Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1899
- Issue
- 1 (1899)
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 55)
- Language
- German
- Belongs to
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Ausweg findet. Besondere Geschicklichkeit gehört dazu, ihn in das mittlere Qiiadrat, welches ״die Stadt'' heisst, zu sperren. Die übrigen vier nennt man die . Dörfer''. Die Figuren wurden aus Weidenruten, die früher zu Hoschanoth gedient hatten, zugeschnitten. 11) Fin jüngeres Spiel, dessen Namen ich nicht anzugeben weiss, gehört wie das vorige zu der grossen Familie der Mühlenspiele. Ein Spieler besetzt die mit Kreide gezeichnet(‘ Figur mit einem Stein, der ander(1 g_: mit 3 (?) Steinen, die ebenfalls den ersteren so einzuschliessen haben, dass er nicht entkommen kann. Dieser kann dagegen, wie im vorigen Spiele der Wolf, (*inen jeden ungedeckten Stein des Gegners überspringen und wegnehmen. Bei den verschiedenen Mühlenspielen haben in der Kege! beide Sן »i«üי * r eine gleich»* Anzahl von Steinen, nur in ״WoIf und Schafe1; (lud Anton. Riieyclopädie «1er Spiele. 3. Aufi. Leip/.. 187t). S. 632) hat «*in Spiel«*!• vi«*r Steine, der andere «*inen. Dieses Spiel wird jedoch auf «lern Dameubrett gespielt. 12) Messerwerfe)!. Ein Federmesser ward halb geöffnet, so dass die Klinge mit dem Heft einen rechten Winkel bildet, und in die Höhe geworfen. Jeder Lage, die es einnimmt, kommt tun bestimmter Wert zu. Es kommt darauf an, wer zuerst eine gewisse Ziffer erreicht, die sich aus dm־ Summierung der von ihm gemachten Würfe ergiebt. Ähnlich Siickmest hoi Hanthdiminn. Volks- 11. Kinderspiele i. Schh*s\v.- Holst. Kiel 1862. Ar. 188. Hik-bik-stih Bivm.-nds. Wh. LT. 631. Gäustreckclu. Ve**mü u. Br. 28. ln «h*r Bukowina : Ztsehr. d. Wr. f. Volksk. VI l. loh. 13) Knüpfe dienen zu verschiedenen Gewinnspielen, d(*re11 Re,ge ln ich nicht anzugeben vermag. Es handelt sieh nioist darum, nebeneinander liegende in ein Grübchen zu schnellen. Bbenso hei den polnischen Kindern in (iaLi/km, Zbidr wiackmiosci do antrupologii krajowej XIV. 223. Krakau 1890. Ztsehr. d. Yer. f. Volksk. VU, 141. Röchln S. 426. B**i manchen Spillen werden sh* gt־g«־n «li«■ Waml gewerten. Vgl. Arch. ]»er h* trad. popol. 1. 127. II, 542. 14) Noch weniger ist mir bekannt, wie mit dem /»VE oder Res* einer Lehm- oder Thonkugel, gespielt wurde. Wrmiitlich ebenso oder ähnlich, wie mit den Schussern. ScltMellkäalchen. Klickern. Märbein. Koch holz S. 420 ff. Vgl. ratschen (im Ries) van Kindern, mit kleinen steinernen Kugeln spielen. Sch melier Bavr. Wh. 11. 191. 15) Swehm. Wie schon der neuhochd. Name beweist, eine moderne Entlehnung. Zwei Kinder haken die Hände in einander, stellen die Eussspitzen dient zusammen, neigen sieh so stark als möglich zurück und drehen sich trippelnd immer rascher im Kreis(* herum. ln Thüringen n. Sachsen Lebendige Mithlc. Zittenmlhle. Böhm** S. 625. Nr. 506. Ln Wien Teller reihen. Bin Mildehenspiel.