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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1931-06-01 · 4 (Juni 1931) · p. Seite 240

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
1 (1930-1931)
Issue
4 (Juni 1931)
Date
1931-06-01
Page
Seite 240 (sequence 24)
Language
German
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X. R. Akiba Kohen-Zedek scheint ein Schwiegersohn des R. Abraham Katzenelnbogen in Ofen zu sein, stand in halachischer Korrespondenz mit R. Liva Landau, der zuerst in Landau und dann in Terfeis Rabbiner war.39) R. Akiba war sehr reich und angesehen, wohnte anfangs in Ofen, war Hoffaktor und? Finanzmann bei Matthias dem Gerechten in Ofen, er wurde daher, Akiba ha-Nassi (der Fürst) und „Prinz der Juden" genannt. Er war ein hervorragender Gelehrter und daher als „Haupt der Diaspora" bezeichnet. Verfolgt von dem Neide der Hofleute, mußte R. Akiba Ungarn verlassen und übersiedelte nach Prag, wo er eine segensreiche Tätigkeit entfaltete. Dort gründete er eine Talmudhochschule, deren Leiter et war, zur Zeit, als R. Jakob Pollak Schulrektor in Prag gewesen ist.40) Auch in Prag war er den Verfolgungen von Neidern ausgesetzt, und zur Erinnerung an glücklich überstandene Gefahren stiftete er drei gleiche Vorhänge für den Thora-Schrein in den drei Synagogen Prags. Er hatte 12 Söhne und 13 Töchter, 12 waren an Aroniden (Kohanim) verheiratet, so daß er mit seinen Söhnen und Schwiegersöhnen, 25 an der Zahl, an Feiertagen den priesterlichen Segen erteilen konnte,, worin er eine besondere Erfüllung des Wortes »^y 25, im pentateuchischen Gebote (Nr. 6, 23) sah. Seine dreizehnte Tochter Jochebet (gest. 1552), war die Frau des R. Sabattai ben Jesaja Horowitz in Prag, dessen Sohn R. Abraham Horowitz der Vater des berühmten R. Jesaija Horowitz, Verfasser des „Sehne Lichoth ha-Brith" (Schloh) war. R. Akiba starb in Prag im Jahre 1496.41) Er ist der Stammvater der gelehrten Familie „Kohen-Zedek", welche bedeutende Rabbiner und Gelehrte hervorgebracht hat. Anmerkungen: J) Michael, Or ha-Chajim Nr. 1079. 2) s. sein Sawow ha-Olom. 8) Or Serua II. Nr. 432. 4) Vgl., was ich über ihn in Encyclopaedia Judaica VI. 467 geschrieben habe. 5) R. G. A. Salomon Lurja Nr. 29. 240

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