Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1912-1913
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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15 (2 Tage zur Teilnahme am Neuphilologen tage in Frankfurt a. Main). — Aus anderen Gründen (wegen Erkrankimg oder persönlichen Angelegenheiten) mussten folgende Herren ihren Dienst aussetzen : Prof. Dr. D a 11 n c n b e r g (1 Tag), Oberlehrer Harke (5 Tage), Oberlehrer Grosse (l Tag), Dr. Mönch (1 Tag), fiüssmann (3 Tage), Marcus (l Tag), Stern (14 Tage) und der Direktor (2 Tage). Am 18. Februar d. Js. hatte der Unterzeichnete die Freude, Herrn Oberlehrer Dr. Dannenberg die von Sr. Hoheit dem Herzog-Regenten unterfertigte Urkunde über die Verleihung des Professortitels vor der versammelten Schulgemeinde zu überm*eben und zu dieser wohlverdienten Auszeichnung den Glückwunsch der Schule auszusprechen. Am Sylvesterabend verschied in vorgerücktem Alter Herr Superintendent Lutterloh,' der durch seine seelsorgerischo Tätigkeit den evangelischen Schülern der Schule und in wiederholten Fällen ganz besonders den evangelischen Alumnen näher getreten war. Der Direktor und eine Abordnung der evangelischen Schüler gaben dem hochgeehrten Herrn das Ehren geleite, und letztere legten im Namen ihrer Kameraden einen Kranz an seinem Sarge nieder. Die Schule wird des Herrn Superintendenten Lutterloh wegen seiner den evangelischen Schülern zuteil gewordenen geistlichen Fürsorge stets in Dankbarkeit gedenken. Einen besonders schmerzlichen Verlust erlitt die Schule durch das Ableben unseres Anstaltsarztes, des Herrn Dr. med, Ö. Kleine, der im frühen Alter von 43 Jahren am 29. Januar d. Js. verstarb. Herr Dr. Kleine, ein ehemaliger Schüler der Jacobsonschnie, war seit 12 Jahren Arzt an unserem Alumnat. Mit ausserordentlichem Geschick und peinlichster Gewissenhaftigkeit übte er seinen hohen ärztlichen Beruf aus. Noch kurz vor seinem Tode, niedergedrückt durch sein schweres Herzleiden, dessen Gefährlichkeit er selber am besten kannte, liess er sich nicht abhalten, unsere erkrankten Zöglinge zu behandeln. Wie manchen hat er von ernster Lebensgefahr durch seine Kuusfc gerettet, wio viele hat er von schlimmen Übeln geheilt! Die Alumnatsschüler und ein grosser Teil des Lehrkörpers folgten am 31. Januar d, Js. trauernd seinem Sarge. Wir werden dem vortrefflichen Menschen und Arzt ein ehrendes Andenken dauernd bewahren. 2. Mitteilungen aus dem Schulleben im ]ahre 1912/13. Das neue Selm!jähr wurde am 16. April durch einen Akt in der Aula eröffnet, wobei der Direktor die beiden oben genannten wieder eingetretenen Kollegen und die 67 neu aufgenommenen Schüler begrüsste und die Schulgesetze verlas. — Der Unterricht im Sommerhalbjahr, insbesondere im ersten Schulabschnitt war wie sonst durch die kirchlichen Feiertage und die Schulfeste vielfach unterbrochen, doch war es erfreulicherweise nicht nötig, Unterrichtsstunden infolgestarker Hitze ausfallen zu lassen. Der grosse SchulausfLug wurde am 10. und 11. Juni unternommen und zwar wie immer von den 3 unteren Klassen an einem Tage, von den 3 oberen an beiden. Der Brocken, das Bodetal und andere Punkte des Harzes waren für die meisten Klassen das Ziel ihrer Wanderungen. Die Olllr und die Ullr unternahmen unter Führung ihrer Klassenlehrer, denen sich auch der Direktor ansehlosä, eine Weserfahrt und kamen bis Hameln. — Ausser diesem für alle Schüler verbindlichen Ausflug fahrte Herr Dr. Füsor eine Reihe von Schülern, die sTcli freiwillig meldeten, an verschiedenen freien Tagen in die Harzberge hinaus, wo sich die jugendliche Schar in fröhlicher Wanderlust erging.