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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1931-03-01 · 3 (März 1931) · p. Seite 183

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
1 (1930-1931)
Issue
3 (März 1931)
Date
1931-03-01
Page
Seite 183 (sequence 47)
Language
German
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unum saginarum anserem titulo novi anni prostare reventur. (Visitatio Canon Rudnai 1823.) A Judaeis titulo novi anni sacharum et caffam item in festo Si. Martini abiisdem anserem unum. (Visitatio Canon Ai. 185L Scitovsky.) Im Jahre 1774, als zu Holitsch 64 jüdische Hausväter, darunter 24 Besitzer von-eigenen Häusern, wohnten, war Jakob Moses Rabbiner der Gemeinde. Im Jahre 1782 amtierte dort der große Gelehrte R. Juda Dresnitz, auch Juda Straßnitz genannt, als Rabbiner. In strittigen Angelegenheiten der Nachbargemeinden wurde er oft als Schiedsrichter gerufen. Sein Enkel war R. Juda Aszod, der berühmte Szenitzer und später Duna-Szerdahelyer Rabbiner. Im Jahre 1784 errichtete auch Holitsch eine den Verordnungen Kaiser Josefs II. entsprechende zweiklassige deutsche jüdische Schule — eine sogenannte Normalschule — deren Lehrer damals Löbl Jakob war. Im Jahre 1795 wirkte an dieser Schule Samuel Schnitzler. Die letzte jüdische Volkszählung, in die ich Einsicht nehmen konnte, ist die aus dem Jahre 1795, welche mit den eingeschriebenen 63 Familien seit zwanzig Jahren nicht nur keinen Zuwachs, sondern eine Abnahme der jüdischen Insassen aufweist. Um diese Zeit hatten Josef Mandl und Wolf Löbl von der Kaiserlichen Herrschaft das Bräuhaus und die Spiritusbrennerei in Pacht, wofür sie 4500 Gulden Zins zahlten. Eine Summe, die selbst nach unseren heutigen Geldbegriffen für sehr hoch gelten kann. Nach dem Rabbiner Juda Straßnitz wirkte eine Zeit lang als Maggid (Prediger) Aron Freistadtl, der im J. 1777 — wahrscheinlich nach dem Ableben oder Wegzug des früheren Rabbiners Jakob Moses — von 24 Gemeindemitgliedern aufgenommen wurde. Nun entstand in der Kehilla ein heftiger vieljähriger Streit und eine Spaltung, die zu einem erbitterten Prozesse führte, den aber der dortige Stuhlrichter Tomka an die Komitatsbehörde leitete. Eine Eingabe, die die Partei des R. Juda Dresnitz in dieser Angelegenheit gegen Aron Freistadtl und seine 24 Anhänger an den Neutraer Obergespann Gr. Nikolaus Forgäcs richtete und die so manche interessanten und wertvollen Daten zur Geschichte der Holitscher Israelitengemeinde enthält, lassen wir in getreuer Abschrift aus dem Neutraer Komitatsarchiv hier folgen: m

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