Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
- Issue
- 29. bis 31. August 1897
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 152)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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""" ""S^^^^^^^^S^^^^Ä^^^^M^^^^^w^ * . i — 150 — Solchen billigen und gerechtfertigten Leistungen kann sich aus gewissen Gründen keine Gemeinde entziehen. Gesetzt, es gäbe in der ganzen Welt circa 50.000 Synagogen-Gemeinden und jede gäbe für diesen Zweck alljährlich den minimalen Betrag von 100 Francs, so schaffen sie eine Jahreseinnahme von 5 Millionen Francs. Durch diese Gesammtorganisation schaffen sie einen beständigen Zufluss in ununterbrochener Weise von grossen Geldmitteln: 1. durch Einsehreibegebüren von 200.000 Mitgliedern ä 10 Fr. 2 MilL 2. durch jährliche Einzahlung von Mitglieder-Guthaben in etwa 15 Jahren von 200.000 Mitgliedern ä nur vorläufig 2500 Frcs. 500 n 3. rückzahlbare Spar-Einlagen durch 15 Jahre ..... 50 „ 4. einlaufende Zinsen durch 15 Jahre zu 4 Percent ... 20 „ 5. Beträge aus den Schulsparcassen durch 15 Jahre . . . 15 „ 6. Beträge von den Vereinen . #.......... 2 „ 7. Schenkungen, Vermächtnisse etc. ......... 1 „ 8. aus den Gemeinden in den ersten 15 Jahren .... 5 ,A Frcs. 584 MilL Dem gegenüber stehen zur Auszahlung Spar-Einlagen ■ ..............Frcs. 55,000.000 und dafür Zinsen an die Sparer (siehe 3, 4, 5) zu 2Va Percent...........„ 1,375.000 Dividenden von 500 Millionen ä 27« Percent „ 12,500.000 Gehälter, Verwaltung etc. . . . . „ 5,000.000 Insgemein . .... . . . „ 125.000 74 MilL Rest . . 510 MlE Nach einer Wahrscheinlichkeits-Berechnung würden sich die Netto- Einnahmen in den ersten 15 Jahren auf 510 Millionen Francs belaufen. Berücksichtigt man, dass die zu erwerbenden Ländereien mit der zunehmenden Bevölkerung und Cultur und Verkehr fortwährend im Werte steigen, berücksichtigt man, ferner die Anstelligkeit, Fleiss, Nüchternheit und Creditfähigkeit unseres jüdischen Volkes und erwägt man ferner, dass eine Gesellschaft, wrelche in im verhältnismässig kurzer Zeit mehr als 500 Millionen Francs Netto-Einnahmen hat — bezw. für diesen Betrag Ländereien besitzt — ohne die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit überschritten zu haben, und erwägt man zum Schluss, dass eine solche Gesellschaft für 1 Milliarde Francs Haftung trägt, ohne an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelängt zu sein, so werden derselben für ihre Zwecke noch sehr leicht 2 bis 3 Milliarden creditiert, und das ist ein solcher immens grosser Betrag, dass er für eine vorläufig zu schaffende Nationalität von 21/2 bis 4 Millionen mehr als hinreichend ist, ja genüge, um für dieselbe nahezu ideale Verhältnisse herbeizuführen. Dieses alles kann und muss erreicht werden, wenn wir nur richtig anfangen und in richtiger Weise beharrlich fortsetzen. Hiezu ist eiü jedif Israelit berufen. Wir werden es erreichen, w^enn jeder an seinem -Posten gewissenhaft bemüht sein wird, seine Pflicht und Schuldigkeit zu thun und stets nach dem Wahlspruche handeln werde: „Einer für allef tmdt alle für einen.-' Hiezu gebe uns der Allgütige seinen Segen! Amen. (Lebhafter Beifall.) -Präsident : Herr W o 1 f f s p h n wird nun die Präsenzliste bekanntgeben. (Die Gesammtzahl der anlesenden Delegierten beträgt 204.) Die Sitzung wird geschlossen.