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Der Jude · 1833-05-10 · Heft 5 (10.5.1833) · p. Seite 34

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Journal
Der Jude
Volume
2 (1833)
Issue
Heft 5 (10.5.1833)
Date
1833-05-10
Page
Seite 34 (sequence 2)
Language
German
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der Verbrechen, sondern weM be^Wglücks und der Leiden seiner Kinder. Man kann in Wahpheit fa* gmr, daß das Eisen in ihre Seelen drang; von einem GrdeEuropa's bis zum andemr waren sie einer entsetzlichen und unbeschreiblich grausamen Verfolgung preisgegeben. Diese furchtbare Erndte des Leidens hat eine Nachlese von Elend und Verhöhnung zurückgelassen, wovon die letztere noch jetzt in Vlüthe steht. Die Juden sind jetzt vor der Folter, dem Beile und dem Rade beschützt; aber die Verfolgung eines best ßenden und schmutzigen Hohnes wahrt noch fort. —* Ich komme jetzt auf einen merkwürdigen Umstand in der Geschichte der Juden, auf ihre Niederlassung in China, und die Thatsache, daß sie unter einem halbbarbarischen Volke eine Zuflucht fandet, die ihnen in Europa und in anderen Theilen von Asien verweigert woiDerr. Die Juden wm^en in China zu Ehreustellen zugelassen und man hat eine Inschrift aus dem JMe 1515 entdeckt zum Lobe der Redlichfett, Treue: und Geschicklichkeit der Juden in der Betreibung von Ackerbau und Handel, so wie der exemplarischen Erfüllung ihrer Pflichten als Magi- Hrats-Personeu und Soldaten, ungeachtet der pünktlichen Beobachtung ihrer religiösen Gebräuche. — Ich werde jetzt mehrere authentische Zeugnisse von den Wirkungen der Emaneipation unter anderen Europäischen Nationen anführen. Die Juden wurden in Frankreich durch Napoleon*) emancipirt: ein Schritt, der ihm zur großen Ehre gereicht. Ein merkwürdiges Zeugniß wurde in Beziehung auf dieftnMegenstand in der Deputttten-Kammrr vom 4ten DeMlm 1830 durch den Minister des öffentlichen ' UnreMMs abgelegt, welcher angab, daß, seitdem die LonstttuirerMr Versammlung die Juden auf einem gleichen FngMtt den übrigen Unterchanen des Staates gesetzt, sie gleiches. Dheil au dem nationalen Ruhme genommen, und «ff denselberr Schlachtfeldern mit ihren Mitbürgern geblutet hätten; die Kinder der Juden würden in bmlMMOchulen mit denen ihrer Nachbaren erzogen, sie hatren dieselben Grundsätze und Gewohnheiten, wie die übrigen Franzosen angenommen, und seien gleich verdienstvolle Bürger. Im *) Hier ist der Redner iw Irrthume schreibt hem Kaiser zu, was das Verdienst der" konstltuirettden Versammlung ist. ' . . Jahre 1827 erklärte EhMles Dupin, daß die in Frankreich naturalisirten Juden sich die Sitten und Gefühle der anderen Bürger ungeeignet, daß sie den Wucher mit den Beschäftigungen der Industrie vertauscht hätten, und Franzosen durch die Gesinnung sowohl wie durch die Geburt seien. Im Jahre 1812 bewirkte der Preußische Staatskanzler, Fürst Hardenberg eine Emaneipation der Juden, nicht bis zu der ganzen Ausdehnung ihrer Wünsche, aber doch bis auf einen beträchtlichen Grad, so daß sie, nach dem Belieben des Königs, zu allen Aemrern wählbar waren. Im Jahre 1814 richtete der Fürst Hardenberg das folgende Zeugniß in Betreff der Rosultate der Emaneipation an einen Preußischen Gesandten.^) —— — Ein ähnliches Zeugniß zu ihren Gunsten hat der Senat von Hamburg im Jahre 1814 gegeben. Es heißt in diesem Dokumente, daß wahrend der Zeit, da die Juden des Bürgerrechts und einer vollkommenen Gleichheit mir den übrigen Einwohnern sich erfreuten, sie sich durch eine lobenswerthe Aufführung und große Anstrengungen für das öffentliche Wohl ausgezeichnet hatten. **) Das angeführte Zeugniß,Preußen betreffend, ist ebenfalls von 1814. Aber ich kann ähnliche Zeugnisse für ihr gutes Verhalten in diesem Lande bis auf die neueste Zeit herunter anfühpen. Das Mus wird mix erlauben, ein Zeugniß dep Art in den Worten eines meiner nahen Verwandten anzuführen, der mir im Jahre 1830, als eine ähnliche Maßregel, wie die jetzige, im Be< griff war, vor das Parlament gebracht zu werden, Ms Berlin schrieb. Er gab an .— und es ist dieses das Zeugniß eines Individuums, auf welches man unbedingt vertrauen kann — haß kein?Wl der Umerrhanen Preußens sich besser arrfführe und aus verdienstlicheren Bürgern bestehe, als djeJuden; daß sie vor ihrer Emaneipation in zahlreichen Fallen große Summen Geldes aufgehaust, WM, nachdem es ihnen verstattet, in Grundstücken angelegt hätten; *) Es folgt die bekannte erst kürzlich von-uns angeführte Stelle aus dem Schreiben an best Grafen Grote. **) Wir können hier freudige Bemerkung über; die stille , mächtige WManMt, guter menschlicher Lhaten nicht unterdrMn, wenn wir sehen, wie Zeugnisse'über Lhatsachery dievonDeKen, unter welchen und zu deren FrommM sie sich ereignet, längst vergessen zu sein sehest MN, hier nach laWr Zeit 'Und in weiter Ferne zchn : /. Heile eMr gWest und Men Sache Mgeführtwechen.

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