitischem Kultusgemeinde, I. . Seitenstettengaisse 4, 1. Stock, oder bei den Bezirksämtern V., Turnergasse 22, XVI., Hubergasse 8 und XXI., Hobleistergassc 12 in der Zeit von 9—12 Uhr vormittags bezw. beim Bezirksamte XVIII., Schopenihauerstraße 39, von 3 hr nachmittags zu erlegen. Die Quittung ist dem zustandigen Religionslehirer vor der Prüfung zu übergeben Der schriftliche Bescheid des Stadtbezw. Ortsschulrates über die bewilligte Dispens vom Besuche des öffentlichen israelitischen Religionsunterrichtes ist dem Prüfer vorzuweisen Jugendgottesdienste. 1. Gottesdienst für die reifere Mittelsclmljugend (IV bis VII. Klasse). Am Freitag, den 2. Februar 1934, viertel 7 Uhr abends, findet um Leopolidstadter Qemeindetempcl II. , Tempelgasse a, ein. Gottesdienst fuir die Schüler und Schulerinnen der Oberklaissen der Mittelschule (IV—VIII Klasse) statt, bei welchem Herr Obcrrabbmer Dr. I Taglicht earoe Ansprache über das Thema: „Die Bedeutung Aegyptens für die religiöse Gedankenwelt des Judentums" halten wird. 2. Jugendgottesdienst für Volks- und Hauptschuler (innen). Samstag, den i. Februar 1934, 3 Uhr nachmittags, m allen Gemeinde- und Bezirkssvnagogen. 3. JugendgottesdüensP für Mittelschuler und -Schülerinnen der Unterklassen, bamstag, den 3. Februar, viertel 5 Uhr nachmittags, im Leopoldstadter Tempel, II.. Tempelgasse 5 und m der Vereins-Synagoge, IX., Mullnergasse 21. Predigten und Schrifterklarungen in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 2. Februar 1934 werden bei den um. 4 Uhr 45 Minuten beginnenden Abendgottesdaiensten im nachbenannten Gemeinde- und: Beziirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: I., Sertenstetteng. 4: Oberrabbiner Dr. D. Feuchtwang-. II., Pazmanitengaisse 6: Rabbiner Dr. Z. Taubes. III. , Untere Viaduktgasse 13: Rabbiner Dr. K. Kupfer. IX., Mullnergasse 21: Raibbimer Dr. A. \. Schwarz. XIX., Dolliinergasse 3: Rabbiner Dr. A. Frankfurter. Samstag, den 3. Februar 1934 beim Hauptgottesdieniste Schrrfterklarungen: XX., Kluckvgasse 11: Rabbiner Dr. B. Murmelstein. XXI., Holzmeistergasse 12: Rabhimier Dr. M. Rosenmann. Aus der Organisation Der Leesesaal ist eröffnet! Zeitungen und Zettschriften in mehreren Sprachen liegen auf. Lesestunden — jeden Abend. Arbeitegemeinschaften. Im Laufe des Februar werden eine borochowistische und eine aktuell-politische Arbeitsgemeinschaift eröffnet. Anmeldungen im Sekretariat. Die „Jüdische Volksbibliothek Zion", II., KI. Mohreng. 3, teilt mit, daß sie über mehrere tausend Bände deutscher hebräischer und jiddischer Literatur verfügt, Monatsgebühr 80 Groschen, für Jugendlichen bloß 40 Groschen. / Bibliotheksstundien Montag his Donnerstag von halb 7 bis halb 9 Uhr abends. Samstag von halb 11 bis halb 1 Uhr mittags. Lebeasversicherungs-Gesellschaft PHÖNIX Aut dem Jahresbericht 1932: Vei«onerung8besaiBd S 2.72 Prämien- und Ziasen- 60,000.006' : «»«erreicö, Deutsche» im^ammm^^uBCttt RepukUk, «*' ' " Fnatratek, Spanlea. Italien, Fflntt— Meto, Uacarn P«len, JogMtemeo, Bufcf rien, üri«- üfeMlMd, RmilnitD, Palästina. Srrten, Iflrkej, Taak *ad Aegypten. Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistisch-sozialistische Arheiteroffganisation Poak Zion-Hitachduth (Obmann Mendel Singer), Wien, IL, Blumauergasse 1. — Verantwortlicher Redakteur: Julius Mamber, Handelsangestellter, Wien, ...... — Buchdruckerei Reiter Co. (Adria), Wien, II., Taborstra&e 52 b. Gedenket Oer Winternotstandsakfion der RnltasgemeiBde! «cid- «ad Nat«r«lspe«d.i. erbet«, tu. die Flriorjt-Zeiltrtite Ufr Lr. VäKtiifeiieiMe Wie., I, Seite.ttetta»C«M* % TelejAon U-a**» Strie, ___ rmwtoiMtomm b-»-«j».