Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- 2 (1833)
- Issue
- Heft 26 (31.12.1833)
- Date
- 1833-12-31
- Page
- Seite 205 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Der I u Hly. Periodische Blätter für Religion und Gewissensfreiheit. In zwanglosen Abtheilungen herausgegeben von Dr. G. Riesfer. Zweiter Dienstag, den TsXajP ' LWß‘ E k:: Land. Zi. December isss. Eit Wönigl. Dänischem Allerhöchstem Mrivilegio. Eigenthum des Herausgebers. In Commission bei I. F. Hammerich in Altona. Bemerkungen gegen Sr reck fuß. (Beschluß.) ^aß nun auf diese Weise geschrieben worden, darr über weiß Hr. S r r. nicht gerade einen direkten Tadel auszusprechen, aber er weiß doch in der Art und Weise, wie er davon redet, durch allerhand stereor type Gemeinheiten im Ausdruck eine gute Portion Galle anzubringen. Er sagt nämlich, es seien „junge jüdische Schriftsteller, welche mit der ihrer Nation eigenthümlichen, an sich selbst sehr lobenswerthen Betriebsamkeit die Journale für diesen Zweck in Ber schlag genommen haben." Die Phrase schmeckt so nach Zunftneid, daß sie irgend einem Kramer entlehnt scheint, der darüber seufzt, daß die Juden ihm sein Gewerbe in Beschlag nehmen und'wir können in den hämischen Worten keinen anderen Sinn finden, als etwa den eines geheimen Bedauerns, daß es unter so vielen Zunft- und anderen Beschränkungen nicht auch eine giebt, die den Juden die Schriftstellerei verbietet. Hat Hr. Str. damit andeuten wollen, daß es überhaupt nur Juden seien, die für die Emaneipation streiten, so dürfen wir ihn fragen, ob ihm Dohm und Krug, v. Ulmenstein und Menzel und die ganze Hessische Kammer und unzählige Andere, — die alle mit gleicher Wärme, wie die Verfasser jener Artikel, für Emaneipation geredet 2r Dd. und gewirkt, — auch für Juden gelten; wir dürfen dreist behaupten, daß die Zahl der eifrigen Vertheidiger der Emaneipation unter den Christen gerade so groß ist, als die Zahl Derer, welche überhaupt für das Recht Anderer, vor denen sie privilegirt sind, warm zu fühlen und kräftig zu wirken wissen, daß es ihrer reichlich so Viele giebt, als es Lafayecte's und Lameth's unter dem Adel, als es Iesse r so n 's unter den Sklavenbesitzern gegeben. Auf diesen seltsamen Vorwurf nun, daß jene Schriftsteller überhaupt geschrieben haben, folgt der, „daß str ihn, Hrn. Str., als den Verfasser des Entwurfs genannt und die Art, wie sie ihn genannt." Welches diese Art gewesen, wird aus folgenden thatsächlichen Angaben klar werden. Die drei frühesten und ungeachtet ihrer Kürze sehr vorzüglichen Artikel, ein aus Berlin datirter im hamburgischen Korrespondenz ten, zwei Frankfurter in der Oberpostamtszeitung und in der Didaskalia erwähnten des Verfassers gar nicht; ein ausführlicherer sehr lobenswerther Artikel in den Brockhausischen Blattern für literarische Unterhaltung deutete ihn nur muthmaßend an; nur zwei Correspondenten der Allgemeinen Zeitung schloß sen ihre Kritik ungefähr mit den Worten: „dem Vernehmen nach ist Hr. Geh. Ob.-Reg.-Rath Streckfuß der Verfasser des Entwurfs." Nun muß man wissen, daß es in Berlin seit tanger Zeit schon aller 27