Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- 2 (1833)
- Issue
- Heft 22 (12.11.1833)
- Date
- 1833-11-12
- Page
- Seite 173 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Der Jude. Periodische Blätter für Religion und Gewissensfreiheit. In zwanglosen Abtheilungen herausgegeben von Dr. G. Ri esser. ' Otüt-A Zweiter 22 % Äan- Dienstag, den Mit WönLgl. Dänischem Allerhöchstem Wrivilegio. MK> 12. November 1835. Eigenthum des Herausgebers. In Commission bei I. F. Hammerich in Altona. Bemerkungen gegen Streck fuß als Anhang zu den Betrachtungen über die Verhältnisse der jüdischen Unterthanen der Preußischen Monarchie*). §S§uhaben im Anfänge der „ Betrachtungen" den Vorsatz ausgesprochen, auf diejenigen in der Strecke fußischen Schrift enthaltenen Ansichten, welche wir nicht im Zusammenhänge mit unserem Hauptgegen- Müde zu erörtern Gelegenheit finden würden, in eitlebesonderen Ausführung zunickzukommen. Seit/ dem aber ist so Vieles und Treffliches zur Widerlegung jener Schrift — das Gediegenste bis auf diesen Augenblick von Jost -- geleistet worben, daß es Manchem überflüssig und anmaßend scheinen möchte, noch einen neuen Versuch der Art zu machen. Den selbe Grund indeffen, der die bisherige Reichhaltigkeit der Literatur dieses Streites rechtfertigt und erklärt, veranlaßt auch uns, von unserem Vorhaben *) Umstände, die der Herausgeber auf's innigste bedauert, deren Beseitigung aber nicht in seiner Macht steht, nöthigen ihn, den Artikel über den Entwurf und die Verordnung für das Großherzogthum Posen, welcher die Arbeit über die Verhältnisse der Juden in Preußen schließen sollte, abzubrechen und auf seine Fortsetzung in diesem Blatte zu verzichten. Dieselben Umstände haben die Verspätung in der Erscheinung dieser Nummer veranlaßt, welche er zu entschuldigen bittet. 2r Bd. nicht abzulassen. Nicht als ein rein literarisches Produkt betrachtet, nicht durch ihre innere Bedeutung hat jene Schrift in dem Kreise Derer, denen die Sache der Glaubensfreiheit am Herzen liegt, eine so heftige Bewegung erregt und mehr Federn in Bewegung gesetzt, als es manche andere ausführlichere und künstlichere in ähnlicher Gesinnung geschriebene, z. B. die von Paulus vermocht hat, sondern wegen ihrer mittelbaren Beziehung zu der wichtigsten Frage, welche, unsere/! Gegenstand betreffend, der Entscheidung der Gesetzgebung vorliegt. Nicht des Eindrucks wegen, den man von ihrem Gewichte befürchtete, ward jene Schrift als eine ernste Kalamität, welche durchgreifender Gegenmittel bedürfe, als ein gefährlicher Streich betrachtet, gegen welchen Zeder, der sie führen konnte und mochte, auf seine Weise die Waffen des Wortes zu ergreifen sich mit Recht berufen fühlte, sondern darum, weil der Verfasser es nicht in Abrede stellte, was bereits aller Welt zur Kunde gelangt war, daß seine Ansicht Einfluß zu üben berufen sei auf jene vor jeder anderen wichtige legislative Verathunq. Der Ruhm, den Schriftsteller aus dem Felde zu schlagen, mußte ganz und ungetheilt dem ersten Kämpfer zu Theil werden, und es darf darauf nach dem Dr. Jost schwerlich ein Anderer Anspruch machen; aber die innige Teilnahme an dem Schicksale von 170,000 Menschen, 23