Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1930-09-01 · 1 (September 1930) · p. Seite 39

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
1 (1930-1931)
Issue
1 (September 1930)
Date
1930-09-01
Page
Seite 39 (sequence 41)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2416673-2416674-2416676--0048-3527610
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

ergießenden Wasser darzu Bauholz fällen und ausführen lassen, die beschleunigte Resolution ohne mein gehorsamstes Vorschreiben erwarte gehorsamst Ew. fürstl. Gnaden in Schutz den Allerhöchsten und mich zu dero fürstl. Hulden gehorsambist empfehle. Ludenburg, den 25. Februar 1667. Johann Pokorny. An Ihre fürstl. Gnaden der Fürstin von Liechtenstein. Es wird Ew. fürstl. Gnaden in gnädigem Andenken beruhen, daß ich die Feldsberger Juden, welche sich zu Lundenburg seßhaft haben sollen machen, per force auf Kostel wegschaffen habe müssen, nun ist mir gar wohl wissend, daß so viel Juden in demselbigen Orte ihnen zu ernähren unmöglich vorfallen wird. Dannenhero zu Verderben geraten, oder aus Not einem anderen Herrn suchen müßen und um soviel Euer fürstl. Gnaden Regalien, was die Juden in dero Renten wennselbte zu Lundenburg wohnten; über hundert Gulden jährlich entzogen wurden, sintemalen der noch bis dato jüdische wüste Plajz, so vor diesem Judenhäuser gestanden, kein Christ annehmen tut. Sondern die Stellen de facto ohne einzigen Ew. fürst. Gnaden Nutzen leer und wüst liegen, dann zu besagten Örtern gar keine Grundstücke als wie zu den christlichen Gründen zu finden sein, daß also ohne dergleichen Mittel und Wirtschaftssachen solche Häuser den wirtlichen Leuten als wie sich die christlichen Untertanen ernähren müßen, ganz untauglich und unvermöglich sein, herentgegen wann es die Juden besitzeten, welches da ohne Schaden vorderst der Grundobrigkeit auch anderen Leuten wohl beschehen könnte, Ew. fürst. Gnaden Renten wohl wurden, nit weniger die Christen eher Nutzen als Schaden von ihnen haben, indem weihen sie noch keine Häuser haben mit den Christen von der Herberich (Herberge) auf die fünfundneunzig Gulden zugeben beschließen, allbereit auch darauf ein ziemliches abericht (abgericht, abgerechnet), daß ich also nit weiß, wie der Vergleich zwischen Christen und Juden mit Wiederrestituierung was allbereits die Christen empfangen haben, beschehen wird, denn die christlichen Untertanen unvermöglich und das Geld schon längst auf die Kontribution angewendet, dieses an Ew. fürstl. Gnaden mein untertänigstes Anbringen habe bei mir notwendig gehorsams geachtet und was dabei Ew. fürstl. Gnaden weiterbefehlen 39

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.