Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 15 (1912)
- Issue
- 2 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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I ° und kehrt erst nach langer Zeit zurück, 5 dann stirbt er bei der Heimkehr oder wird von Räubern überfallen und schwer verwundet, bleibt 6, dann kehrt er bald zurück und ist über das Unheil bereits getröstet, bleibt 7, so kehrt er nie wieder. Gilt das Losen einer fern weilenden Frau, so ist der Zahlenwert des Namens ihres Mannes einzusetzen1). 11. Gegen Nasenbluten: Die Kabbalisten verordnen ^dagegen das Riechen der Myrten (vom Feststrauße). — Oder: Schreibe mit dem Blute des Patienten auf dessen Stirne2)?ptr ,rpD (j^m Pen r"D\?2). Das Antlitz des Patienten nach Norden gerichtet. — Oder: Schreibe mit dem Nasenblute auf seine Stirn n^Slfc* DETp D^öiN nt™p fpni PICH HSTC); ist erprobt. — Oder: Auf die Stirne mit dem Blute W^T„ schreiben. — Oder: Schweinskot3) in einem neuen Topfe verbrennen und den Staub in die Nase stecken; ist erprobt und hilft. — Oder: (angebl. nach Maimonides) Den Namen des Patienten in umgekehrter Reihenfolge mit seinem Blute aufschreiben. 12. Um das Wachsen des Buckels zu verhüten: In der Apotheke Eichelblätter kaufen, diese in einem sehr alten Kruge in Bier kochen und den Buckel damit täglich oder dreimal wöchentlich waschen. Am Freitag zu beginnen und zumindest durch zwei Monate fortzusetzen. 13. Zur Stärkung des Gedächtnisses: (überliefert im Namen des Rabbi Papa) Sieben Weizenkörner, sieben Gerstenkörner, sieben Pfefferkörner in einen neuen Topf legen, den Topf zudecken, ins Feuer stellen, bis er weißglühend wird und der Inhalt zu Staub verkohlt. Abgestandenes Wasser in einen neuen Topf geben, dazu Olivenöl, alsdann die Asche hineingeben und damit den Kopf waschen. Vor der Waschung, die am Mittwoch vor sich gehen soll, ist das Haar zu schneiden. — Oder: Schreibe am Neumondstage des Nissan das Wort N^N auf Hirschpergament und hänge dieses an den rechten Arm; ist sehr gut. — Oder: (aus Amtachat Benjamin)4) Zur Zeit der Haselnußreife (anlehnend an Gen. 35,6 nr65) 2pJP *C") im Monate Elul (je nach dem Klima) ohne Begleitung zu einem Haselnußstrauch gehen und dreimal von Psalm 119 V. 9 —17 lesen. Dann folgendes Gebet verrichten: "pSB^C "Vn1 "ZCn Q&T! mnft i^xn Eip^xi npw nc tbn rrrbn vrvur Trwnp \vvh rbü icn yc&vtr he toi -noW nc -oki? jrroiji ^jnn^ M Vgl. Granwald S. 21 § 4 und Annaerk. 4. 2) Vgl. Grunwaid S. 45 § 106 u. 107 Brecher, das Transzendentale____ im Talmud S. 223. 3) Vgl. Grunwaid S. 55, s. Gittin Idb. 4) i*b»J3 nrmöK des Benjamin, Sohn des Jehuda Lob p Wilmersdorf 1716 ö*jw D»:ipm nrtusi nftsn wpn. 5) Vgl. Mitteilungen f. jüd. Volkskunde, Jahrg. 14, S. 128. Gegen Vergeßlichkeit: Sieben gebratene Haselnüsse (r\i). Vgl. Lev. Rabb. XVIII zu Qohelet 12,5. Grunwaid S. 66 Anmerk. zu § 230. 4*