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KC-Blätter · 1911-01-01 · Protokoll über die Verhandlung des 16. ordentlichen K.V.-Tages. Breslau 20. u. 21. Oktober 1911 (1911) · p. Seite 6

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Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Protokoll über die Verhandlung des 16. ordentlichen K.V.-Tages. Breslau 20. u. 21. Oktober 1911 (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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a Der Zusatzantrag Werner wird mit 8 gegen 7 Stimmen abgelehnt, der Antrag selbst mit 12 gegen 3 Stimmen angenommen. | VII. Antrag III. j,A. K. A. «Licana". In der Debatte : weist besonders Rothschild (Badeniaei daraus hin, daß eine Feier des Gedenktages der Judenemazipation für den K. C. sich nicht empfehle. Die Emanzipation sei so mangelhaft durchgeführt, daß wir keinen Anlaß hätten, eine Feier zu ihren Ehren zu veranstalten. Von anderer Seite, insbesondere von Krombach «Thuringiae) wird daraus hingewiesen, daß es vielleicht angebracht wäre, dieses historischen Moments innerhalb der einzelnen Verbindungen zu gedenken. Auch solle die K. C.-Zeitung etwas darüber bringen. Ter Antrag wird darauf mit 7 zu 7 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt. DriugkichKeitsantrage und Anterpellationeu. Der Vorsitzende schlägt vor, erst nach der Beratung sämtlicher Dringlichkeitsanträge und Interpellationen in die Beratung über die Resolution der Vereinigung vbcrsch'lesischer K. C.er betreffend die Aenderung des Tendenz-Paragraphen cinzutreten. damit in der Zwischenzeit eine Klärung durch Besprechung der Vertreter untereinander erfolgen könne. Rothschild sBadeniae» erhebt Widerspruch und wünscht, daß die Verhandlung noch am 20. Oktober zu Ende geführt würden. Es folgt eine längere GeschäftsordnungSdebatte, in der vor allem Rothschild die Meinung vertritt, daß eine Aenderung der von der Vertretersitzung festgesetzten Tagesordnung nicht mehr zulässig sei. Der Vorsitzende läßt darüber abstimmen. ob eine derartige nachträgliche Aenderung zulässig ist. Die Anfrage wird mit I I gegen 4 Stimmen bejaht. Daraus stellt der Vorsitzende den Antrag, über die Reufassung der Tendenz all letzter Stelle zu debattieren. Der Antrag wird angenommen. VIII. 3tt!frptffaHott des A. K. A. Llcarla. Es wird darüber interpelliert, daß das Proto» koll des K. C. 1007 nicht voll sämtlichen Verdindungen und A. H. V. A. H. V. abgenommcn worden sei. Die Abnahme soll noch erfolge»». CS wird ferner a,»gefragt, »varun» die Protokolle von 1008 Bonn und 1010 .Heidelberg noch nicht erschienen seien. Fischer lNheno-Silesiae) erklärt, daß das Protokoll vo»» 1008 „och erkchei»»e»» »verde. IX. Interpellation der rheinisch-westfälischen A. ß.er. Der Vorsitzende verliest ein von der Ortsgruppe Dortmund des rheinisch-westfälischen Landesverbandes eingegangenes Schreiben, worin auf Mißstände hingewiesen wird, die sich in letzter Zeit im dortigen Bezirk bemerkbar gemacht hätten. Vor allem sei auf K. C.-Kneipen, die dort stattgefunden hätten, auf seiten der jüngeren Semester ein Mangel an Disziplin und Selbstbeherrschung beobachtet worden, der das Ansehen des K. C. zu schädigen geeignet sei. Der K. C. niinmt dieses Schreiben zur Kenntnis. X. Interpellation des JL «L. A. Sprevia. Wie stellt sich der K. C.-Tag zu dem Verhalten des A. H. V. Viadrina in dem E. R.-Verfahren des Dr. Warschauer? Werner zur Begründung: Warschauer, der sowohl Mitglied des A. H. V. Viadrina wie des A. H. B. Sprevia gewesen sei. habe trotz vielfacher Mahnung an den A. H. B. Sprevia keinerlei Beiträge entrichtet. Es seien darauf mehrere Ehrenräte gegen ihn gestiegen, die jedeömal mit seiner Bestrafung geendet hatten. Er habe aber nicht nur die Strafen nicht gezahlt, sonder»» auch die Annahme aller an ihn gesandten Postaufttäge ohne Angabe von Gründen verweigert. Trotzdem nun ein neuer E. R. in der Urteilsbegründung daraus hingewiesen habe, daß ein folgender E. R. auf Dimission erkenne»» würde, »venn W. weiterhin feinen Verpflichtungen nicht Nachkomme, habe W. sein Verhalten nicht geändert. In de»n »»»»»»mehr folgenden E. R. sei auf den Rat zum Austritt erkannt worden. I»» Anbetracht der in dem Verhalten Warschauers liege»»den groben Jntereffe- und DiSjiplin losigkeit habe der A.H.B. Sprevia beim A. H. V. Viadri»»a einen E. R. gegen ihr» beantragt und habe der Airsicht Ausdruck gegeben, daß W. nicht länger Mitglied des K. E. bleibe»» könne, da er einerseits durch sein Verhalten die höchste I»»- ftitutiou des K. E.. den Ehrenrat. auf daS schwerste beleidigt habe, andererseits auch feine Interesse' losigkeit am K. E. derrtlich dokumentiert habe. Trotzde»»» habe der A. H. V. Viadrina Darschauer sreiaesprachen. Peritz «Viadrirrae' legt in Beantwortung der Iltterpellation dar. daß nach de»»» Statut de- A. H. V. Viadrina ein ehrengerichtliches Verfahre»» wegen Kafsenangelegenheiten »»nzulüfflg sei. Der aus Wu»tfch de- A. H. B. Sprevia ein« berufene E. R. habe zwar da- Verhalten Dar» schauerS mißbilligt, habe aber unter Berücksich« tigung aller Nedenumstände zu einer Verurteilung nicht gelangen können.

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