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Palästina-Nachrichten · 1935-12-12 · Heft 22 (12.12.1935) · p. Seite 3

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Journal
Palästina-Nachrichten
Volume
2 (1935)
Issue
Heft 22 (12.12.1935)
Date
1935-12-12
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Der Obstbau und seine Zukunft Von Rubin Robert Horowitz (Jerusalem) Spriciil man von palästinensischem Obst, so meinl man gewöhnlich nur die Cylfusailen, die nach europäischen und anderen Ländern exportiert werden, besonders Orangen, Grape- Fruit, und in geringem Maße Zitronen. Das Wort „Palästina'" ist eng verbunden mit diesen Südfrüchten. In Palästina selbst ist man gewöhnt, „Zylrusfrüchle" als solche zu bezeichnen und andere Früchte mit dem Begriff „Obst" zu verbinden, so als ob Zitrusfrüchte kein Obsl wären. Richtigerweise sollte mau zur Unterscheidung der Z) trus-Südfrüchte und der in den nördlichen Ländern verbreiteten Früchte (Äpfel, ßirnen. Pflaumen usw.) letzlere als „nördliches Obst*' bezeichnen. Das charakteristische Merkmal der nördlichen Obstbäume gegenüber den Zvlruspfhmzeu ist das Fallenlassen der I>läller im Winter, während die Zvlrusfrüchle auf immergrünen Bäumen wachsen (d. h. auch im Winter ihr Laub behalten). Allerdings gibt es unter den Südfrüchten auch solche, z. B. der Mandel- und Feigenbauni, die im Winter ihr Blällerkleid verlieren. Sie bilden damit unter den Südfruchtbäumen eine ]udi$cUe> ÜtetseetUdluHty Wir werden um Veröffentlichung folgender .Notiz gebeten: In Berlin besteht seil einigen Monaten eine Gesehäflsstello zum Studium und zur Förderung jüdischer Überseesiedelimg, deren Mitglieder \öllig ehrenamtlich arbeilen. Der Zweck der Geschäftsstelle ist, diejenigen Länder in ( bersee zu erforschen, die für eine jüdische Massensiedlung in Betracht kommen. Es werden z. Z. verschiedene Länder Südamerikas auf die Möglichkeil jüdischer Massensiedlung hin untersucht. Doch wird die Geschäftsstelle erst dann an die größere Öffentlichkeit treten, wenn sie wirklich erfüllbare Projekte \orlegen. kann. \ orbemerLitiu/: Der moderne Obs/hau in /V h'isliiKt isl rerL/iü/ifl dem Samen des Herrn \(jn>non< \. Euiinjcr. der mich <ds der Ilidinhic her desselben anijeselien werden darf. Das in diesem [rliür! verwandte \hderinl slttninil ran ihm. und es isl mir Bedürfnis. Herrn El Iiin/er auch andieser Stelle dafür :u danken. H. R. II. Ausnahme, wohl damit zu erklären, da Ii beide ursprünglich aus Gebirgslagen stammen und vor Jahrtausenden eingewandert sind. Auch von anderen, bekannten Südfrüchten, wie Dattel und Oli\e, verliert keine ihr Laub im Winter. Hier wollen wir uns befassen mit Obst a r t e n nördlichen Ursprungs und nicht mit Zytrusfrüchten. Fs muß aber von vorneherein hinzugefügt werden, daß außer Zytrusobsl. keine andere Obstarl in solcher Quantität in Palästina angepflanzt wird, daß sie den Binnenmarkt ausfüllen könnte, geschweige sich exportieren ließe. Die arahiM'heu Obslpflanzen stehen zumeist auf sehr niedrigem .Niveau, die von ihnen verwandten Sorten sind lange nicht erstklassig, deren Kulturen sind veraltet, die lienlabililäl eine sehr geringe. Unter dem Einflüsse der wenigen Obslpflanzungeu, die im letzten Jahrzehnt von der jüdischen Kolonisation mit passen dem Sortiment und neuen Methoden angelegt worden sind, und bereits hohe Einnahmen abwerfen, zudem angespornt durch die Regierung, haben die Araber im Gebirge in den letzten paar Jahren angefangen, den Juden im rationellen und somit rentablen \rbeilswege zu folgen. In der neuen jüdischen Nachkriegskolonisationsperiode haben sowohl im Gebirge als auch auf dem Hügel- und Flach lande die jüdischen Siedlungen begonnen, Obstbäume anzupflanzen. Und zwar machte im Gebirge Kirjalh-Anavim den Anfang, in der Ebene. die vor zehn und zwölf Jahren angelegten Siedlungen im Emek Jesreel (Aiu-Charod, Nahalal, Klar Jecheskel, Tel-Josef und andere). In den letzten vier bis fünf Jahren auch Mischmar llaemek. Mit den großen, modernen Schnelldampfern der Italia-Cosulich fahren Sie in 67 Tagen nach New York 12 Tagen nach Rio de Janeiro 15 Tagen nach Buenos Aires 15 Tagen nach K a pstadt Eildampferdienste nach Australien,Zen1ral-Amerika und Südwestküste (Chile, Peru) Auskunft und Buchungen durch Italia-Cosulich BERLIN W 8, UNTER DEN LINDEN 3a Fernsprecher: AI Jägsr 1355 FRANKFURT A. M. HAMBURG Kaiserstraße 20 Neuer Jungfemstieg 1/ MÜNCHEN STUTTGART Odeonsplarz I Sch llerp'atz 4 sowie durch sämtliche Reisebüros 111 IE 1 V- BAIK ein«retr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht Bankgeschäfte Effekten, Devisen Passage-Dienst speziell für Palästina u. Amerika Berliner Vertretung für D. „TEL-AVIV" Transfer- Beratung Z E N T Ii A L E : DEPOSITEN KASSE; BERLIN C25 CHARLOTTENBURG 2 Dircksenstraßc 26 27 F asanenstraße 18 E2 Kupfergr. 203") J 1 Bismarck 4312 T Ii A NS F ER- L \ I) VV A R E N - A B T E I LU NC; Fasaneiistraßc 2 0 .11 Bismarck 2813 IN PALÄSTINA vertrittdie„P. N " HEINZ ZEIMANN.Tel-Aviv, Dizengoffstr.159 3

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