Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 45 (9.12.1927)
- Date
- 1927-12-09
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Novinove twj« ״.«״־<־> *-י™״״. pg,ag» m;c|| was! (lerie 3) Zeitungen vom Verleger versendet. Journal expddie par 1‘editeur. JÜDISCHE PRESSE ORGAN FÜR DIE INTERESSEN DES ORTHODOXEN JUDENTUMS. Redaktion u. Administration! Wien, 11.,Leopolds- *asse 26, 1. Stiege, 1. Stock. - Tel. 45-4-94, Tschechoslowakei: Bratislava, Postfach 140. Rrschelnt jeden Freitag. — Redaktionsschluss: Für Artikel Sonntag, für Nachrichten Montag. Abonnementspreiset Ganzjährig: Für Oesterreich S 14 Tschechoslowakei tschech. K. 70, Einzelnummer öst. Gr. 40, das übrige Ausland 2 Dollar. Nr. 13.458; für Polen: Postsparkassenamt Warschau, Konto Nr. 190.409; für Ungarn: Postsparkassenamt Budapest, Konto Nr. 5Q.170; für Tschechoslowakei: Postsparkassenamt Prag, Konto Nr. 53.386; für Jugoslawien: Postsp.»Amt Agram,Ko, N. 40.217; für die Schweiz: Postscheckkonto Zürich VIII. 4117! für Deutschland! Postscheckkonto Berlin Nr, 122.619 Nr. 45 Wien-Bratislava 9. Dezember 1927 .ג*ה וינדו־ט־־זנסהבורג טין כסלותדפ־ח 83• Jahrg» Riesenauswahl Crepe Sa*in.S 15.50 Gaze Voile Velourchiffon. S 28.— Metallbrokat.S 22.— Täglich Einlauf von Neuheiten im Seidenspezialhaus Duldner & Deutsch Wien, VII., Neubaugasse Nr. 10 שרמז TEIRrVO כשר (תחת השגחת הרב ד ישעי פורסט שיפשוהל) Erzeugt unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Jesaia Fürst (Adas Jisroel) Ueberall erhältlich! Spendet für den der Adas Jisroel, Wien, II., Nestroygasse 11 tür die Dame Modenpalais Julius Krupnik j Wien, VII., Kaiserstrafje 111-133-115 Telephone 32-4-62, 34-4-29 Anerkannt größtes Spezlalhaus Oesterreichs Zentralratstagung der Äyuila. Beschlussfassung über d e nächste Kenessio Gedaulo. Ende Dezember findet die •diesjährige Zentralratstagung der Agudas Jisroel in Berlin statt.;Die bisherigen zahlreichen Anmeldungen beweisen, daß die •Mitglieder des Zentralrates vollauf der Bedeutung dieser Tagung bewußt sind. Es!muß nämlich diesmal, wenn man die feierlich b e s c!11 1׳ o s s c n c Verfassung der Agudas J i srocl respektieren w\ 11, über die Einberufung der zweiten Kenessio Beschluß ׳gefaßt werden. Bei der ׳ersten •Kenessio, die 1im EluI des Jahres 5683 stattfand, wurde beschlossen, daß die zweite Kenessio spätestens innerhalb fünf Jahren׳, also im Jahre 5688 stattifinden muß; trotz dieses!kategorischen Beschlusses wird es den verantwortlichen Führern d׳er Agtudas J'isroel nicht leleiht fallen, die <E i n b e ru f u n g der zweiten Kenessio zu verfügen.!Eine merkwürdige Wandlung hat sich :innerhalb der letzten fünf Jahre in den!Reihen der Aiguda vollzogen. Bekanntlich wurde der Beschluß, endlich die erste Kenessio Gedaulo einzuberufeu^n der Breslauer Zentralratstagung!Ende Dezember 1922׳ gefaßt. Die Jugend hat diesen׳ Beschluß mit ungeheurer Begeisterung aufgenommen, hingegen haben die verantwortlichen Führer der Agudas Jisroel großes Unbehagen über diesen Beschluß empfunden. Die pessimistischen Führer ׳haben sich gefürchtet, daß diese erste große Heerschau der unabhängigen Orthodoxie ein Fiasko werden könnte. Tatsächlich war jedoch •die erste Kenessio ein überwältigender Erfolg, der alle Erwartungen tibertraf. Von nah •und fern k a m e n die weltberühmten chassiddschen Führer u n d t a 1 m u d i s c •h e ri Koryphäen w׳ie •die weltlichen Klaltuer der unabhängigen Orthodoxie. Persönlichkeiten wie der Chofez Chaim und Rabbi Chaim Ozer Grodzenskl, Wjilna, Chassidimrabbis wie der Czortkower und Gerer Rebbc und viele andere. Männer der Tat und des Wortes wie Dr. Pinchas Kolm •und Jakob Rosenhe.im, Rabbi Meier Schapira, Rabbi Aron!Lewin, um nur einige zu nennen, haben sich!in das •Bewußtsein des jüdischen Volkes tief eingeprägt. Man gewann an dieser ersten Kenessio die Ueberzeugung, daß unter solchen Führern, mit solchen Kräften die Sache der unabhängigen Orthodoxie nicht nur erfolgreich gegen jeden Angriff verteidigt werden kann, sondern auch daß die thoratreue Judeuheit als die stärkste Gruppe hn jüdischen Volke berufen ist, das Volksganze auf Grundläge unserer alten Thora zu sammeln und einer besseren Zukunft entgegenzuführen. Mau hat •an dieser Kenessio Beschlüsse gefaßt, die richtig durchgeführt zum Wiohle unseres ganzen Volkes dienen sollten. Agudas Jisroel hat nach!der Kenessio mit einer ernsten und auf weiten Grundlagen aufgebauten P a 1 ä s t i n a a r b e i t •begonnen und den Keren Hathora ins ,Leben gerufen mit der Bestimmung, Mittel und Wiege zu finden, um •das Thorastudium und die Thoralehranstalten in den Mittelpunkt des •jüdischen Volkslebens zu rücken. Manches Wertvolle ist seit der ersten Kenessio •geschaffen worden, aber noch mehr ist von d e n d a m a 11 g e 11 1:3 e- Schlüssen 11 n e r 1 e d i g t g e b 1 i e b e n. Es wäre eine arge Selbsttäuschung, zu leugnen, daß sich heute eine gewisse Müdigkeit sowohl der Führer wie der Geführten ,it’1 Agudas Jisroel bemächtigt hat. Die allgemeine Wirts c h a f t s k r i s •c, die würgende •Not breiter jüdischer Schichten erlauben schon . seit laingem nicht, neue Schöpfungen׳ zu vollbringen und viele von den alten Gründüngen verkümmern infolge der all gemein schlechten Ver-‘ hältuisse. Auch •das organisatorische Gefüge, das wohl nie stark :in Agudas Jisroel war, zeigt manche bedenkliche Sprünge- W(äs Wunder, daß man unter diesen Auspizien nur u n g c r n an •die ׳Einberufung der zweiten Kenessio geht, •die von den Führern ׳Rechenschaft über •die V e r w a 11 ■u 11 g!jener moralischen u n d 111 atcriellen Güter verlangen wird, welche die erste Kenessio 'ihnen anvertraut h a t. Diese zweite Kenessio muß aber unter allen Umständen einberufen werden. Abgesehen von der formalen und ׳venfassungsrechtliehen Seite der Sache würden wir es für einen u11׳ verz e i h 1 i c h e n Fehler halten, die Einberufung der zweiten .!Kenessio noch weiter zu" verschieben. Verantwörtliche Führer einer großen Organisation müssen •den Tatsachen kühl ins!Auge schauen. ׳Ist das Organisationsgeftige ׳der Agudas Jisroel schwach, so!kann es durch die!Einberufung!der Kenessio nur gestärkt •werden. Würde man aber aus falsch aufgefaßten Prestigegründen die zweite Kenessio verschieben, so muß nach menschlicher Voraussetzung ׳der Verfall der ׳Organisation noch weiter fortschreiten. Aber auch die finanziellen Grundlagen der Organisation können ׳durch ■die Einberufung einer Kenessio nur gefestigt werden. Niemand wird Geldmittel einer Organisation zur 131 findet Sonntag, een 18. Dezember, am ersten Tag Chanuka abends um 6 Uhr ira Turnsaal der Talmud Thora-Schule, II, Malzgasse 16, statt. SCarfen bei*« WeresinsveysSawel, 89.. Nestroyai. 11. pcvEPD 1!אגרות!Das Buch •enthält viele hundert bisher ungedruckte Briefe aus der Korrespondenz ■des C h a ssam Sofcr und R. A'kiba Eger sowie ihrer weltberühmten Nachkommen. Reich illustriert! Preis nur S 10.—.!Zu 'beziehen ,beim Verlag Jos. S c h 1 e s i 11־ g c r, •I., Seitenstettengasse 5. Jeder neue Abonnent, der die ״Jüdische Presse“ für ein Jahr abonniert und die Abonnementsgebühr bis 1. Jänner 1928 bezahlt, erhält dieses Werk ■durch unsere Adminstratiou gratis. Jahresabonnement S 14. I Der ICauf einer Perlicke ist eine Vertrauenssache! CÄHmfästmff® IParsmamS kaufen, wollen “ Ofhmar Schiff! neu erschienene Modeausgabe aaus *©THMAR 1!scHIFf^^iefert^seit J thr/ebnten in Material die besten, in Mode d>e geschmackvollsten und im Preise der Qualität und Ausführung entsprechend billigsten Perücken. Die vornehmsten und elegantesten orthodoxen jüdischen Damen aller Weltteile gehören zu den anhänglichsten Kunden Othmar Schiffs. 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