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Der Jüdische Arbeiter · 1934-01-26 · Heft 4 (26.1.1934) · page 4

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Journal
Der Jüdische Arbeiter
Volume
11 (1934)
Issue
Heft 4 (26.1.1934)
Date
1934-01-26
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Der /ädiecae Arbeiter. 26. Japncr 193a In aller Kürze Anläßlich eines Heferates des Führers der Judenstaatspartei Meier Großmann, kam es zu wüsten Stande' Die Betarim ließe/, ihn nicht zu Worte kommen und riefen ihm zu: Sie sind «Jin Verräter, ein Marxist." Auf einer Versammlung osteuropäischer Jude Paris, erklärte Baron Rothschild, das französische Ji tum habe 9 Millionen Francs für die jüdischen Flüchtlinge aus Deutschland gesammeil. Es wurde beschlosi eine Sammelaktion unter den osteuropäischen Juden Paris durchzuführen zwecks Aufbringung von einer : lion Francs für die jüdischen Flüchtlinge. || \Die Bildungsarbeit der jüdischen Gemeinde Eine jüdische Familie, Witwe, jypten wurde wegen ,,illegalen Aufenthaltes' und gegen Kautio eder freigelas s Antwort auf einen jüdischen Vorschlag, 30.000 e Juden in iXordaustralien anzusiedeln, erklärte die sehe Regierung, sie sei absolut nicht gewillt, ihre derurigsbestimmungon zugunsten deutscher Juden sie sei auch nicht gewillt, sich für eine Aktion en, die Unstimmigkeiten zwischen Großbritann utschland hervorrufen könnte. - Finanzminister der jugoslawischen Regierung bedem jugoslawisch-palästinensischen Wirtschaftskomiti De Export aus Oeste reich nach Palästina ist bedeutend gestiegen. Im Jahre Q32 betrug der Österreichs chc Export nach Palä tina S 1.9 86.000, und in den ersten elf Monaten des Jahr es stieg e r auf S 4,205.000. Die ös terrekhisch e Regieru ig beschlo ß einen eigenen Pavillon an der Tel Aviver Fr uhlingsmess e zu errichten. An der Wa>rschaiuer Konferenz der Allg. Zionisten wurde Friede zwischen den Gruppen „AI Hamischmar" (Grünbaum-üruppe) und „Etin Liwnoth" (B-Gruppe) geschlossen. Die Konferenz faßte eine Reihe von versöhnlichen Resolutionen. In einer dieser Resolutionen wurde der Wunsich ausgedruckt, die nächste Sitzung des Aktionskomitees möge die Aufnahme der B-Gruppe in diie Exekutive beschließen. Budapest. 25. Jänner. Das Konzert der jüdischen Chorvereüiigung „Haaigun" wurde in dem letzten Augenblick angesagt, weil es von der Polizei verboten wurde. Der ObtSTStadthauptinann begründete das Verbot damit, daß „das Konzert nicht zeitgemäß sei". Brief aus Burffenland Bekanntlich untersagte der Misrachi seinen Mitgliedern diie Teilnahme an der Arlosoroff-Aktion. Ebenso bekannt ist es den Lesern des Blättchens „Misrachi", daß es ganzen Buirgenland nur Misrachiisten gibt, während mit den Poale-Zionisten gründJich abgerechnet wurde, worauf diese prompt die Flinte ins Korn warfen. So wünscht es der ,,Misrachi". Wenn es auch nicht wahr ist, betont man es und wiederholt es so oft, bis man zuletzt daran glaubt und anderen glauben machen kann. Em erprobtes Suggestionsinittel. Wie ist es in Wirklichkeit? Die Arlosoroff-Aktion hatte den größten Erfolg, den je eine jüdische Sammlung in Eisenstadt hatte. Der Snif „Hcclialuz" ist der größte aktive Jugendbund im Burgenland. Auf Drängen der Jugend wird demnächst ein poaleziomistoscher Juigendbumd gegründet werden. Die Taktik des Misrachi hat schon am Kongreß gezeigt, daß er aufgehört hat, ein* zionistische Gruppe zu die bloß religiöse SonderintCTessen hat. Er ist jetzt zu revisioiiiistisch-kapitalistischen Partei geworden, die in einem geistlichen Gewände politisiert. Das zeigt sich auch in seiner Taktik im Kurgenland. Mit allen Mitteln wird versucht, die •misrachistischen Gruppen zu erhalten. So besteht heute noch der Haschomer Hadati in Eisenstadt mit fünf Mitgliedern, von denen vier nicht gesetzestreu leben. Ungefähr so sieht es im übrigen Burgemland aus. In Lackenbach gab es bis zum Sommer eine größere Misrachi-Gruppe; der größte Teil war nicht religiös. Nun ist die Gruppe beinahe ganz eingegangen. Böse Zungen behaupten, da® käme davon, weil ein Wiener misrachistischer Jugendbund, der sein Sommerlager in L. hatte, eine Schuld von mehreren hundert Schilling hinterließ. in Kobersdorf gibt es noch keinen zionistischen Jugendr lu'. i.i. Das Sommerlager des „Mischmar Haowdim" hat aber j>:.' ,.u! die Kobersdorfer Juden gewirkt. in Maitersburg sind mehrere, noch nicht organisierte üenosseu. Aimerdem gibt es einen Brith Trumpeldor rachi. Begreiflich gibt es zwischen diesen beiden selten Streit. T. M. B. In der am 21. Dezember stattgefundenen öffentlichen narsitzung des Kultusvorstandes berichtete der Obmann ■ Friterrichtskommission, Herr Professor Moses Rath,;r den Stand der von ihm in Angriff genommenen Renen auf dem Gebiete des jüdischen Unterrichtswesens. entnehmen diesem Bericht u. a. folgendes: 1. Aus der Mitte der Lehrerschaft wurden Ki eingesetzt, die in monatelangen Beratungen den vc ten, unzulänglichen Lehrplan neu bearbeitet und de iräisch-Lehrplan für Volks- und Mittelschulen eingebaut en. Der von den Kommissionen und dem Inspektorat ■;hberatpne Entwurf der neuen Lehrpläne für die Volks- Hauplschule wurde vom Plenum dar Lehrerkonferenz shmigt. 2. lim den Keligionslehrern die Möglichkeit zur Fortune und Vertiefung ihres fachlichen und pädagogischen sens und Könnens zu bieten, haben wir im April v. J. Gemeinde wegen einen Fortbildungskurs für Religionsct geschaffen mit 8 Unterrichtsstunden in der Woche. 3. Die Voraussetzungen der Zulassung zur Lehramtsuug wurden verschärft und die Anforderungen bei Prüfung selbst erhöht. 4. Nur die für Mittelschulen geprüften Lehrkräfte len von nun an an Gymnasien und Realschulen uni'hten dürfen. Aber auch diese werden — aus pädagogin und sozialen Gründen — nur höchstens 26 Stunden lentlich erteilen dürfen. 5. Um dem Mangel an geeigneten Lehrbüchern für ehe Geschichte und hebräische Sprache abzuhelfen, i, moderne und zweckler beauftrar. .ehrbücher zn ,-erfasi Habe» Sie Verwandte, Bekannte. Freunde in Palästina? Wir zeigen Ihnen im Film, wie diese leben und e es ihnen dort geht. Vorführung in Ihrem Hei m! Zuschriften unter „Filmaufnahme" an diö Redaktion des „Jüd. Arbeiter, IL, Blumauerg. 1, und Telefon R-49-8-23. . Hatte Im he h nach all diesen Verbesserungen, infolgo :hl der Unterrichtsstunden beim öffentlichen Kaum ist für die ausreichende Pflege desl :d der Bibel, haben wir unsere Tätigkeit uf das Gebiet des Ergänzungsunterrichtes!ie Gemeinde noch vor 3 Jahren nur eine •hule, so waren es schon im Vorjahre 20 hebräische i- und Bibelschulen mit 27 Lehrkräften und 149 «stunden bei einer Frequenz von 1400 Kindern, rigen Schuljahre haben wir 25 hebräische Sprachibelschulen eröffnet mit 38 Lehrkräften, welche* 210 Wochenstunden erteilen, bei einer Frequenz von 2100 und Schülerinnen, darunter 626 Mittelschüler, [i in erster Linie' bemüht, die Zahl der Wochenn den einzelnen Klassen auf 2 bis 4 zu .prd mit dem früheren System von einer Wocheni brechen. Insbesondere gelang es uns, an der Zentralschule sich entwickelnden Anstalt in der Tempelgasse (300 Schüler und Schülerinnen), die Kinder für einen vierstündigen Unterricht pro Woche zu gewinnen. Hievon werden 2 Wochenstunden von dem zuständigen Religionslehrer in LiUmrgie und 2 Stunden von hiezu neu bestellten Hebräischlehrern, Absolventen des hebr. Pädagogiums mit akademischer Bildung, in hebräischer Sprache und Bibel erteilt. Auch an den Bibelsehulen der Peripherie ist der einstündige Unterricht fast überall einem zwei-, bezw. dreistündigen in der Woche ausgebaut worden. An drei Bibelschulen der Gemeinde werden auch Talmudkurse abgehalten. Da an den von Vereinen erhaltenen und von der Kultusgemeinde mit. S 156.000 jährlich ausgiebig subventionierten Sprach- und Bibelschulen (zionistische Sektion, orthodoxe Talmud-Thoras, Chajes-Realgymnasium, Jüdische Volks- und Hauptschule, „Talmud-Thora", Jugendbände), weitere 2400 Kinder und Jugendliche lernen, so sind bereits 4500 schulpflichtiee Kinder, also ein Drittel der Jugend im Alter von 6—16 Jahren erfaßt. Unser ist, mindestens 7000 Schüler mit Ergänzungsunterriclht zu verseilen. Dann wird auch dar Religionsunterricht der öffentlichen Schule auf eine neue Grundlage gestellt werden können. 7. Das hebräische Pädagogium wurde vom Obmann der Unterrichtskommission reorganisiert und zu einer vornehmen Lehranstalt mit 30 Hörern ausgestaltet. Die Kultusgemeinde dockt zwei Drittel des Budgets dieser von Oberrabbiner Dr. Chajes s. A. gegründeten Anstalt. — Die Subventionen der Kultusgemeinde für die jüdische Volks¬ und Hauptschule „Talmud-Thora" in der Malzgasse, mit 370 Schülern, und für das Chajes-Realgymnasium 410 Schülern, wurden derart erhöht, daß deren laufendes; .Tahresbudget ausgeglichen erscheint. Ebenso werden Drittel des Budgets der Theologischen Lehranstalt seitens der Rultusgerneinde gedeckt. Hitler-Propaganda in Palistina Jerusalem. In Haifa wurde Hin Araber verhaftet, der natiorialsozialistische Flugblätter mit Lobreden auf Hitler und seine judmfemdliche Politik in französischer Sprache verteilt hat Dar Verhaftete erklärte, die Flugblätter habe ihm ein Offizier des Dampfers „Smyrna" von der deutschen Levante-Linie zur Verteilung übergeben. Die „Smyrnä" hat in Haifa Orangem für Deutschland in Ladung genommen. Hebräisch-Unterrieht ira „Jüd.; Vö.lkg'h'eirn"' Es beginnen Anfänger-Kurse für Erwadhaane ua(i Kin| der. Anmeldungen im ,-'"J ,r ™ Neue Siedlungen in Palfistina Jerusalem. Südlich von Jerusalem sollen in einem Gebiete, das in alter Zeit ein Zentrum des Obstbaues war wieder Obstplantagen errichtet werden. Der Gärbier s. 2 H o 1 z m a n n aus Rechowoth hat am der Straße nach Hebron in einiger Entfernung von den Teichen Saiomoris em von 5000 Dunam erworben, auf dem 200 Familien auf <jn Grundlage des Obstbaues, angesiedelt werden sollen. BewässarungsmögLkhlceiten sind in weitem Ausmaße vorhanden. In Ras ei Ain bei Petach Tikwah hat die Kommission zur Unterbringung von Neueuiwanderern, die vom Petach Tikwaher Arbeiterausschuß eingesetzt wurde, 1000 Dunam zur Anlage einer neuen Arbeitersiedlung erworben. Das Grundstück grenzt an das Araberdorf Pajja und an das Gebiet der Yarkon^Konzession. Qeplamt ist die Ansiedlung 200 Familien, davon 50 Familien deutschrjüdischeT Einwanderer. Die übrigen Siedler sind landwirtschaftliche Arbeiter aus der Scharon-Ebene umdl Judäa. Nach Uebergabe der Besitzititel haben Mitglieder des Irgun, der landwirtschaftlichen Siedhaigskooperative, mit den Pflugarbeiten begonnen. Amtlich« Verlantbaruiigen der Israel. JELultuBgreznein de "Wien Die Kleiderstelle der Fürsorge-Zentrale bittet dringendst um Zuweisung von brauchbaren. Bekleidungsgegenständen jeder Art, Wäsche, Schuhe usw. für Männer, Frauen und Kinder. Telephonische oder schriftliche Benachrichtigung erbeten an die Fürsorge-Zentrale der isr. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstetteng. 2, Tel. U-25-5-85. welche die Abholung veranlaßt. Israelitischer Jugendgottäsdienst.' Samstag, den 27. Jänner 1934, findet in allen Gemeinde- und Vereins-Synagogen der Jugendgottesdienst um 3 Uhr nachmittags statt. tesdienst für die Mittelschüler der Unterklassen, Samstag, den 27. Jänner d. J. um 5.15 Uhr nachmittags findet im Leopoldstädter-Tömpel, IL, Tempelgasse 5, «in Gottesdienst für die Mittelschülerinnen) der Unterklassen Für die Wrinternötständsaktion der isr. ltusgemeinde in Wien sind folgende anonyme Spenden eingegangen: II. W. viermal je S 3.—, zweimal je S 5.—; je S S.— S. H., 19. Weimarelrstr. 79; N. N. N. N. für Blinde; je S 10 — G. W. — Ungenannt, Anonymus Hoffnung; je S 20.— N. V. — Anonym — N". N.; je S30.— Anonymus — E. B. geb. L. v. W.; S 200.— Anonym, ad. Z. 3846 ex 1933 Wien, 22. Jänner 193-1. Vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde. Wien wird zur Kenntnis gebracht, daß die Einschreibungen für den Barmizwah-Kurs für die Kinder mittelloser Eltern für das II. Halbjahr im Schuljahre 1933-34 Freitag, den 26. Jänner 1934 von halb 3 bis halb 4 Uhr nachmittags im Lehrzimmer der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, 4. Stock, stattfinden. Der Unterricht findet ab Freitag, den 2. Februar 1934 jeden. Freitacr von 2.15 bis 4.15 Uhr nachmittags im genannten Schullokale statt. Lebeas versicherungs-Gesellschaft PHÖNIX Au» fem Jahresbericht 1932: Venfcfaerungsbestud S 2.728,800.00t"— Priünien- und Zmsen- Bimwthme» , 17»,600.000aaranSeroittel , 527,000.0»- an dfc 60,000.000-- r!dSui2!«2£l:btü rJm5S£1' ^SiS?eH<S«S; Praannteh, Spanien. Knien, Fflr*t««tn» Uecfite»- ■W*. Ui(*rn Palen, hwoihiriea, Bulcnriea, <**■ ffcMlMd, mninlcn, PnUitlan, Syrien, TSrtei, Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistisch-sozialistische Arbeiterorganisation Poake Zion-Hitachduth (Obmann Mendel Singer), Wien, IL, Blumauergasse 1. — Verantwortlicher Redakteur: Julius Marober, Handelsangestellter, Wien, IL, Ausstellungsstraße 15. — Buchdruckerei Reiter & Co. (Adria), Wien, II., Tafcorstraße 52 b. Gedenket Oer Winternotstandsaktion 0er KsltusgemeinOe! 6eldand Naturalspenden erbeten an die Fflrsorge-Zeatrale der isr. Kaltusge»einde Wiea, I., Seiteattetteagasfe 2, Telephon ü-25-5-85 Serie, ■___ Porttparkasaenkoato B-29-650.

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