Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 7 (15.2.1850)
- Date
- 1850-02-15
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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54 derr Gefallen erweisen, mich zll Verlässenum an mir und meiner Familie sich nicht zu versündigen/ Er bestand aber immerfort auf feiner Rede-' vhne eine Belohnung in Anspruch nehmen zu wollen/ Da ich ihn nun nicht zurüchweisen koünte, so stellt^ ich ihm vor, meine Frau deshalb uM Rath^fragen zu wollen, um ihm den folgenden Täg darüber- Bescheid zukommen zu lassen. AlS ich meine Frau davon in Kenntniß gesetzt hatre, antwortete -sie: Besser ist das Nahe als das Entfernte. Ich hielt ihr jedoch entgegen, daß das Glück im späten Alter erfreulicher wäre, wenn man nicht mehr arbeitensomit auch nichts verdienen könnte- -Sie glaubte aber, das Anerbieten sogleich annehmen zu müssen, da von Gott eS so gefügt sein diirfte, daß wir im Alter dennoch keinen Mangel leiden Werden. Des anderen Tages, als ich eben mit Gartenarbeiten beschäftigt war, erschien jener Mann wieder und befragte mich um meinen Entschluß. Ich machte ihm meinen Vorsatz bekannt. Dv antwortete er mir: Verlasse deine Arbeit, , denn der Ewige beglückt Dich mit größem Reichthum. Ich trug .aber Bedenken, diesem Nathe zu folgen, da ich kein festes Vertrauen auf seine Worte setzte. Während ich so überlegte, kam mir Meine Frau entgegen und sagte mir: Große Gnade hat uns der Schöpfer erzeigt, indem er uns mit einem großen Schatz' beglückte. Da dankte ich dem Herrn für diese Wohlthat. Sie sprach ferner: Folge mir auch in diesem Rathe: Bestelle einen Mann, den wir beauftragen, mit diesem Gelbe recht viele Wohlthaten auszuüben. Dieser Beschluß wurde vollzogen. Wir fühlten uns glücklich, daß wir sehr viele verdienstliche Werke thun konnten und nicht mehr so sehr uns abzumühen nöthig hatten; kurz, wir hatten ein vergnügtes Leben. (Schluß folgt.) «HW Saiern. München. Der ,.N. C " bringt 'von hier auS, in Bezug auf die bereits in No. H d. Bl. gegebene und mit einer Randglosse versehenen Schlußworte deS Rabbiners Aub, die Nachricht, daß 30 Rabbiner die Aub'sche Eingabe unterschrieben und nur 9 fick gegen dieselbe ausgesprochen. Hätten. Zur Steuer der Wahrheit wollen wir nur bemerkenbüß bltüivoni ,»N. C." angegebenen Zahlen im AllgewelneN ziemlich richtig, doch - mitu dem kleinen Unterschiede «is cirica 30 Rabbiner BaieknS, der Aub'schen Darstellung nickt beigetreten, vielmehr in dem angegebeüenSiüN^ förmlich Men dasselbe prorestirr haben. Und höchstens 9 sich desselben zustimmig erklärt. So trän»lg jenV Anfeindungen in Daiern -auch sein mögen," so siehrdoch jeder Unbefangene einckaß solche Vertheidtger - rM Auh, abgesehen davon, daß sie ihr«' antijüdische- Ge» sinnung klar an den Tag legen uns bei Weiremmehr! schaden als nützen/ 8i laenisZes! Pesth/' Die pesther Züdengemeinde hat abermals eine Mahnung erhalten, einen Thril ihrer Contribütionbrnnen einigen Tagen zu erlegen. Diese Kontribution lastet auf allen Israelirengemeinden Ungarns, - mit Ausnahme einiger fckön bem erktenjS tä dte, in der Berechnung von 2 Millionen Gulden, welche in zehn Vierteljahren' ratenweise zu entrichten sind. AIS Grund-- dazu wird wiederholt angegebendaß der größte Thrilder in Ungarn befindlichen Israeliten durch schlechte' Gesinnung und schändliche Handlungsweise die ungarische. Revolution befördert habe, indem ohne ihre Mitwirkung'! dieselbe nie e«ne solche Ausdehnung harre erlangenkönnen. Die Iudengcmcinde in Pesih muß Bürgschaft für das ganze Land leisten, und es ist Sache der Ge-- memoen selbst, nur Rücksicht auf die derselben bekannte! größere oder kleinere Schuld, sowie auf die Vermögens» Verhältnisse und den durch die beendete Revolution sich - verschafften Gewinn der einzelnen Individuen der Res - parrikion unter sichohne Enkscherdung deS Armeekommando'ö zu veranlassen. Zur Exekurtvw der Gemeinden wird die militärische Mmvirkung nicht versagt werden. Der Rückstand jeder Ratte ist noch mit einer besonoern Strafe von 5600 fl. zu beiegen. Czernijewo. Ich we,ß es, daß es Ihnen Freude machen wird, zu vernehmen, einen treuen Verehrer Ihrer Grundsätze in einem bessern Wirkungskreise zu sehen, weshalb ich nicht ermangele, bei gurrt Gelegenheit es Ihnen anzuzeigen. Herr Rabbiner Zadelvhn, früher in Wrescheu, ist seit bereits fünf - Monaten mit der hiesigen Nabbinerstelle betrauet, wo derselbe im Sinne deS rabbinischen IudenthuMS. -ü