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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 29. bis 31. August 1897 · p. Seite 188

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
Issue
29. bis 31. August 1897
Date
1898-01-01
Page
Seite 188 (sequence 190)
Language
German, English, Hebrew
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— 188 — Derselbe soll gewonnen werden durch die Herstellung einer -Hochschule (beth midrasch hathorah haQhachmah wehaawadah), für die Erwerbung aller religiösen, wissenschaftlichen und practischen Kenntnisse mit einer allgemeinen, gemeinsamen Abtheilung und drei Hauptunterabth eilungen : a) Theologische Abtheilung. b) Abtheilung für theoretische Wissenschaften. c) Abtheilung für technische und agronomische Kenntnisse." Wenn ich jetzt, der Kürze der Zeit willen, einverstanden sein muss, dass mein Antrag nicht hier im Plenum zurBerathung kommen soll, so möchte ich auch nicht eine Debatte anregen. Ich bin vollständig damit einverstanden, dass der Antrag der Commission zur Berathung überwiesen werden soll. Nur möchte ich, da der Punkt sehr wichtig ist, ein paar Worte darüber aussprechen, wie ich mir die Sache denke. Es ist mir der Vorwurf gemacht worden, es sei eine allzugrosse Utopie, von einer Hochschule zu sprechen, während wir noch keine Volksschulen haben. Meine Herren! Als Lehrer an einer Universität sollte ich keinen Begriff davon haben, dass man nicht eine Hochschule eröffnen kann, ohne die vorbereitende Schule dabei zu haben? Es ist das ein doppelter Irrthum, wenn Sie das von mir vorausgesetzt haben. Ich habe nämlich gar nicht die jetzt beetehenden Einrichtungen und die kanonischen Eintheilungeft von Gymnasium und Universität und ihrer Programme zum Muster genommen. Ich habe von der Schule eine ganz andere Meinung. Ich mache mir ein ganz anderes Bild von einer Hochschule, welche zum selbständigen Forschen und Arbeiten in der Wissenschaft und im praktischen Leben ausbilden soll. Ich müsste nun aber näher in mein Project eingehen, um Ihnen das klar zu mächen. Das will und kann ich hier nicht. Indess handelt es sich überhaupt, wie das in den Statuten des vor vielen Jahren gegründeten Vereines Zion in Heidelberg klar ausgesprochen wurde, um „die Schaffung eines einheitlichen Mittelpunktes für alle auf geistige Ausbildung gerichteten Bestrebungen in den zu gründenden palästinensischen Colonien. Derselbe soll gewonnen werden durch die Herstellung einer Hochschule für die Erwerbung aller religiösen, wissenschaftlichen und praktischen Kenntnisse (a. theologische; b. theoretische und c. technisch-agronimische Abtheilung).44 Ich habe dabei selbstverständlich im Auge gehabt, dass, wenn sich einer für den Anfang auszubilden wünscht, zu gleicher Zeit auch für diese Culturstufe gesorgt sein soll. Was uns aber am meisten fehlt, das ist ein Centrum für unsere Cultur; und um die Schaffung eines solchen Centrums für alle Culturfragen der Juden überhaupt handelt es sich eben. Die Aufgabe ist so gross und so bedeutend und erfordert auch so viele Vorarbeiten, dass ich sie schon vor 20 Jahren angeregt habe, als noch keine Spur von Colonien vorhanden war, obwohl ich wusste, dass eine solche Anregung damals ganz unglaublich vorkommen musste. Aber nach und nach war doch Manchem das Verständniss gekommen, wohin das führt. Im Laufe der Jahre habe ich diesen Antrag von verschiedenen Seiten wiederum gelesen und gehört. Man fängt es an zu begreifen, von welcher Wichtigkeit die Sache ist. Nun aber, meine Herren, begreifen Sie doch, wenn wir wirklich verstehen, Wohin das führt, so verlangt es zunächst eine sehr bedeutende

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