Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 3 (1932-1933)
- Issue
- 1 (September 1932)
- Date
- 1932-09-01
- Page
- Seite 58 (sequence 67)
- Language
- German
- Belongs to
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- Nitra 1× ep/1048039
- Prešov 1× ep/1045481
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Die orth. isr. Kultusgemeinde wurde im Jahre 1871 gegründet. Ihre Statuten sind am 30. VII. 1871 genehmigt worden. Der erste Präses der Gemeinde war Leopold Löwy, Mitglieder des ersten Präsidiums waren Josef Schwartz, Karl Pollak und Jakob Aufricht. Der erste Rabbiner der Gemeinde war der SebeskeHemeser (neben Presov) Rabbiner, Leibisch Jules,57) der den Posten nebenamtlich ein Jahr hindurch versehen hat. Im Jahre 1874 wurde die Rabbinerstelle mit Moses Jungreiss besetzt, dem Sohne des R. Schragga Jungreiss. Moses Jungreiss wurde in Csecs (Korn. Nögräd) im J. 1842 geboren, wo sein Vater als Rabbiner amtierte, lernte in Balassagyarmat und Preßburg, hatte ein großes Ansehen, war hier 33 Jahre tätig und starb im Jahre 1906. Seine irdischen Reste birgt der Friedhof der orth. Gemeinde.58) Sein Nachfolger wurde sein Sohn, Ignatz Jungreiss, der im J. 1867 in Balassagyarmat (Ungarn) das Licht der Welt erblickte, vorher in Nyirmedgyes wirkte und nach seiner 17jährigen Kaschauer Tätigkeit im J. 1923 das Zeitliche segnete. Im J. 1924 wurde die Rabbinerwürde R. Salomon Brach übertragen, der in Nitra im J. 1865 geboren wurde, vorher in Magendorf und Nagykäroly tätig war und auch gegenwärtig Inhaber des Rabbinerstuhles ist. R. Brach veröffentlichte mehrere rabbinische Werke. Rabbinatsassessoren der Gemeinde sind: Henoch Pack, Samuel Jungreiss (Sohn des Rabb. Ignatz Jungreiss) und Samuel Engel, eine Kapazität auf dem Gebiete der talmudischen und rabbinischen Literatur, Verfasser mehrerer Responsenwerke, Verkünder der Lehren Hillels: Liebe den Frieden, jage dem Frieden nach, liebe die Menschen; ein edler Charakter, der das talmudische Prinzip verfolgt: Eher zu den Verfolgten, als zu den Verfolgern zu gehören. R. Engel war vorher in Radomysle (Polen) als Rabbiner tatig. Die blutigen Wellen des Krieges brachten sein Lebensschiff nach Kaschau. 57 Zs. L., S. 438. 68 Ibid., S. 439. 58