Palästina-Nachrichten
- Journal
- Palästina-Nachrichten
- Volume
- 2 (1935)
- Issue
- Heft 1-2 (31.1.1935)
- Date
- 1935-01-31
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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■ Ii / Pol äst i na produziert s Wie grolj Zahl der Fabriken und industriellen Unter« nehmungen ist«, die in den letzten Monaten in Palästina eröffnet wurden, wurde ja besonders durch die von uns erstmalig regelmäßig gebrachte Rubrik „Es wurde gegründet* dargestellt. Wir wollen jetzt von Zeit tu Zeit besonders von den industriellen Unternehmungen, die bereits praktische Erfahrung in Produktion und Verkauf haben, berichten, um so die Anschauung über Umfang und Zustand der palästinensischen Industrie noch / deutlicher zu gestalten. Die heute veröffentlichte Darstellung enthält zunächst im Wesentlichen Berichte älterer Unternehmungen. Sie sind jedoch für den Aufbau gerade de r Industrie, die nicht nur auf den Bedürfnissen, sondern auch auf den natürlichen Erzeugnissen des Landes beruht, besonders charakteristisch. Öel und Seifen: „Shemeri" Palästina ist seit biblischen Zeiten berühmt als die „Heimaf derOlive", und die weifgedehnten ' Haine knorriger Öelbäüme gaben seinem Landschaftsbild stets die charakteristische Note. . Das Auspressen des Oels aus der Olive zu Speisezwecken und die Seifenfabrikafion wird in Palästina in zwei Hauptzentren betrieben. Deruralte Hauptsitz dieser Industrie ist Nablus (das biblische Sichern), wo sich in den Arbeitsmethoden im Laufe der Jahrhunderte nicht viel geändert hat, und die maschinellen Etnricbfungen^noch^mrmei^^ Gegensatz zu Ernterüberschufy, der nicht exportiert werden konnte, wurde haupf* sächlich bei der Seifenfabrikafion in Nablus verarbeitet. Nablus selbst liegt im Zentrum bedeutender OelbaumpflanZungen, und unter Berücksichtigung der primitiven Erntemefhoden waren die damals erzielten Resultate^ relativ günstig. Der Export vor dem Kriege betrug 4500 bis 7000 Tonnen jährlich. Die Jahre des Krieges und die ersten Jahre danach waren, eine besonders-schwierige Periode für die palästinensische Inder malerischen, aber wenig rationellen Nabluser Industrie ist in Haifa, dem aufblühenden Wirtschaffszentrum am. Mittelmeer, ein industrielles Unfernehmen entstanden,» das mit den neuzeit- ••. liebsten Maschinen und Methoden arbeitet. Dies sind die bekannten „Shemen"-Werke, die sowohl für den Inlandbedarf wie ^auch für den Export arbeiten. ' /) Vpr dem Krieg wurde Olivenöl in Palästina in 400 kleinen Fabriken geprefjt. Ungefähr 30 Fabriken erzeugten Sesamöl. Damals wurden die Oelmühlen allgemein mit der Hand betrieben, und nur die ^fortschriftlicherenV benutzten zum Antriebt schon Esel/ Ochsen oder Kamele. Durch Motoren angetriebene Mühlen gab es überhaupt nicht. Das Rohöl wurde unveredelt ins Ausland (Frankreich, Italien usw). exportiert, wo. es raffiniert und als Erzeugnis des betreffenden Landes auf den Markt gebracht wurde. Damals belief sich die jährliche Olivenölproduktion Palästinas und Syriens je nach Ausfall der Ernte auf 6 bisJjjQOAlonnen. Dex. düsfrie.lMit der Errichtung der „Sbemen^ Fabrik in Haifa jedoch nahm die Oel- und Seifenindustrie emen bis dahin nicht, gekannten Aufschwung. Diese Fabrik ist heute, eine der bedeutendsten Unternehmungen des Nahen Ostens. Die darin seit der Gründung im Jahre 1925 investierten Gelder uberschreiten bereits den Befrag von £ 200 000. Die- Einrichtung der „Shemen'-Fabrik, die stets xfen allerletzten technischen Verbesserungen und Neuerungen entsprechend veryollkomrnnet wurde, umfafjt eine Oelmühle mit modernsten Expellerpressen, eine neuzeitliche Raffinerie und Seifenfabrik, sowie eine grofje Kanisterfabrik. Aufjerdem hat das Werk seine eigene Kraft- und Dampfversorgung. ' . >■ „Shemen" hat ein außerordentlich umfangreiches Produktionsprogramm! Verschiedene Speiseöle (Olivenöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Erdnuftöl) Kc^psjp^— seifen, SeTfenflockenV Waschpulver usw. Ah technischen Artikeln Leinöl, Oelfarben und. Glaserkitt. Viele Hundert Tonnen Öel-' kuchen werden monatlich als Nebenprodukt4 erzeugt. Ein besondere Abteilung zur Herstellung kosmetischer Artikel ist vor kurzem ins Leben gerufen worden* Diese erzeugt Zahn- - Pflegemittel, vRaslerseffe und Creme/ Shampoo, Toiletfe-Ölivenöl, usw. ,*•-•*• . "; Fast der gesamte Betrieb der „Shemen* ist mechanisiert. Em sorgfältig ausgearbeitetes Ueberwachungssystem . sichert eine . hygienisch einwandfreie Herstellungsweise. Diese Kontrolle besorgt das wissenschaftliche Betriebslaboratorrum, das den gesamten Produkt ionsgang. vom Eingang des Rohstoffs bis zum Ausgang des Fertigprodukts auf das genaueste kontrolliert. „Shemen"-Produkte haben sich durch ihre Qualität..-Weltruf,-., erworben.. Es gibt heute kaum noch - einen Winket der Kulturwelt, wo man sie nicht kennt. Das Agenfurennefz der Firma erstreckt sich über 68-Lär4der?-VQn-Norwegen bis Neü-Seeland. — 1 Die bedeutende Hafenstadt Palästinas. :f|j35- Palästina, das reiche/ aufblühende Land, wo^~J jjjjff der unternehmende Geschäftsmann ein prächijjjff tiges Operationsgebiet findet. jjjjfi , ■ ''' '•" : " t- . ' ' ■ ' " :;):§§ Auch eine holländische Bank steht jetzt daselbst ijjjfjj zu seiner Verfügung* nämlich unsere neue illifi Niederlassung : :; , lülll Holland Bank Union Niederlassung Haifa P.Ö.B. 709 Haifa Palästina -•:•;;:;= - .il:5£ Ii HOLLAHDSCHE B A N K - U NIE N.Y. Heerengracht 436*438 31.. iiiji iiiiiiiiliiuii IIIIIIIIIIII« ' m ::s:;= . :H||§ " Iii II - iiiiii II i:!:si iiiiils Amsterdam »C. t iliil Iii iniii iiiiii iiiii liiil Hiill iiiii üül Iii 5