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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1912-01-01 · Heft 1 · page 15

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1912-1913
Issue
Heft 1
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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IRI
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IG Des QuatrebraStades, der dieses Mal auf einen Sonntag fiel, wurde ara Sonnabend, den 15, Juni, in dorn deutschen und Geschichtsunterricht von den Lehern gedacht. — Der Geburtstag Sr. Hoheit des Herzog-Regenten wurde gemäss ministerieller Verfügung am 7. Dezember gefeiert, weil der 8. ein Sonntag war, Der Chor des Herrn Germer sollte die Feier in der Turn halle besonders verschönen, da von ' einer längeren Rede Ab stände genommen wurde. Das Programm der Feier enthielt ausser verschiedenen Gedicht vortragen von Sc hü lern der Klasse VI, V, IV b, U Illr—U Ilr folgende Gesnugsniimmern: 1) Chorgesang: a) Integer vitao (von Fiemming), b) Hauslied, 2) Einzelgesang des Quintaners Wolbrandt: a) Abendlied, Kinderlied, 3) Chorgesang; a) Brüder reichet Herz und Hand (von F. Abt), b) Dankgeb Dt. — In ähnlicher Weise verlief die Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers, nur dass Herr Dr. Süss mann, bei diesem Anlasse in einem längeren Vortrage über das Leben und die Dichtung von Felix Dahn sprach. Am Abend vorher beteiligton sieh die Schüler in grösserer Zahl an einem Zapfenstreich, den die Kapello des hiesigen Jungdeutsohlandbundes, verstärkt durch unsere Schülerkapelle, veranstaltete. In diesem Zusammenhange will ich gerne einer Dankespflicht gegenüber dem Vorstande des Jiuigdeutschlandbundes, namentlich dem ersten Vorsitzenden, Herrn Obersteucrkontrolleur Gehrko, entsprechen. Der Vorstand hat die Schüler unserer Anstalt Freundlichst zum Bettritt aufgefordert, und. es sind erfreulicherweise dio allermeisten unserer Jungen freiwillig dem Rufe gefolgt. Sie stellen das Hanytkonttngent der hiesigen Juugdeutschland Mannschaft. Die Märsche und Kriegsspiele, das Bivakieren und Abkochen verursachten ihnen viel Freude: all dies bildet eine Quelle männlicher Kraft und bereitet vorzüglich auf den Dienst für das Vaterland vor. Die Vorträge, die Herr Pastor Lan g während des Winters zweimal in unserer Turnhalle hielt, welche die Schule gerne dem Jungdeutsch]andbunde zur Verfügung stellte, dienten au^h unseren f-'chilioin zur Belehrung und zur Hebung ihrer vaterländischen Gesinnung, Am?. März feierte „Jungdeufschland" im hiesigen ,,\Villielmsbade11 das erste Stiftungsfest au dum sich unsere Schülerschaft zahlreich als Zuschauer und auch durch allerlei Darbietungen auf der Schaubühne (Turnen am Barren, Py rami den au f stell un gen, musikalische und deklamatorische Vorträge) beteiligte. Mehrere Schüler erhielten vom Vorstande als Auszeichnung für ihre Tüchtigkeit das Verbandsabzeichen. Gleichfalls im „WilhelmsbadelL wurde dieses Jahr das Schultest am Abond des 31. Aug. durch eine Theateraufführung mit daran sich schliessondor Geselligkeit gefeiert, Zur Aufführung brachte der Schüler verein „Palaestra" Kleists Drama „Der Prinz von Homburg1', das mit Verständnis und Schwung gespielt wurde. —* Beim Red anturnen, das am darauf Folgenden Sonntag in Rhüden stattfand, trugen unsere Schüler wieder zahlreiche Preise davon, darunter den ]. Preis im Eiibotenlauf. - Von besonderen Veranstaltungen zur unterricii fliehen Förderung der Schüler seien folgende erwähnt: Am 17. April begaben sich die Knaben Hassen weise gegen 12 Uhr ins Freie auf unseren Spielplatz, um von da aus die Sonnenfinsternis zu beobachten; Herr Prof, Schäfer hielt einen kleinen belehrenden Vortrag darüber. — Am 7. Mai bot uns Herr Hofschauspieler Calm Proben seiner Vortragskunst und desgleichen am 18. Dezember das Mitglied des „Deutschen Theaters" in Berlin, Herr Neubürger, ein früherer Jacobsonsehüler. — Am 30. Oktober führte der Wanderlehrer Stern au seine recht hübsche Sammlung lebender Tiere in der Turnhalle vor, — Die Reise nach Boulognc-sur-Mer unternahmen dieses Jtihr wiederum S Schüler unter Führung des Herrn Leher, Sie reisten von

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