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Der Jude · 1833-01-22 · Heft 24 (22.1.1833) · p. Seite 185

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Journal
Der Jude
Volume
1 (1832-1833)
Issue
Heft 24 (22.1.1833)
Date
1833-01-22
Page
Seite 185 (sequence 1)
Language
German
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Der Jude. Periodische Blätter für Religion und Gewissensfreiheit. In zwanglosen Abtheilungen herausgegeben von Dr. G. Riesser. 22 Januar 1833 Mlit Nönigl. Wänisrhem Allerhöchstem MrLvrlegio. Eigenthum des Herausgebers. In Commission bei I. F. Hammerich in Altona. Dienstag, den Arthur L u m l e y Davids. (Beschluß.) Aas Buch ist dem Sultan Mahmud dedizirt, und zwar mit dessen ErlaubrH, die der Englische Gesandte in Konstantinopel, Sir Robert Gordon, dem jungen Autor zu erwirken wußte. Es führt, gleich der Persischen Grammatik des Sir William Jones, auch einen Arabischen Titel (Ein Buch nützlicher Kenntniß zur Erlernung der Türkischen Sprache), und tragt überhaupt — vermuthlich um dem Ottomanischen Gönner zu gefallen — ein acht orientalisches und splendides Ansehen. Dem kompetenten Asiatic Journal zufolge, dem wir dieses Urtheil entlehnen, ist die Gelehrsamkeit, die der junge Davids, besonders in der einleitenden Abhandlung seines Werkes entwickelt, wahrhaft erstaunenswerth. Er hat alle Schriftsteller, die über diesen Gegenstand geschrieben haben, und namentlich auch unfern Deutschen Landsmann, Joseph von Hammer, mit großem Vorthette zu benutzen gewußt. In dem literar-historischen Aheile werden unter Anderem die Notizen der Chinesen über die frühere Geschichte der Türken ebenfalls mitgetheilt. Hervorgehoben wird besonders, daß Davids der Erste sei, der das Englische Publikum mit dem Alt-Türkischen oder der Auigur-Sprache bekannt gemacht habe, wie er auch überhaupt der Erste ist, der seinen Landsleuten zum Studium des Türkischen mehr Gelegenheit giebt, da seit Thomas Vaughan, der im Jahre 1709 eine (fast unbrauchbare) Englisch-Türkische Grammatik herausgegeben hat, keine solche erschienen ist. Der Fleiß aber , mit der er sich der Vollendung dieser Arbeit widmete, hat seine Gesundheit untergraben. Die Advokatur-Geschäfte, denen er sich nicht entzog, und seine Theilnahme an Allem, was den großen, ihm vorschwebenden, politisch-religiösen Zweck fördern konnte, ließen ihm nur wenige Zeit übrig; er mußte daher der Ausarbeitung seiner geistvollen Abhandlung über die Literatur der Türken, die er erst anfing, als bereits an der Grammatik gedruckt wurde, die Nächte, so wie jede geistige Erholung, zum Opfer bringen. Die Revision seines Manuscriptes und die schwierigen Korrekturen des Drucks, die er ebenfalls selbst besorgte, waren regelmäßig eine Arbeit der Nacht, da der Buchdrucker des Morgens früh das wieder abholen ließ, was er ihm Abends spät zur Durchsicht zugesandt hatte. Die mir solchen Anstrengungen verbundene Erschöpfung erzeugte wahrscheinlich in ihm die Prädispofition jener furchtbaren, damals in London grassirenden Krankheit, der er erlegen ist. In der Nacht vom 19. Juli 1832 wurde er von einem Anfalle der Cholera ergriffen. Besorgt um seine theure Mutter, der er, eben so wie seine bisherige Erschöpfung, auch jeden Schmerz zu verbergen suchte, wollte er sie des Nachts nicht stören, \

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