Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 1 (1930-1931)
- Issue
- 3 (März 1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 153 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Gleich wie nun hierunter vorderist (= zuvorderst) Ihrer kayserl. Maj. unsers allergnadigten Herrens Interesse, wegen der Zöhl und Mauthen, dan(n) in Beförderung Handels und Wandels das bonum publicum hier und dorten versiret: Also ersuchen Euch auch wir Ew. Excellenz und (S. 706) die Herren hiermit freundtdienstl., dieselbe belieben sich des obgenanten dahin bestelten Präger und Landtjüdischen Verwalters Hirschel Joachimb Lichtenstatt insoweit anzunehmen, auff dass derselbe gleich denen pohlnisch. und andern Judendienern mit Weib und Kindern nicht allein in denen ordinari Jahrmarcktszeithen, sondern auch das gantze Jahr hindurch zu Beobachtung der alhiesigen jüdischen Angelegenheiten, bevorab des Perdons und mithin zu Beförderung allerhöchst besagt Ihrer Maj. hierunter waltenden Zoll- und Ungeldtsregalis79) aldar zu Breslau unturbirter subsistiren möge. Welches wir in dergleichen und anderen Begebenheiten zu erwiedern unvergessen seyn werden. Geben Prag (S. 707) den Vierzehenden Junii 1702. N. N. Der Rom. Kays. Maj. Präsident und Kammerräthe im Königreich Böheimb. IV. Brief des Oberamts an den Breslauer Rat. Breslau, 27. Juni 1702 (a. a. O. S. 715—718). (S. 715). Unsere freundliche Dienste zuvor. Edle Gestrenge, Ehrenveste und Wolweise, besonders liebe Herren und gutte Freunde. Aus denen abschrifftl. Beylagen ist mit mehren Umsstanden zu vernehmen, mit was für Motivis die löbl. königl. Kammer im Königreich (S. 716) Böhaimb uns ad instantiam der gesambten Prager Judenschaft den jüdischen Verwalter .oder auff hebreisch so intitulirten Schames, nahmens Hirschel Joachim Lichtenstatt, recommendiret hat, demselben verhülfflich zu seyn, damit er gleich wie vorhero zu Beobachtung des besagter Prager Judenschafft sowohl von ihrigen Handelsleuten selbst als derselben incorporirten andern Juden gebührenden, sogenannten Perdons, folglich zu Beförderung derer kayserl. Contributionen und Gaben, nicht minder zu Abhelffung derer zwischen dergleichen sich ereignenden Strittigkeiten, die besonders auch zu Erhaltung allerseits guter Richtigkeit alhier in Breslau nicht allein in Marcktzeiten, sondern 153