Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
- Issue
- 29. bis 31. August 1897
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 153 (sequence 155)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/3476254-3476255-3476257--0503-3525709- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
#• - 153 - Anträge prüft, sodass wir beim nächsten Congress mit Erfolg in die Arbeit eintreten können. Ich bin daher der Meinung, dass wir diese Vorschläge, wie sie von der Kommission unterbreitet werden, annehmen, und zwar ohne grosse Discussion. Das Weitere können wir dem zu wählenden Actionscomite überlassen, indem wir es, falls sich die Unmöglichkeit zeigt, einige dieser Bestimmungen durchzuführen, berechtigen, selbst Aenderungen vorzunehmen, soweit solche nothwendig sind. Es wird Sache des Actionscomites sein, vom Congress Immunität einzuholen. Ich bin überzeugt, dass das Actionscomite nichts übernehmen wird, wras den Interessen des Congresses widerspricht. Ich möchte Sie dringend bitten, damit wir weiter in unsere Arbeit eintreten können, alle Paragraphen, wie sie vorgeschlagen sind, anzunehmen, wenn nicht gegen einen einzelnen Paragraphen ein ganz dringendes Bedenken geltend gemacht wird. Ich bin allerdings auch nicht der Meinung, dass Herren, welche schon bestimmte Anträge gestellt haben, diese heute nicht vortragen sollen. Im Gegentheil, es wird von grossem Interesse sein, zu hören, welche einzelnen Vorschläge gemacht werden. Wenn Sie mit der festen Zuversicht nach Hause gehen wollen, dass wir etwas Beständiges geschaffen haben, mit dem wir wirtschaften können für die Zukunft, dann nehmen Sie die Anträge der Commission mit Acclamation an. Präsident: Es wird nicht überflüssig sein, zu betonen, dass das, was jetzt geschaffen wird, nur einen provisorischen Charakter hat. Wir können durch die ganze Art, wie der Congress einberufen und entstanden ist, nicht den Willen für spätere Congresse festlegen, sondern es Man sich nur darum handeln, den Actionen, die der Congress im nächsten Jahre vornehmen wird, eine unanfechtbare und zeitgemässe Form zu geben. Wenn Sie die vorgeschlagene Organisation nicht als definitiv ansehen und bei der Commission den Willen voraussetzen, sich selbst zu verbessern und dem nächsten Congress Besseres vorzulegen, werden Sie sich mit dem Vorgeschlagenen zufrieden geben. Sigmund Bromberg (Tarnow): Im Anschluss an die Vorschläge des Referenten muss ich bemerken, dass die Fassung dieser Vorschläge insofern nicht ganz entsprechend ist, als sie eben specielle Einrichtungen bestimmt» So zum Beispiel: dass je 100 beitragende Mitglieder einen Delegierten zum Congress wählen können. Wenn wir diese Bestimmung annehmen, haben wir etwas beschlossen, das dem Actionscomite die Hände bindet. Und dass dieser Vorschlag unausführbar und unrichtig ist, darüber kann kein Zweifel bestehen. Ich beantrage daher, dass man die Fassung des betreifenden Paragraphen möglichst allgemein halten soll. Es ist unausführbar. Wir können kein Gesetz schaffen, um je 100 zahlende Mitglieder zu einem Wahlkörper zusammenzubringen, dagegen haben wir Zionsvereine, welche in der ganzen Welt zerstreut sind. Diese festen Organisationen sollen die Delegierten entsenden. Es ist dies das Richtigste, die Vereine oder die Comites der entsprechenden Landsmannschaften. Wir mü&sen ttns so allgemein fassen, dass Mies hineingebracht werden kann. .: »'■• '" ■ . . ' / . * - - " Präsident: Die Frage der Generaldebatte ist, ob wir überhaupt auf den Entwurf eingehen wollen. Wenn der Congress auf den Entwurf eingeht, wird es Sache der Specialdebatte sein, auf jeden einzelnen Punkt einzugehen. — Zum Wort sind noch vorgemerkt die Herren Dr. Bernstein- Kohan, Dr. Schnirer, Prof. Schapira, Schiller. Dr. Blumenfeld:'-Ich beantrage die Wahl von Generalrednern.