Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1933-08-01 · 3-4 (August 1933) · p. Seite 167

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
3 (1932-1933)
Issue
3-4 (August 1933)
Date
1933-08-01
Page
Seite 167 (sequence 29)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2416673-2416686-2416689--0853-3528006
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

mit einer Ausnahme das Gebiet aller dieser Arbeiten fast ganz aui Wien beschränkt blieb. Außerhalb des Rahmens dieser Publikationen erschienen (im V. Band der Geschichte der Stadt Wien) ausgezeichnete Darstellungen von Ign. Schwarz und M. G r u nwa 1 d, ferner S. Kraus, Die Wiener Geserah, A. Altmann, Geschichte der Juden in Stadt und Land Salzburg, A. Tänzer, Geschichte der Juden in Tirol und Vorarlberg, und B. Wachstein, Die Inschriften des alten Judenfriedhofes in Eisenstadt, und Urkunden und Akten zur Geschichte der Juden in Eisenstadt. Außer diesen größeren Arbeiten dürfen aber auch kleinere, ja sogar populärer gehaltene nicht übersehen werden, wie M. M a r kbreiter, Beiträge zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Eisenstadt, Beiträge von D. Herzog, V. K u r r e i n, M. Grunwald und dem Schreiber dieser Zeilen in verschiedenen Zeitschriften, sowie M. Pollak — LT Moses, Die Juden in Wr. Neustadt. Bei dieser Mannigfaltigkeit konnte es freilich auch nicht sonderlich ins Gewicht fallen, daß sich in den Fußnoten eines hier bereits zitierten Werkes,6 sie sich ohne sonderliche Nötigung mit einem Akt des Hofkammerarchivs beschäftigen, der die Vorgeschichte der Eisenstädter Judengemeinde betrifft und von mir demnächst an dieser Stelle eingehender behandelt werden soll, eine Menge der haarsträubendsten Kopierfehler eingeschlichen haben. Schwerer wiegt dagegen wohl die Tatsache, daß das Interesse der „Historischen Kommission" sich in der letzten Zeit den eigentlichen historischen Studien zu entfremden und bibliographischen Arbeiten zuzuwenden schien. Es kann entschieden nur als ein Abweichen von den Zielen der „Kommission" bedauert werden, wenn ein Werk über die hebräische Publizistik,7 so wertvoll es an sich auch sein mag, herausgegeben wird, solange es auf dem ureigensten Tätigkeitsgebiet der „Kommission" noch eine Unmenge von Arbeiten gibt, die gefördert, ja oft sogar erst angeregt werden müßten. Leider scheint ja bei den meisten Mitgliedern der „Kommission" die Meinung verbreitet zu sein, daß die jüdische Geschichtsforschung in Österreich nach den Aktenpublikationen P r i b r a m s8 bereits alles erschöpft habe, was hier an Stoffen überhaupt vorhanden war. So ist es vielleicht auch kein Wunder, daß die historischen Beiträge des von L. Taubes und Osk. Bloch herausgegebenen „Jüdischen Jahrbuchs für öster- 167

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.