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Der junge Jude · 1930-02-01 · Heft 1 (Februar 1930) · page 3

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Journal
Der junge Jude
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 1 (Februar 1930)
Date
1930-02-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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JUNGE JUDE Februar 1930 2/3. Jahrg. Nr, 6/1_Schebat 5690 VORWORT zur Broschüre ZUM JÜDISCH-ARABISCHEN PROBLEM. Dr. M. Beilinson, Tel Aviv.*) Die Aufsätze, die in dieser Broschüre veröffentlicht werden, erschienen sämtlich in dem Zentralorgan der „Allgemeinen Jüdischen Arbeiter Organisation in Erez Israel*' „Dawar" (oder in den ■Zeitungen, die an seiner Stelle während seines zeitweiligen Verbotes durch die palästinensische Regierung erschienen sind). Während ihrer TTebersetzung wurden keinerlei Textänderungen vorgenommen. Alle diese Artikel sind dem jüdisch-arabischen Problem gewidmet. Nur diese wurden zur Uebersetzung gewählt, weil über den zweiten Faktor der Blutereignisse vom August ein weitgehendes Uebereinstimmen in der zionistischen öffentlichen Meinung zu herrschen scheint. Niemand bestreitet die verhängnisvolle Rolle, die in diesen Ereignissen der palästinensischen Administration und der gesamten Politik der Mandatarregierung zufiel. Nur zwei Artikel über diese Administration wrurden in die Broschüre hineingenommen, weil es mir schien, daß damit ein gewisses Licht auf den Boden geworfen wurde, auf welchem die sogenannte nationale arabische Bewegung ihre blutigen Blüten tragen konnte. Die Artikel wurden in einer Tageszeitung veröffentlicht. Meistens wurden sie geschrieben wenige Stunden bevor sie in die Setzerei gebracht wurden. Sie wurden in schweren Tagen geschrieben, als das zionistische Werk vor unmittelbarer Vernichtungsgefahr stand und als der palästinensische Jischuw von heroischem Selbsterhaltungskampf und starker Leidensehaft geheiligt und von inneren Zwistigkeiten geschwächt, von unerschütterlichem Willen sich zu behaupten, geeint und von sinnloser Nachgiebigkeit zerrissen wurde. Möge deshalb der Leser <die Umstände, unter welchen diese Artikel geschrieben wurden, in Betracht ziehen und von ihnen kein abgeschlossenes System, keine in allen Einzelheiten durchgearbeitete Lösung eines der schwersten Probleme des Palästina-Aufbaues verlangen. Um das Material von neuem zu bearbeiten, fehlte es mir an Zeit. Damit würde -auch der historischen Dokumentation, die in gewissem Sinne in diesen Zeilen fixiert ist, Abibruch getan. Diese Dokumentation bezieht sich nicht auf mich allein — in diesem Falle wäre sie nebensächlich — sondern auf die Tatsache, dafe sämtliche Aufsätze in dem Organ der palästinensischen Arbeiterschaft veröffentlicht wurden, und es läßt sich damit mit gewissem Rechte annehmen, daß sie im Wesen der Sache den Anschauungen dieser Arbeiterschaft entsprechen. *) Diesets Vorwort konnte, da es zu spät eintraf, in einen Teil der Broschüre mähst mehr (aufgenommen werden. i

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