Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1908-1909
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1908-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- Amiens 1× ep/1044016
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s bot das Hafen- und Strandleben — Boulogne ist ein bedeutender Handelshalen und gleichzeitigem viel besuchtes Seebad — des Fesselnden und Ab wechslungs vollen gentig. Bedeutungsvoll waren auch die Eindrücke, weiche die Schüler auf der Rückreise in sich aufnahmen. Sie machten in Amiens halt nad verweilten einige Tage in Paris, wo sieunter sachkundiger Führung des Herrn Dr. Sch erpin g die Sehenswürdigkeiten besuchten- Ohne Frage haben die Schüler aus ihrem fünfwö eben fliehen Aufenthalt in Frankreich nach vielen Richtungen Gewinn gezogen. Nach der sprachlichen Seite hin äusserte sieh die Wirkung zwar nicht in einer merklichen Besserung der schriftlichen Klasseuleisturjge::, aber desto sichtbarer war der Erfolg bezüglich der Aussprache und des Wortschatzes. J^de^iialls wurde von den Fachlehrern übereinstimmend festgestellt, dass das Interesse für den fränkischen Unterricht bei den Teilnehmern dieser Auslandsreise sich in erfreulicher Weise sehoben hat ky Der Gewinn eines solchen Aufenthaltes in Frankreich wird gewiss ein nac&haliiger sein, wenn die Ferien zwei- oder dreimal hinter einander dazu benutzt werden. Die ganze Reise j *j einschliesslich Unterricht, Theaterbesuch usw. kostete 2oÖ—275 M. Für die nächsten Juliferien wird eine ähnliche Auslands fahrt unter Führung des an unserer Anstalt tätigen französischen Lehramtsassistenten, des Herrn Hloret, geplant der ein früherer Schüler des Herrn Direktor Bar]et ist. Auf diese Weise werden die Teilnehmer fortwährend in französischer Umgebung bleiben, was die Reise noch fruchtbringender gestalten wird. Herr Direktor Bartet hat uns vergangenen Herbst einen jungen Franzosen übersandte der im Internat wohnte und sich am deutschen Unterrichte beteiligte. Wir erwarten demnächst den Besuch anderer französischer Schüler als »Austausch«. Der Unterzeichnete ist mit seinem französischen Amtsgenossen übereingekommen, nur solche Schüler auszutauschen, die lernbegierig und wohlgesittet s i n d t und es steht zu erwarten, dass Unzuträglichkeiten bezüglich der Schulzncht auf solche- Art möglichst vermieden "werden. Dass dieser Verkehr zwischen den Schulen der beiden grossen Nachbarvolks' ausser dem wissenschaftlichen Gewinn manchen ethischen Wert erzeugt, und zwar nicht bloss für die Schüler, sondern auch für die beteiligten Lehrer, sei nur nebenbei bemerkt. Kollege Dr. Scherping und der Unterzeichnete wurden von den französischen Berufsgenossen aufs liebenswürdige aufgenommen und empfingen von ihnen manche Anregung und Belehrung. Dem Herrn Direktor Barlet sei a& dieser Stelle für sein Entgegenkommen herzlich gedankt In Frankreich wird dem nachbarländischen Schüleraustausch von der öffentlichen Helming und den staatlichen Behörden ein lebhaftes Interesse entgegengebracht. Der Unterzeichnete hatte mit dem Rektor der Universität Lille, Herrn Lyon, der gleichzeitig Leiter des gesamten * höheren Schulwesens der fünf französischen Norddepartements ist, eine längere Unterredung in der . Frage des Austausches von Schülern. Herr Lyon, der als ein feinsinniger Gelehrter und Beamter in seinem Lande gilt, hat sich zu der Frage sehr zustimmend geäussert und den Unterzeichneten ersucht, in seinem deutschen Vaterlande nach seinen Kräften für die Idee zu werben.