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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1930-01-01 · Heft 1 · page 7

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1930-1931
Issue
Heft 1
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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IRI
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7 solcher Abende, Besonders wertvoll waren die persönlichen Besprechungen der Eltern mit den Lehrern über das Wesen und die Klassenleistungen ihrer Kinder. Dieser gegenseitige Gedankenaustausch wird sicherlich zur Festigung des Vertrauensverhältnisses zwischen Elternhaus und Schule beitragen. Die mündlichen Reifeprüfu ngen fanden unter dem Vorsitz des Herrn Oberstudiendirektors Dr. Gerber statt. Bei der Herbstprüfung am 19. September bestanden die Oberprimaner Rudi Freist (Theologie) und Heinz Johnen (Brauereifach), bei der Osterprüfung am 1 I, und 12. März 1931 die Schüler: 1. Bodo Bremer (Volksschullehrer), 2. Hans Dröge (Zahnheilkunde), 3. Bruno Katz (Lehrer), 4. Dolores Klose (Medizin), 5. Walter Kraus (Zollbeamter) , 6. Werner Kumlehn (Volksschullehrer) T 7. Karla Lenz (Handelsfach), 8. Hermann Lemberg (Handelswissenschaften), 9. Walter Oelhoff (Volksschullehrer), 1 0. Erich P o n i e w a s (Zeitungsfach), 1 1. Hans P ü 11 m a n n (mittlere Beamtenlaufbahn), 12. Rudolf Riihmann (Chemie), 13. Wolfgang Schlegel (Volksschullehrer) , 14. Hildegard Tornedde (Apothekerberuf), 15. Walter Wulletop (Reichsbahnbeamter), Von der mündlichen Prüfung wurde Bruno Katz befreit. Erwähnt sei ferner, daß der Oberprimaner Walter Kraus anläßlich der feierlichen Verteilung des Lessingpreises im Landestheater als Anerkennung seines Fleißes und seines guten Verhaltens eine Buchspende (Leasings Werke) erhielt. Die Lateinprüfung, das sogenannte ,tKleine Latinum", die unter Vorsitz des Herrn Ministerialrats Dr. Witte am 5. März dieses Jahres abgehalten wurde, bestanden sämtliche 4 Teilnehmer (Dröge, Klose, Lenz, Rühmann). Bei der Entlassungsfeier am 14, März fand Karla L e n z als Sprecherin für ihre Konabiturienten sinnige und aufrichtige Worte über ihr Schulerleben, und der Direktor ermahnte die Scheidenden, trotz der Not der Zeit besonnen und mutig ihr Lebensziel zu verfolgen mit dem Geleitwort „ora, et labora". Die Aufnahmeprüfung für Sexta am 25. Februar bestanden von 36 Kindern 30, darunter 14 Mädchen. Die Schülervereine berichten: 1. Der Primanerverein (Obmann: St.-Rat Meese; Vorsitzender Rühmann, im Winter Stolte): Es hielten Vorträge: Dürkop (Nordamerikanische Kultur), Roselieb (Anerkennung deutscher Kultur in Serbien), Caraco (Skutari, ein türkischer Friedhof), Ritter (Meine Schweizer Reise), Stolte (Tonfilm), Roselieb (Okkultismus), Rosenbaum (Elektrizität aus Sonnenlicht), 2. Der Schüler turn verein (Obmann: St.-Rat Harke, Turnwart: Rosenbaum und Piotrowsky); Bei dem diesjährigen Vergleichsturnen der Arbeitsgemeinschaft der höheren Schulen Südhannovers'1 in Gottingen, wurden 19 erste Preise errungen, darunter sämtliche erste Preise in den Mannschaftskämpfen beider Jahrgänge. Besondere Leistungen wiesen Cassebaum (O II) im Laufen und Niedermeyer (U II) im Diskuswerfen, Schlagballweitwurf und Hochsprung auf. Auf dem Gausportfest in Osterode wurden beachtliche Erfolge erzielt, ebenso bei dem Kreisturnfest in Gittelde und bei dem Gaugeländelauf in Clausthal. Den von dem Ehrenvorsitzenden des Vereins» unserem ehemaligen Schüler, Herrn Ersten Bürgermeister R o h d e , Itzehoe, gestifteten Preis (Goethes Werke) erhielt Hans Dröge (O I), wofür dem verehrten Spender hiermit herzlicher Dank ausgesprochen sei. 3. Die Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland, (Obmann St.-Rat Dr. Hansel), dem leider von den Schülern der Oberstufe weniger Anteilnahme entgegengebracht wird als von jüngeren Schülern, konnte ihre Mitgliederzahl erhöhen; auch wurde eine Zweiggruppe an der Schule in Herrhausen gegründet. Fesselnd war der Vortrag von Frau Wroblewska-Monier über „Deutschbaltisches Leben", den diese baltisch-deutsche Dichterin in unserer Aula vor der Gesamtschülerschaft hielt. Für die deutschen Schulen in Litauen» dem engeren Betreuungsgebiet der braunschweig-hannoverschen Schulgruppen, wurden einmalig 155 RM, zur Verfügung gestellt.

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