Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
- Issue
- 29. bis 31. August 1897
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 140)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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— 138 Dr. Kornblüh: Ich bin einverstanden mit dem Antrage des Dr. Landau, dass elf Mitglieder gewählt werden; ich glaube aber, dass alle elf gewählt werden sollen vom versammelten Congress, denn es ist keine Wahl, wenn gesagt wird, diese Mitglieder sind vorgeschlagen und gewählt. Jedes Mitglied soll einen Stimmzettel erhalten und schreibe soviel Namen, als Mitglieder zu wählen sind. Präsident: Ich halte die Wahl auch nur im Wege der geheimen Abstimmung für durchführbar. Goitein (Frankfurt a. M.): Ich mache den Vorschlag, dass jedes Land seine Vertreter wählt, z. B. Russland drei Vertreter, Oesterreich drei Vertreter, Amerika einen Vertreter etc. Präsident: Ich glaube, dass es in diesem Falle ein Auseinandergehen in Landsmannschaften wäre, wenn wir den Antrag Groitein annehmen würden. Dr. Rosenheck: Ich muss bemerken, dass der Vorredner meinen Antrag wiederholt hat. Es liegt von mir ein Antrag vor, dass jedes Land einen oder zwei dieser Delegierten in die Commission wählen soll. Wolffsohn: Ich muss zuerst Herrn Dr. Kornblüh berichtigen. Ich habe nicht meinen Vorschlag aufdrängen wollen, sondern als Vorsehlag ausgesprochen; ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, es sind mehr Herrn vorgeschlagen als elf. Wenn nun jeder elf Herren zu wählen hat und es schreibt jeder einen anderen Namen auf, so ist es möglich, dass eine zweite Wahl nöthig ist, weil keine Majorität erzielt wird, und so können wir unsere Zeit bis abends 11 Uhr damit verbringen. Diese Commission kann ja nichts anderes beschliessen als der Congress. Ich bitte elf Mitglieder zu unserer Arbeit zu wählen, damit wir vorwärts kommen. Präsident: Es ist niemand mehr zur Geschäftsordnung gemeldet. Ich lasse zuerst den Antrag Kosenheck und Groitein zur Abstimmung bringen. — Der Antrag ist angenommen. Präsident: Nun handelt es sich darum, wieviel von den einzelnen Ländern; es ist folgender Vorschlag gemacht: 2 Reichsdeutsche, 3 Oesterreicher, 2 Bussen, 1 Rumäne, 1 Bulgare, 1 Amerikaner, 1 Engländer. Der Antrag wird angenommen. Präsident: Es steht den Herren frei, zu wählen, wen sie wollen; es kann z. B. für Bulgarien ein Engländer gewählt werden oder anders; es handelt sich lediglich darum, dass für eine genügende Vertretung der einzelnen Länder bei dieser Commissionszusammeusetzung gesorgt wird. Fünf Minuten Pause. Präsident: Es fehlt ein Commissionsmitglied für England. Die Herren aus England wollen an dieser Abstimmung nicht theilnehmen aus principiellen Gründen, weil sie nämlich eine Vertheilung nach Ländern nicht für richtig halten. Diese Commission besteht aus folgenden Herren: Für Deutschland Dr. Birnbaum und Dr. B odenheim er; für Oesterreich Dr. Herzl, Dr, Salz, Director Steiner; für Russland Dr. Bernst ein -K oh an , Professor Mandelstamm; für Rumänien Pineles; für Bulgarien Professor Belkowsky; für Amerika Rosenberg. Für England schlage ich vor, wolle der Congress selbst Mr. de Haas wählen. Mr. de Haas wird per Acclamation gewählt. Präsident: Ich ertheile Herrn Dr. Jacob Bernstein-Kohan das Wort zu einem Referate, das er über Auftrag des ZionistenVereines in Eischinew dem Congresse erstatten soll.