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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 29. bis 31. August 1897 · p. Seite 164

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
Issue
29. bis 31. August 1897
Date
1898-01-01
Page
Seite 164 (sequence 166)
Language
German, English, Hebrew
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— 164 Dr. Blumenfeld beantragt Abstimmung über jeden einzelnen Namen per Acelamation. (Der Antrag wird abgelehnt.) Die fünf vorgeschlagenen Herren werden durch Acelamation gewählt. Dr. Bfrnbanm: Indem icli für die auf mich gefallene Walil bestens danke, erkläre ich, dieselbe nicht annehmen zu können. Schiller (Lemberg) behauptet, es sei auf Dr. Birnbaum moralischer Druck dahin ausgeübt worden, dass er das Mandat ablehne. (Grosse Unruhe.) Präsident: Ich ersuche den Redner, sich deutlicher auszudrücken, ich ersuche ihn, näher zu bezeichnen, von welcher Seite auf Dr. Birnbaum ein Druck ausgeübt worden sei, ob seitens des Präsidiums oder von irgend einer Seite iii der Versammlung. (Stürmischer Beifall. Rufe : Namen!. Gemeinheit! Grosse Unruhe.) Schiller : Namen vermag ich nicht zu nennen. (Tosender Lärm.) Dr. Malz: Dr. Birnbaum muss das Mandat haben. Wir dürfen seinen Verzicht nicht zur Kenntnis nehmen. (Lebhafter Beifall.) Ohne Birnbaum wäre kein Herzl, keine zionistische Bewegung in Oesterreich. (Beifall und Widerspruch. Schlussrufe.) Präsident: Sie werden begreifen, dass ich gerade in dieser Angelegenheit das Präsidium nicht so streng führen kann, als nothwendig. Zugleich ersuche ich den Redner, sachlich zu sprechen, damit er nicht Veranlassung gebe, dass ihm das Wort entzogen werde. (Stürmischer Beifall, heftige Proteste.) Um aber keinen Zweifel aufkommen, zu lassen 7 0 / f / imd Herrn Dr. Malz in seinen Aeusserungen nicht zu behindern, trete ich das Präsidium an Dr. Nordau ab. (Stürmischer Beifall. Rufe: Wort entziehen!) Vicepräsident (Dr. Nordau) : meint, dass Dr. Malz Gelegenheit gehabt habe, die Stimmung kennen zu lernen und sich nun wohl seine Worte in Ruhe überlegen werde. (Donnernder Beifall. Einzelne Zwischenrufe.) Dr. Malz erklärt, er wolle keinen der Herren in Gegensatz zu den anderen zu bringen. Aber das Gefühl d^r Erbitterung muss einen beschrieben, wenn man sieht, wie so ein verdienstvoller Mann zurückgedrängt wird. (Rufe: Schluss, Schluss! Grosser Lärm.) Es ist Pflicht des Congresses, dem Dr. Birnbaum, der sein ganzes Leben der Sache gewidmet, der keine Existenz Itfat . .... (Ungeheurer Tumult. Der Vicepräsident klingelt minutenlange umsonst. Redner verzichtet aufs Wort.) Dr. Heinrich Loewe (Jaffa) gibt im Namen des Dr. Birnbaum, der sich nicht im Saale befindet, die Erklärung ab, dass dieser ganz freiwillig, durch rein private Gründe veranlasst, auf das Mandat verzichtete. (Beifall.) Steiner führt aus, dass die ganze Geschichte überflüssig gewesen, sei. Birnbaum sei zwar Oesterreicher, wohne ja aber nicht in Wien, sondern iii Berlin. (Stürmischer Beifall. Zwischenruf.) Adolf Stand (Lemberg) hebt die Vorzüge des Dr. Landau hervor. Präsident unterbricht ihn; er könne diese Ausführungen nicht zulassen, weil das gegenüber den anderen Candidaten ungerecht wäre, von denen auch keine Vorzüge hervorgehoben worden seien. (Beifall.) Stand: Vielleicht haben die keine. (Grosser Lärm.) Es werden Stimmzettel für die Ersatzwahl vertheilt. Nach dem Vorschlage der betreffenden Landsmannschaften werden für Oesterreich, Galizien und Bukowina ausgenommen, Primarius Dr. Kornfeld in Brünn; -für Galizien die Herren Dr. Ä. S al z in Tarnöw und Dr. '4Ä. K 0 r k i s in Lemberg; für die BukoWiüa Dr. Maier Ebner

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