Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1909-1910
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3504366-3504431-3504432--666-3524926- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Seesen 1× ep/1048106
OCR text
15 Aber auch Frohes können wir von Herren, die mit der Jacobsonschule in enger Fühlung sind, melden. Im April v. Js. übermittelten Direktor und Lehrerkollegium drahtlich Herrn Oberschulrat Prof. Dr, Da über, ordentlichem Mitglied der Herzoglichen Oberschulköminisskm, der sein Wohlwollen unserer Anstalt bei verschiedenen Anlässen bewiesen hat, ihre Glück wünsche zu seinem 25 jährigen Dieustjubiläum als Gymnasialdirektor. — Am 6. Juni feierte Herr Superintendent Lutterloh zu Seesen seinen 70. Geburtstag. Eine Abordnung Ton Hausschülern überreichte dem Herrn im Namen der evangelischen Schüler, die bei ihm den Konfirmandenunterricht genossen haben, ein Blumenangebinde, und der Unterzeichnete sprach dem Herrn Jubilar seine Glückwünsche und seinen Dank aus für die wertvolle Mithilfe, die er seit Jahrzehnten bei der religiösen Erziehung unserer evangelischen Alumnen der Anstalt leistet Das Kuratorium ist in seiner Zusammensetzung unverändert geblieben (s. oben); desgleichen hat das Lehrerkollegium der Schule erfreulicher weise keine Veränderung erfahren und wird auch im kommenden Schuljahr voraussichtlich und hoffentlich den bisherigen Stand aufweisen. Die Anstellung des Herrn Dr. Scherping*) zum 1« April v. Js. wurde von der Herzogl. Oberschulkommission bestätigt und ist somit endgiltig. Es steht zu erwarten, dass die achte Oberlehrerstelie auch weiterhin von Herrn Füser verwaltet werden wird. Im Alumnat hat Herr Kandidat \V\ Z e i 1 e i s, der in Bayern die Anstellungsfähigkeit für höhere Schulen erworben und an einer grösseren Erziehungsanstalt bereits mehrere Jahre als Lehrer tätig war, den Posten eines »Erziehers« anstelle des Herrn Knau er T der im Herbste v. Js. nach Süddeutsch]and zurückgekehrt ist, übernommen. — Den katholischen Religionsunterricht hat mit Genehmigung der HerzogL Oberschulkoiumission Herr Pastor Garbs freundlicherweise bis auf weiteres übernommen. Der französische Lehramtskandidat, Herr M o r e t, hat auch in diesem Schuljahre Sprach Übungen in seiner ilutterspranhe mit einigen Schill orn abgehalten- Dem Unterrichte mussten teils wegen Erkrankung, teils infolge Beurlaubung aus anderen dringend an Gründen die folgenden Herzen fem bleiben: Ohl. Dr. Dannenberg (5 Tage), Dr. B i w e r (1 Tag), Dr. Mönch (3 "Wochen), Dr. Scherping (1 Woche), P ü s er (4 Tage), Strauss (2 Tage), Germer (3 Tage), Marcus (6 Tage) und der Unterzeichnete [3 Wochen). Herr Rektor Buchheister konnte krankheitshalber während einer Woche und Herr Pastor Lang von Mitte Dezember bis Mitte Februar keinen Unterricht halten. Die Vertretung erfolgte durch die Mitglieder des Kollegiums und konnte so geregelt werden, dass trotz der zahlreichen Versäumnisse der Unterrichtsgang keine erhebliche Störung erfuhr. Günstig war hierbei der Umstand, dass die beiden wissenschaftlichen Hilfslehrer, welche das Erzieheramt im Alumnat bekleiden, in dankenswerter Weise sich zur Verfügung stellten. *) Hermann Cwald Scherping wurde geboren am 10- August 1881 zu Schnarsleben bei Magdeburg. Er besuchte das Gymnasium zum Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg, öas er 1901 mit dem Zeugnis der Reife verließ. Von 1901—1905 studierte er vorwiegend neuere Sprachen, daneben auch Latein und Deutsch in Halle a, S., Lüttich und Paris. Am 6. Juni 1904 promovierte ihn die philosophische Fakuhät der Universität Halle zum Dr. phil., am 19. und 20. Mai 1905 legte er sein Staatsexamen ab. Von Ostern 1905 bis Ostern 1906 war er an der Jacobsonschule beschäftigt, im folgenden Jahre genügte er in Hilöesheim seiner militärischen Dienstpflicht und trat dann zu Ostern 1907 in öas pädagogische Seminar in Braunschweig ein. Während des Probejahres wurde er wiederum der Jacobsonschule überwiesen